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Segeberg Kurierfahrer gesteht Schmuggel von 34 Kilo Haschisch
Lokales Segeberg Kurierfahrer gesteht Schmuggel von 34 Kilo Haschisch
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16:00 30.04.2019
Vor dem Landgericht geht es um den Schmuggel von Haschisch im größeren Umfang. Quelle: Fotolia
Kiel/Norderstedt

Rund 34 Kilogramm Haschisch hatte die Kripo im Dezember 2017 in einer Lagerhalle in Norderstedt sichergestellt. Seit dieser Woche muss sich ein 46-jähriger Mieter der Gewerbe-Immobilie wegen illegaler Drogeneinfuhr vor dem Kieler Landgericht verantworten. Zum Prozessauftakt legte der ehemalige Inhaber einer Norderstedter Kampfsportschule ein Geständnis ab und belastete seinen polnischen Mitangeklagten (53) als Drahtzieher von zwei internationalen Drogengeschäften.

Zur Tatzeit mit 110 000 Euro verschuldet

Der mutmaßliche Haupttäter schweigt vor Gericht, er machte auch früher bei der Polizei keine Angaben. Dafür packt der jüngere Angeklagte aus. Der zur Tatzeit mit 110 000 Euro verschuldete Geschäftsführer des vor der Pleite stehenden Fitnessstudios will von dem Polen bei der Arbeit angesprochen worden sein. Dem Besucher sei wohl aufgefallen, dass der Chef der Kampfsportschule seine Hantelbänke und Kraftsportgeräte selbst abwischen musste.

„Er fragte mich, ob ich was nebenbei verdienen möchte“, berichtet der Norderstedter. Zunächst habe er in seinem Auftrag „für ein paar Hundert Euro“ eine Luxuslimousine als Geschäftswagen seiner Sportschule angemeldet. „Ich fand da noch nichts Verwerfliches dran“, sagt der Angeklagte. Doch dann habe ihm der Pole 2500 Euro für eine Drogenkurierfahrt in dem Volvo XC 90 (Neupreis: ab 65 000 Euro) angeboten.

In einem Café in Amsterdam getroffen

Der mutmaßliche Drahtzieher sei im SUV nach Amsterdam gefahren, er selbst mit der Bahn. In einem Café habe man sich getroffen. Vom Umfang und Wert des Drogentransports will der Norderstedter nichts gewusst haben. Gemeinsam sei man im Pkw über Bremen und Hamburg bis nach Odense (Dänemark) gefahren. Während der Drahtzieher die Drogen an unbekannte Abnehmer übergeben habe, will der Chauffeur in einer Autobahnraststätte gewartet haben.

Drei bis vier Wochen später meldete der Norderstedter ein zweites SUV, einen Audi Q 7, auf die Kampfsportschule an – nach eigenen Angaben ebenfalls im Auftrag des Polen. Für die zweite Drogenfahrt Mitte Dezember 2017 seien sie getrennt in den beiden Fahrzeugen nach Amsterdam gefahren. Diesmal habe er den Stoff allein über Belgien nach Deutschland transportiert.

Haschisch in einer gemieteten Halle deponiert

Weil kurz vor Hamburg der Handy-Kontakt zum Drahtzieher abgebrochen sei, will der Norderstedter das für den dänischen Markt bestimmte Haschisch über Nacht in der von ihm gemieteten Halle deponiert haben – ohne Wissen des Polen. Vorher schon hatte der 46-Jährige heimlich einen GPS-Peilsender am Audi des Älteren befestigt. „Ich wollte wissen, wo das Auto war, auch wegen der vielen Blitz-Tickets“, behauptet der Angeklagte. Der Pole sei notorisch zu schnell gefahren. „Ich wollte nicht auf den Kosten sitzen bleiben.“

Wollte der verschuldete Kurierfahrer die 34-Kilo-Ladung Haschisch (Straßenverkaufswert rund 340 000 Euro) selbst vermarkten? Er deponierte den Stoff eigenmächtig in einer Alu-Kiste in der Norderstedter Gewerbehalle. Dort wurde die verdächtige Ladung prompt vom Vermieter entdeckt, der umgehend die Polizei alarmierte.

Der mutmaßliche Drahtzieher war inzwischen im Audi weiter nach Dänemark gefahren. Er wartete offenbar vergeblich auf seinen Kurier und wurde zwei Tage später auf der Rückfahrt nach Hamburg an A7 festgenommen. Für den Prozess hat die Strafkammer drei weitere Verhandlungstage angesetzt.

Thomas Geyer

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