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Segeberg Nahe bereitet sich auf die Aufnahme von Flüchtlingen vor
Lokales Segeberg Nahe bereitet sich auf die Aufnahme von Flüchtlingen vor
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18:10 06.12.2014
Das Dörphus sieht auf den ersten Blick noch ganz okay aus. Doch Umbau und Sanierung sollen 450000 Euro kosten. Quelle: Spreer
Nahe

Noch muss die Gemeinde Nahe keine Flüchtlinge im Ort unterbringen. Das übernimmt noch die Gemeinde Itzstedt, mit der Nahe gemeinsam einen sogenannten ländlichen Zentralort bildet. Trotzdem wollen die Naher gewappnet sein, sollten auch sie Asylbewerber aufnehmen und unterbringen müssen. Aber wo? Das war eine Kernfrage, mit der sich die Gemeindevertreter am Donnerstagabend beschäftigt haben.

Die CDU hat dazu den Antrag gestellt, im Dörphus, das ohnehin saniert und teilweise umgebaut werden soll, eine Wohnung für eine oder zwei Flüchtlingsfamilien einzurichten. Dass der dafür notwendige Platz den Vereinen dann nicht mehr zur Verfügung stehen würde, sei zu verschmerzen. Dafür gebe es schließlich Gelegenheiten im Bürgerhaus. Doch der Antrag fand keine Mehrheit.

Dafür haben die SPD- und die WDN-Fraktionen einen Gegenvorschlag unterbreitet, der schließlich mehrheitlich angenommen wurde. Demzufolge ist vorgesehen, im Obergeschoss des Bauhofes eine Wohnung auszubauen. „Das ist besser als die Dörphus-Lösung“, begründete Bürgermeister Holger Fischer. Wie er den LN sagte, würden Flüchtlinge, die in das Dorfhaus einziehen würden, dort womöglich „am Pranger“ stehen. Es müsse damit gerechnet werden, dass man ihnen in irgendeiner Form anlaste, dass Vereine und Verbände diese Räume nicht mehr würden nutzen können. Diese möglichen Animositäten wolle man ihnen ersparen. Im Obergeschoss könnte eine etwa 100-Quadratmeter-Wohnung für gut 70000 Euro ausgebaut werden. Derzeit würden die Räume von Hobbygruppen genutzt. Das Erdgeschoss soll aber weiterhin von der Betreuten Grundschule genutzt werden.

Ein wichtiges Thema war auch das Familienzentrum, das im Dörphus entstehen soll. Gute Nachricht: Das Land gewährt einen 25000-Euro-Zuschuss pro Jahr. Das habe man aus dem Kreis-Jugendamt erfahren. Das Familienzentrum soll in der Trägerschaft des Kindergartens geführt werden, sagte Fischer. Es ist als eine erste Anlaufstelle für Eltern gedacht, die sehr niedrigschwellig angelegt werden soll. Im Familienzentrum sollen Eltern, Kinder und andere erste Beratungen in vielerlei Hinsicht in Anspruch nehmen können, um nicht gleich Behörden anlaufen zu müssen.

Dort könnten sich auch Selbsthilfegruppen bilden, Nachbarschaftshilfen organisiert, Kontakte geknüpft werden. In dem neuen Zentrum soll auch ein kleines Bürgermeisterbüro sowie ein Büro für eine Koordinierungsstelle und ein Raum für Elterngespräche eingerichtet werden. Natürlich seien auch eine Küche sowie behindertengerechte Sanitäranlagen vorgesehen. Außerdem sind Versammlungsräume und das Gemeindearchiv dort unterzubringen.

Die Umbau- und Sanierungskosten für das gesamte Dörphus mit etwa 300 Quadratmeter Nutzfläche werden auf 450000 Euro geschätzt. Das Vorhaben sei mit großer Mehrheit verabschiedet worden, berichtet Fischer. Der Planungsauftrag dafür ist von der Gemeindevertretung auch vergeben worden.

Die Flächennutzungsplanänderung in Bezug auf den vorgesehenen Aldi-Markt an der B 432 ist ausgelegt worden. Im kommenden Jahr soll der Baubeginn erfolgen. Allerdings müsste zuvor die Kreuzung mit Ampelanlage etwa auf Höhe des Lidl-Marktes gebaut werden. Die Räume des jetzigen Aldi-Geschäftes werden vom benachbarten Rewe-Markt übernommen.

„Flüchtlinge im Bauhofgebäude unter- zubringen ist besser als im Dörphus.“
Bürgermeister Holger Fischer

Christian Spreer

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