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Segeberg Nach der Ostsee-Rallye: Hilfe für sechsfache Mutter Dani angekommen  
Lokales Segeberg Nach der Ostsee-Rallye: Hilfe für sechsfache Mutter Dani angekommen  
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19:20 18.07.2019
Frank Linse (Mitte) und seine Frau Iris (2. v. l.) haben einen Einkaufsgutschein über 4950 Euro an die Freundinen der verwitweten Sechsfachmutter aus Bimöhlen überreicht. Quelle: Heike Hiltrop
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Bimöhlen/Eutin

Geschafft: Das Rallye-Team namens „Travel-Kekse“ ist mit seinen über 20 Jahre alten Autos wohlbehalten von seiner Mammut-Tour durch zehn Ostseeanrainer-Länder und nach genau 7832 Kilometern zu Hause angekommen. Und mit ihm ein voller Spenden-Topf, der schon vor dem Start zur 16-tägigen „Baltic Sea Cyrcle“ (BSC) kräftig gefüttert worden war. Der Ostholsteiner Frank Linse und seine Mitstreiter hatten die Charity-Tour zugunsten von Danielle Strodthoff und ihren sechs Kindern angetreten.

Dieses Foto von Dustin und Danielle Strodthoff entstand bei ihrer Hochzeit. Seit der Schulzeit waren sie ein Paar, haben vier gemeinsame Söhne und zwei Töchter. Die Mädchen kamen fünf Monate nach dem tragischen Unfall des Vaters zur Welt. Quelle: hfr/privat

Schicksalsschlag für eine junge Familie

„Als wir vom Schicksal der jungen Frau erfahren haben, stand sofort fest, dass wir helfen wollen“, erinnert sich der Arzt aus Eutin an die Berichte über den tragischen Unfalltod des jungen Familienvaters Dustin Strodthoff aus Bimöhlen. Das war zur Jahreswende. Dustin Strodthoff wurde nur 30 Jahre alt. Er hinterließ seine mit Zwillingen schwangere Frau und vier Söhne im Alter von zwei, sechs, elf und 14 Jahren ohne großen finanziellen Hintergrund.

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Hunderte haben geholfen

Engagiert traten die Freundinnen der Witwe eine Lawine der Unterstützung los. Eine von ihnen ist Julia Schmidt. „Wir dachten, dass wir vielleicht so das Geld für die Beerdigung zusammenbekommen, doch dann wurde es jeden Tag mehr.“ Der „Hilfe für Dani“ schlossen sich die Ortsfeuerwehr, das Deutsche Rote Kreuz, Sportvereine, Unternehmer und Hunderte Menschen im ganzen Norden an – auch die „Travel-Kekse“.

Witwe kann mit ihren Kindern im gewohnten Umfeld bleiben

Den beiden Mädchen, die Danielle Strodthoff im Mai zur Welt gebracht hat, geht es gut. „Die sind ganz schön proper“, erzählt Ina Jargstorf beim Treffen in Bimöhlen. „Die Jungs verarbeiten den Tod ihres Vaters ganz gut, aber Dani hat das alles noch gar nicht richtig realisiert.“ Janin Feger hält den Einkaufsgutschein für einen Onlinehändler im Wert von 4950 Euro in der Hand, den die „Travel-Kekse“ übergeben haben. „Diese große Hilfsbereitschaft ist für uns noch immer unbegreiflich.“

Die Freundinnen, alle selbst Frauen und Mütter, die im Job als Altenpflegerinnen, Krankenschwester und in anderen Aufgaben ihre Frau stehen und die füreinander einstehen, sind sich sicher: Die Hilfe der vielen Menschen habe dafür gesorgt, dass die junge Witwe und ihre Kinder ihr Zuhause und damit ihr gewohntes Umfeld behalten können. „Dass ihnen nicht völlig der Boden unter den Füßen weggerissen wird.“

Das Travel-Keks-Team auf Tour

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Das Hilfsprojekt, an das sie im Nachhinein betrachtet sehr blauäugig herangegangen seien, hat die Freundinnen vielleicht sogar noch enger zusammengeschweißt. Bei den Teilnehmern der Rallye lief es nicht ganz so glatt. „In Stresssituationen zeigen sich die unterschiedlichen Charaktere, und man stellt fest, dass es vielleicht doch nicht so gut passt wie gedacht“, fasst es Frank Linse zusammen. Darum habe man sich irgendwann von zwei Leuten getrennt und sei eigene Wege gefahren. „Dafür hat sich uns ein anderes Paar angeschlossen, das alleine unterwegs war.“

Keine zweite BSC-Teilnahme der Travel-Kekse

Zur großen Herausforderung sei die BSC-Tour vor allem in Russland mit stundenlangen Kontrollen und unwegsamen Straßen geworden: „Alles wurde auseinander und genau unter die Lupe genommen.“ Zum Navi-, GPS- und Autobahnverbot gab es Schotterpisten statt richtiger Straßen und viel anstrengende Fahrerei bei knapper Zeit: „Das Auto hat durchgehalten, und es gab viele Erlebnisse. Aber noch einmal würden wir das wohl nicht machen“, resümiert Iris Linse. „Aber es gibt eine Rallye durch England, die klingt interessant . . .“

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