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Segeberg Mehr Eigenkapital für die Südholsteiner
Lokales Segeberg Mehr Eigenkapital für die Südholsteiner
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22:19 31.03.2015
Mit der Neuausrichtung zufrieden: Die Vorständler Martin Deertz (l.) und Andreas Fohrmann. Quelle: Kullack
Bad Segeberg

Eine um 3,4 Prozent auf 4,958 Milliarden Euro gesunkene Bilanzsumme, aber Kundeneinlagen, die um 3,6 Prozent auf 3,211 Milliarden Euro angestiegen sind und ein operatives Ergebnis von 20 Millionen Euro — das kennzeichnet die Bilanz für 2014 und damit die Neuausrichtung der Sparkasse Südholstein. „Unser Plan geht voll auf“, sagte Vorstandsvorsitzender Andreas Fohrmann gestern bei der Bilanz- Pressekonferenz.

Die im Vorjahr eingeleiteten Maßnahmen zur Neuausrichtung würden vollauf greifen. „Wir haben die Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern sogar übertroffen“, sagte dazu Fohrmann. Vom berichtigten Betriebsergebnis von 6,65 Millionen Euro bleibt nach Steuern zwar nichts mehr übrig — nicht vergessen dürfe man dabei aber, dass neun Millionen Euro weitere Reserven geschaffen wurden. Die Gesamtkapitalquote der Sparkasse erhöhte sich um fast 30 Prozent auf 14,70 Prozent.

Eine schwarze Null ist am Ende viel für eine Bank, die sich lange in Turbulenzen befand und die über die Jahre mit fast 80 Millionen Euro vom Sparkassen- und Giroverband gestützt werden musste. Es ist das erste Geschäftsjahr des neuen Vorstandsvorsitzenden Andreas Fohrmann, der Anfang 2014 angetreten war, um die Sparkasse Südholstein nach schwierigen Jahren wieder auf Erfolgskurs zu bringen.

Im Juni präsentierte er sein Zukunftskonzept anhand eines Fünf-Punkte- Plans mit den Eckpfeilern Markterfolg, Kosten, Prozesse, Außenbild und Führungskultur. „Mit den Ergebnissen des Geschäftsjahrs 2014 ernten wir bereits erste Früchte“, sagte Fohrmann.

Mit der Neustrukturierung ihres Eigenkapitals habe die Sparkasse die Basis für ein Wachstum aus eigener Kraft geschaffen. Im vergangenen Jahr habe man sich weiter auf das Kundengeschäft fokussiert und im Gegenzug Eigenanlagen sowie die Kreditvergabe an andere Banken reduziert.

Im anhaltend niedrigen Zinsniveaus sehe man eine Herausforderung, gehe aber trotzdem bei ungebrochener Nachfrage optimistisch ins neue Geschäftsjahr, sagte Vorstandsmitglied Martin Deertz. Den Kunden rate man wegen der niedriger Zinsen zusätzlich zu klassischen Sparprodukten, auch zu einer Anlage in renditestärkere Produkte wie Fonds oder Wertpapiere mit guter Bonität. Nur so lasse sich verhindern, dass das eigene Vermögen durch die Inflation Stück für Stück aufgezehrt werde.

In der Kreditnachfrage verzeichnete die Sparkasse einen Rekord: Mehr als 670 Millionen Euro vergab sie an neuen Darlehen an Privat- und Firmenkunden. Das ist ein Plus von fast 25 Prozent. Größten Anteil hat daran das Firmenkundengeschäft. Der regionale Mittelstand habe von Krediten in Höhe von 436 Millionen Euro profitiert — eine Steigerung um 37 Prozent. Im Bereich der privaten Baufinanzierung vergab die Sparkasse rund 180 Millionen Euro an fast 1400 Familien.

Die Zahl der Mitarbeiter solle mit 1010 in diesem Jahr ebenso stabil bleiben wie die Anzahl der 36 Filialen der Sparkasse Südholstein.

Die Sparkasse in Zahlen

4,958 Milliarden Euro beträgt die Bilanzsumme der Sparkasse Südholstein für das Jahr 2014 — das sind gegenüber den 5,132 Milliarden Euro im Vorjahr 3,4 Prozent weniger.
673 Millionen Euro an neuen Kundenkrediten wurden von der Bank vergeben — ein Plus von 24,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr, als die Bank 540 Millionen Euro an neuen Krediten vergab.
29,9 Prozent beträgt die Steigerung der Gesamtkapitalquote der Sparkasse Südholstein auf jetzt 14,70 Prozent bei einer Kernkapitalquote von 12,53 Prozent.
1010 Mitarbeiter hat die Sparkasse zurzeit, Ende 2013 waren es 980. Die Mitarbeiter betreuen 72000 Kunden, die zusammen um die 142000 Konten unterhalten.

Lothar Hermann Kullack

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