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Segeberg Löschübung im Holzwerk
Lokales Segeberg Löschübung im Holzwerk
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20:16 20.11.2017
Großübung bei Holz-Ruser: Von mehreren Seiten probten die Feuerwehren den Ernstfall.
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Bornhöved

Am Sonnabend um 13.45 Uhr löste die Rettungsleitstelle Alarm für ein „Feuer mittel“ auf dem Gelände des holzverarbeitenden Unternehmens Ruser an der Autobahn aus. Nur zehn Minuten später erhöhte die Leitstelle auf „Feuer groß“ und weitete damit den Radius der angeforderten Feuerwehren aus. Neben den Wehren des Amtsbereichs, zu denen neben Bornhöved auch Trappenkamp, Tensfeld, Tarbek, Damsdorf, Stocksee und Schmalensee gehören, wurden zudem deren Kollegen aus Ruhwinkel, Schönböken, Daldorf sowie der Drehleiterzug aus Wahlstedt nach Bornhöved beordert, um eine „brennende“ Halle auf dem weitläufigen Firmengelände zu löschen, auf dem Massen an Holz und leicht entzündlichen Sägespänen lagern.

Großaufgebot an Einsatzkräften bei Holz-Ruser in Bornhöved: Nur eine Woche, nachdem bei dem Unternehmen eine Hobelmaschine in Brand geraten war, probten 136 Feuerwehrleute aus elf Wehren, ob im Falle eines Falles die Löschwasserversorgung auf dem Gelände ausreichen würde.

Den Zweck der Großübung erläuterte der Einsatzleiter und stellvertretende Wehrführer von Bornhöved, Volker Kelling. „Wir wollen ergründen, wie viel Wasser wir zum Löschen auf das Gelände bekommen, und ob es zum Löschen eines Großfeuers ausreicht. Außerdem wollen wir das Zusammenspiel aller Feuerwehren trainieren“, so Kelling, der im Einsatzleitwagen die Stellung am Eingang des Geländes hielt.

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Vier Hydranten standen der Feuerwehr zur Verfügung. Feuerlöschteiche zur zusätzlichen Versorgung gab es weit und breit nicht. Eine besondere Schwierigkeit für die Einsatzkräfte war die Weitläufigkeit des Firmengeländes, das quasi aus vier Himmelsrichtungen mit Löschwasser versorgt werden musste, was natürlich viele weitere Vorkehrungen erforderte.

Die Erkenntnisse der Übung erstaunten schließlich nicht nur den Einsatzleiter. „Wenn es gebrannt hätte, hätten wir das Feuer löschen können, aber eine Feuerwehr mehr hätte es gern sein können. Trotz der vielen Feuerwehren hatten wir zu wenig Schlauchmaterial vor Ort“, fasste Kelling zusammen. Ausreichend sei die Leistung des Wasserwerks gewesen. „Der Wasserwerker hätte im Notfall noch eine weitere Pumpe anschmeißen können“, sagte Kelling.

Die 136 Einsatzkräfte konnten gegen 16.30 Uhr wieder zurück in ihre Gemeinden fahren. Volker Kelling: „Ein paar Kleinigkeiten sind uns aufgefallen, die wir im Januar besprechen werden. Insgesamt aber sind wir mit dem Verlauf der Übung sehr zufrieden.“

 pd