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Segeberg Politiker legen B-Plan Nelkenweg aufs Eis
Lokales Segeberg Politiker legen B-Plan Nelkenweg aufs Eis
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18:00 22.08.2019
Der Bauausschuss empfahl, den Bebauungsplan für die Brachfläche am Nelkenweg erst einmal ruhen zu lassen. Quelle: Glombik
Bad Segeberg

Der Acker am Nelkenweg kann weiterhin umgepflügt werden. Besser wäre es aber, dort eine bunte Blumenwiese anzulegen oder Getreide anzubauen. Es würde sich lohnen. So schnell werden auf dem Brachland keine Häuser gebaut werden. Denn wird Bebauungsplan 94 soll vorerst auf Eis gelegt werden. So empfiehlt es der Bauausschuss. Es musste wohl das letzte Fünkchen Hoffnung zerstoben sein, als einer der Investoren nach der Abstimmung den Bürgersaal verließ. Der CDU-Kompromiss-Vorschlag von 60 Wohneinheiten auf dem gesamten Platz war von den Eigentümern der beiden Teilflächen schon in Vorfeld-Gesprächen der Stadt ausgeschlossen worden.

Investoren denken an ihre Rendite

Die Wirtschaftlichkeit sei bei einer Bebauung mit Einfamilien- oder Doppelhäusern nicht mehr gegeben, hieß es zum Beispiel vom Eigentümer des nördlichen, kleineren Teil des Baugebietes, laut Protokoll. Er müsse auf seinem Teil mindestens zwei Mehrfamilienhäuser mit zwei Vollgeschossen zuzüglich Staffelgeschoss verwirklichen. Die Gebäudekörper müssten dabei jeweils die Maße von etwa 30 mal zwölf Metern haben. Joachim Wilken-Kebeck (SPD) zeigte sich enttäuscht. Wenn zum Beispiel der Investor im Norden „stur“ sei, „sind wir jetzt zu der Auffassung gekommen, dass alles so bleibt, wie es ist.“ Wilken-Kebeck: „Wir werden nicht für die Realisierung eines Bebauungsplanes plädieren, der dann mit Steuergeldern bezahlt wird“, aber später von den Grundeigentümern nicht umgesetzt werde. „Sehr misslich, dort werden jetzt leider keine Wohnungen gebaut.“

Anwohnerversammlung mit Investoren sei sinnlos

Michael Hintz (CDU) stellte klar, dass die CDU weiter wünsche, dass sich alle Beteiligten an einen Tisch setzten und in einer Anwohnerversammlung mit Mediator nach einer Lösung gesucht werde. Es bringe nichts, so teilte Bauamtsleiterin Antje Langethal mit, mit oder ohne Mediator, die Parteien, Anwohner und Investoren „aufeinanderprallen“ zu lassen. Eher würde das den Stress noch steigern. Auch für Wolfgang Tödt (BBS) schien so etwas „nur Aktionismus“ zu sein. Er plädierte auch für ein „Moratorium“. Ein Gesprächsforum mit Investoren wäre „vergebene Liebesmüh“. Wenn weiter an dem B-Plan gearbeitet werde, müsse irgendwann die Stadt die teure Erschließung bezahlen, warnte er. Den B-Plan sollte man auf Eis legen.

Mit Mehrheit stimmte der Ausschuss für das Ruhenlassen des Bebauungsplanes 94. Die CDU konnte sich nicht durchsetzen mit ihrem Wunsch für eine Anwohnerversammlung mit Mediator.

Spitzengespräch mit Landrat zum BBZ-Parkplatz

Unabhängig davon soll aber das Ziel einer Anbindung des großen Parkplatzes des Berufsbildungszentrum (BBZ) über die Burgfeldstraße weiterhin verfolgt werden. Schon um den Verkehr aus den umliegenden Wohngebieten herauszuhalten. Langethal kündigte hierzu ein Gespräch „auf Spitzenebene“ an – mit Bürgermeister und Landrat.

Von Wolfgang Glombik

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