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Segeberg Masern: Kontrollen an Bad Segeberger Schulen beendet
Lokales Segeberg Masern: Kontrollen an Bad Segeberger Schulen beendet
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18:13 03.04.2019
Nur mit Impfschutz in die Schule Quelle: Heike Hiltrop
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Bad Segeberg

Ende vergangener Woche sind bei zwei Schülern aus dem Kreis Segeberg die Masern ausgebrochen. Drei Tage lang, bis zum Beginn der Osterferien hat das Kreis-Gesundheitsamt darum niemanden ohne geklärten Impfstatus in das Gymnasium und die Grundschule hineingelassen. Das betraf Mitarbeiter, Lehrer, Reinigungskräfte, Schüler bis hin zum Hausmeister. Alle Personen an der Dahlmannschule und einen Tag zeitversetzt an der Theodor-Storm-Schule wurden kontrolliert. Wer keine Impfung oder Antikörper im Blut nachweisen konnte, durfte die Gemeinschaftseinrichtungen nicht betreten.

Gute Zusammenarbeit zwischen Schule und Gesundheitsamt

Nun ist die Aktion beendet, denn aufgrund der Osterferien gibt es ab Donnerstag keinen Schulbetrieb. Das Gesundheitsamt zeigte sich angesichts des kooperativen Handelns aller zufrieden. „Die Zusammenarbeit mit den Schulen war vorbildlich und unterstützend“, lobt Dr. Boris Friege, Leiter des Fachdienstes Gesundheit. Insgesamt seien rund 1000 Impfpässe kontrolliert worden.

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Bis Mittwoch 756 Personen an der Dahlmannschule kontrolliert

 In der Dahlmannschule musste das Gesundheitsamt am Ende insgesamt 28 Personen, das entspricht 3,6 Prozent aller Kontrollierten, ein Betretungsverbot aussprechen. Am Montag waren zunächst 151 der 775 Gymnasiasten gar nicht erst zum Unterricht erschienen. Bis Mittwoch konnten schließlich 756 der überprüften Schüler, Lehrer sowie des betroffenen Personals der Zugang zur Schule gewährt werden.

Drei Schüler müssen Abi-Prüfung nachholen

Die Theodor-Storm-Schule war nach zwei Kontrolltagen vor den Ferien von 25 Betretungsverboten (9,6 Prozent) betroffen. Hier wurden laut Kreis 260 Personen gecheckt. Um den Schulablauf möglichst wenig zu stören, wurden die Kontrollen vom Gesundheitsamt nach sorgfältiger Planung in Abstimmung mit der jeweiligen Schulleitung vorgenommen. Für die anstehende Abiturprüfung an der Dahlmannschule war sechs Schülern mit unklarem Impfstatus angeboten worden, einen Antikörpertest vornehmen zu lassen, damit sie doch noch an den Prüfungen teilnehmen konnten. Zunächst hieß es vom Gesundheitsamt, dass für zwei von ihnen das Betretungsverbot aufrechterhalten wurde. Am Ende waren es schließlich drei Schüler, die ihre Abiturprüfungen im Mai nachholen müssen.

Heike Hiltrop