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Segeberg Südufer bricht weg: Deutsche Eiche soll dem Segeberger See trotzen
Lokales Segeberg Südufer bricht weg: Deutsche Eiche soll dem Segeberger See trotzen
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18:00 25.06.2019
Die Eichenpfähle sind in den Boden gerammt: Jens Klug checkt die neue Uferbefestigung am Großen Segeberger See. Quelle: Wolfgang Glombik
Bad Segeberg

Jetzt hilft nur noch deutsche Eiche. Die Uferkante am Segeberger See, Höhe Backofenwiese, soll dauerhaft befestigt werden. Mitarbeiter Jens Klug und Kirsten Passig von der Bordesholmer Firma Stohn & Henningsen GmbH haben 350 Zentimeter lange Eichenpfähle in den Schlick des Uferbereichs am Großen Segeberger See mit Bagger-Hilfe gepresst. „Das wird viele Jahre halten“, sind die beiden überzeugt. Die Konstruktion wird mit vier Zentimeter dicken Eichenbretter verbolzt. In die freien Fächer zum Ufer hin soll grober Schotter gefüllt werden, der mit Vlies zusammengehalten wird. So werde die Konstruktion vor Ausspülung bewahrt. Die Ufer-kante soll nicht mehr absacken, so die Hoffnung des Planers und der Baufirma.

Das soll jetzt halten, möglichst ewig: Die neue Uferbefestigung am See. Quelle: Glombik

Wer den stillen spiegelglatten See jetzt in der glühenden Mittagshitze erlebt, kann sich gar nicht vorstellen, dass es hier um eine uralte Kraftprobe der Stadt mit dem Wasser des Sees geht. Der „Blanke Hans“ nagt seit Jahrzehnten am Ufer, sorgt immer wieder für Überschwemmungen des beliebten Wanderwegs. Bei nördlichen Winden „peitscht“ das Wasser an das Südufer.

Künstlicher Schärengarten versank im Schlamm

Durch den schlickigen Untergrund versank die mühevoll, erst 2013 gestaltete Schären-Landschaft am Südufer des Großen Segeberger Sees im Morast. Später brach auch die Uferkante ab, die viel zu kurzen Ufer-Bretter steckten im Schlick wie Zahnstocher, konnten nichts halten. Als wenn alle Dämme brachen. Die Stadtverwaltung musste reagieren, sperrte den Gefährdungsbereich mit unschönen Bauzäunen ab.

Die Baustelle an einem der schönsten Flecken Bad Segebergs soll nun zu Beginn der Urlaubssaison endlich aufgelöst werden. Die Mitarbeiter der Firma schätzen, dass bis zum Wochenende ausstehende Pflasterarbeiten an der Uferkante beendet seien und auch der Wanderweg wieder vollständig nutzbar sein werde. Es habe hin und wieder Beschwerden von Spaziergängern gegeben, die nicht einsahen, dass sie einen Umweg gehen mussten, berichten die Mitarbeiter. Da tat es gut, dass zwei Schülerinnen der Dahlmannschule die Arbeiter mit kühlen Getränken und Smoothies verwöhnten. Eine Aktion der Schule, die am Dienstag überall bei Passanten gut ankam.

Kirsten Passig und Jens Klug sichern das Seeufer. Die Löcher sollen noch mit groben Material verfüllt werden. Danach wird Pflaster verlegt. Quelle: Glombik

Etwas traurig sind die Mitarbeiter der Bordesholmer Firma, dass die ursprünglichen Pläne gescheitert sind, hier einen Abenteuerspielplatz mit Hüpfsteinen für Kinder einzurichten. Die 40 Betonbrocken im Wasser dienen jetzt nicht einmal mehr für die Enten als Landeplatz. Sie sind fast völlig im tiefen Schlick verschwunden. Da steckt vergebliche Müh' und viel Geld drin. 170 Kubikmeter Sand waren 2013 parallel zum Bau der Seepromenade in den See geschüttet worden. Den Sand hatte man aufwendig mit Vlies eingehüllt, damit er sich nicht weiter verteilt. Doch das gesamte Konstrukt versank im Schlick, ist futsch. Der Untergrund sei morastiger gewesen, als die Baugrunduntersuchung ergeben habe, teilte schon im Frühjahr der Landschaftsarchitekt den LN mit. Tatsächlich kämpft die Stadt seit Jahren mit dieser Problemzone. Früher trat hier im Winter das Wasser regelmäßig über die Ufer. Nun wird hier – hoffentlich – ein neues Kapitel aufgeschlagen. Die Segeberger sind gespannt, ob die Eichenpfähle dem See trotzen können.

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