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Segeberg Nach „The Biggest Loser“: Annika trainiert mit Schlittenhund „Mogli“ weiter
Lokales Segeberg Nach „The Biggest Loser“: Annika trainiert mit Schlittenhund „Mogli“ weiter
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08:05 22.04.2019
Annika Hinrichsen mit Schlittenhund „Mogli“. Quelle: Irene Burow
Fahrenkrug

Die Sendung ist abgedreht: Doch für Kandidatin Annika Hinrichsen (28) geht das Training nach „The Biggest Loser“ weiter. Die Fahrenkrugerin ist zurück zu Hause. In 15 Wochen bei der Show hat sie 34,4 Kilo abgenommen. Jetzt wiegt sie 87; mit 121,4 Kilo war sie gestartet – für sie der letzte Ausweg, um die Kurve zu kriegen. Weg von Fressattacken, hin zu einem gesunden Leben.

Auch wenn sie im Halbfinale der Show ausgeschieden ist, hat sich der Kampf für sie gelohnt. Am Großen Segeberger See strahlt sie übers ganze Gesicht. „Ich hätte gern gezeigt, was ich noch kann“, sagt sie. Aber sie habe ein Viertel ihres Körpergewichts verloren. „Das ist der Hammer. Ich würde jedem anderen Menschen raten, der unglücklich mit seinem Gewicht ist, sich hier sofort anzumelden. Der Kampf lohnt sich ungemein.“

Viel bewegen – genau wie „Mogli“

Ihrem Traumgewicht von 80 Kilo ist sie schon ganz nah. Um das Ziel zu erreichen, trainiert sie weiter. Drei mal pro Woche. Einmal joggt sie um den Großen Segeberger See. Die 8,4 Kilometer schafft sie inzwischen locker in einer Stunde.

Dafür hat sie sich Motivator „Mogli“ zugelegt. Der Schlittenhund ist acht Monate alt und von Natur aus euphorisch: Er will raus, will laufen, will Bewegung. Das will Annika auch. „Ich habe mir schon immer einen Hund gewünscht, aber hatte nie die Zeit. Die muss man sich dann einfach nehmen“, sagt sie. Und so drehen sie nun gemeinsam ihre Runden.

Nach dem Dreh der Fernsehshow „The Biggest Loser“ ist für Annika Hinrichsen wieder Alltag eingekehrt. Die Fahrenkrugerin trainiert weiter. Helfen soll ihr dabei Schlittenhund „Mogli“.

Falsche Ernährung war der Knackpunkt

Zwei mal pro Woche geht sie zudem zum Crossfit-Training. „Kraftsport ist mein Ein und Alles. Ausdauer an Geräten ist mir zu langweilig, ich brauche die Abwechslung“, sagt sie. Harte Trainingseinheiten kannte sie dadurch zwar schon vor der Sendung. Aber Sport allein hat nicht gereicht. Falsche Ernährung war ihr Knackpunkt. „Jeder weiß, dass Salat besser ist, als Currywurst. Man muss das aber auch im Kopf umsetzen“, sagt Annika. „Früher war Essen für mich nur irgendwie Emotionen wegzuschaufeln. Nicht nachzudenken, sondern schnell den Zucker in den Körper zu bekommen. Jetzt kaufe ich gesünder ein – frische Lebensmittel und keine verarbeiteten Produkte mehr.“

Für den Neustart nimmt sie sich vor, nie mehr über 100 Kilo zu wiegen. Und genauso weiterzukämpfen, wie sie es gelernt hat. „Sie ist so fit, dass sie so manchen Sportler alt aussehen lassen kann“, sagt Camp-Trainerin Christine Theiss.

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Show hat ihr Leben verändert

Es ist nicht nur Annikas Gewicht, das sich verändert hat. Die Show hat ihr Leben auf den Kopf gestellt. „Nicht nur körperlich, auch mental bin ich ein anderer Mensch geworden“, erzählt sie. „Ich bin stärker und bestimme mein Leben selbst – was ich will und was nicht. Das Gefühl will ich nicht mehr hergeben.“

Vorher hat sie ihre Wünsche und Meinungen, den Alltagsstress im wahrsten Sinne in sich hineingefressen. „Nach außen habe ich aber vermittelt, dass alles okay ist. Im Camp habe ich herausgefunden, dass das der Grund für die Fressattacken war. Das war der wichtigste Klickmoment.“

Die Fressattacken sind weg

Jetzt, wo sie zu Hause ist, sind die Attacken weg. „Auf einer Feier greife ich schon mal zu einem Stück Kuchen, zu Schoki oder Bier. Aber ich habe den gesunden Mittelweg gefunden. Ich werde nie die Schlankeste sein. Ich stehe zu meinem fraulichen Körper. Aber er soll sportlich und gesund sein“, so die 28-Jährige.

Zuletzt wurde in der Sendung gezeigt, wie die Kandidaten wochenlang zu Hause allein trainiert haben. Der Empfang zu Hause war emotional. „Ich war noch nicht mal als Kind an Weihnachten so aufgeregt wie jetzt. Ich kann mir noch gar nicht vorstellen, wie sie jetzt aussieht“, hatte ihr Vater Holger gesagt. „Vorher konnte ich Annika nicht hochheben. Jetzt kann ich das“, meinte er lachend.

„Sie ist wunderschön. Es ist wahnsinnig beeindruckend. Sie ist mein Vorbild“, sagte ihre Freundin Sabrina. Ihr ganzes Umfeld sei Hin und Weg gewesen, sagt Annika den LN. „Sie haben so mitgefiebert. Den Stolz in ihren Augen zu sehen, war bewegend.“

3500 Teilnehmer hatten sich anfangs beworben

Zurück in der Show wurden die noch sieben Kandidaten von Profis umgestylt. Mit figurbetontem Erscheinungsbild trat Annika vor Millionen Fernseh-Zuschauern vor den Spiegel. Dann war ihre Zeit zu Ende, als eine der Besten von anfangs 3500 Bewerbern.

Im Finale der Sendung ist Annika noch einmal zu sehen. Es wird am 28. April um 20.15 Uhr in Sat.1 ausgestrahlt. Zu Hause macht sie natürlich den Fernseher an. „Ich weiß ja nicht, wie alles zusammengeschnitten wurde.“ Anfangs sei es seltsam gewesen, sich im Fernsehen zu sehen. „Man hat schon Angst, als Zicke dargestellt zu werden. Aber ich war positiv überrascht.“

Und nun wird sie statt ihrer Familie die große Produktionsfamilie vermissen. „Alle waren so nett, wir haben oft abends zusammengesessen. Das große Ganze wird mir fehlen.“

Irene Burow

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