Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Segeberg Leezener Au: Neuer Wanderweg ist Mitte Dezember fertig
Lokales Segeberg Leezener Au: Neuer Wanderweg ist Mitte Dezember fertig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
18:10 11.11.2017
Die Leezener Au im Morgennebel: Das Gewässer gehört zu den größten Feuchtgebieten in Schleswig-Holstein. Quelle: Fotos: Silvie Domann
Anzeige
Leezen

Etwa 340 Meter lang ist dieser Weg, der in der Niederung der Leezener Au gebaut wird. Er quert die Au per Brücke und verbindet so die Gemeindeteile Leezen und Krems I. Die Baukosten betragen etwa 150 000 Euro und werden aus Landesmitteln finanziert. Die Gemeinde Leezen wird sich um die Unterhaltung von Weg und Brücke kümmern.

Die Leezener Au gehört zu den größten Feuchtgebieten in Schleswig-Holstein, dort wachsen seltene Pflanzen und leben gefährdete Tierarten. Die Schönheit dieses Flecken können Spaziergänger bald noch besser erkunden, für 150000 Euro entsteht gerade ein Wanderweg.

Wanderweg und Querung der Au sind eine Maßnahme des Flurbereinigungsverfahrens Leezener Au, das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit dem Gewässerpflegeverband Mözener Au, der Kurt und Erika Schrobach-Stiftung, der Gemeinde Leezen, der Flurbereinungsbehörde und dem Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) entwickelt. Die Schrobach-Stiftung stellt die Fläche zur Verfügung.

Etwa 300 Hektar ist die Niederung groß, sie gehört damit zu den größten Feuchtgebieten des Landes. 180 Hektar davon sind Naturschutzflächen, die extensiv beweidet werden. „Wir beschäftigen uns seit 2003 mit der Flurbereinigung und dem Natur- und Gewässerschutz“, sagt Claus Fahrenkrog vom Gewässerverband Mözener Au. Zwei Seen und diverse Bäche, darunter auch die Leezener Au, gehören zum Gewässerband, 2005 wurden die ersten Schutzprojekte aufgestellt. Viele Flächen wurden aufgekauft und aus der landwirtschaftlichen Nutzung herausgenommen.

Rund eine Million Euro hat der Landerwerb gekostet, etwa eine halbe Million Euro Natur- und Gewässerschutzmaßnahmen. Das Geld stammt aus EU-, Bundes- und Landes-Fördermitteln, erklärte Michael Schlüter vom LLUR. Der neue Wanderweg solle der Information für die Besucher und dem Naturerlebnis dienen. Bereits 2011 war der erste Bescheid zu Wanderweg und Brücke gekommen, doch seinerzeit hatte es Probleme mit dem Brückenmaterial gegeben. Beton und Eisen durften nicht verbaut werden. Nun einigte man sich auf Glasfaserkunststoff. Mit dem Bau des Weges geht ein lange gehegter Wunsch von Gewässerpflegeverband und Leezens Bürgermeister Ulrich Schulz in Erfüllung.

Die Fläche liegt im FFH-Gebiet und weist einige Besonderheiten auf. „Es ist ein riesiges Moor und aus einer Schmelzwasserrinne nach der Eiszeit entstanden“, erklärte Tanja Hemke von der Schrobach-Stiftung. 20 Meter Torfschicht, typische Pflanzen wie Kuckucks-Lichtnelke und Sumpf-Dotterblume, aber auch der gefährdete Schlangen-Knöterich wachsen hier noch. „Nicht zu vergessen, die Knöterich-Dicknase, ein Rüsselkäfer, der im Stängel wohnt“, sagte die Botanikerin.

Zwei Meter breit ist der Weg, der eine wassergebundene Deckschicht erhält. Es ist ein reiner Wanderweg, weder für Reiter noch Radfahrer gedacht. Hunde sind dort an der Leine zu führen. Da auf den Weiden Highland-Rinder und Wasserbüffel grasen, wird der Wanderweg, der Mitte Dezember fertig sein soll, mit einem Weidezaun versehen.

Von Silvie Domann

Mittwoch ist der letzte Arbeitstag für den Leitenden Verwaltungsbeamten des Amtes Trave-Land, Rainer Andrasch. Einer darf dabei nicht fehlen: sein ehemaliger Stellvertreter Thomas Dziuk. Wegen ihrer Vorliebe für Fußball mussten beide so manche Neckerei über sich ergehen lassen.

11.11.2017

Holsteiner Zitronenapfel, Prinzessin von Lübeck, Gelber Richard oder Juwel von Kirchwerder – nur einige der fantasievoll klingenden Namen von Obstgehölzen, aus denen sich die neue Streuobstwiese des Heilpädagogischen Kinderheims in Stipsdorf zusammensetzt.

11.11.2017

Die Gruppen des Projektes „Nachbarn für Nachbarn“ treffen sich noch einmal in diesem Jahr. Eingeladen ist dazu jeder Bad Segeberger über 60 Jahre. AChristiansfelde: Am Mittwoch, 15.

11.11.2017