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Segeberg Neue Wege bei der Straßensanierung
Lokales Segeberg Neue Wege bei der Straßensanierung
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20:29 06.05.2015
Eine Idee ist, die Fahrt in die Lornsenstraße von der „Oldesloer“ zu sperren. So soll der Durchgangsverkehr verhindert werden. Quelle: Fotos: Glombik
Bad Segeberg

Jeder dürfte sich an den jahrelangen Ärger mit der Sanierung der Bad Segeberger Dorfstraße erinnern. Die betroffenen Grundstückseigentümer wehrten sich, fühlten sich übergangen und zahlten erst nach vielen Protesten ihre Beiträge für den Umbau der Straße. „Das war alles sehr anstrengend, sehr aufwendig“, bilanzierte Robin-Arne Otten vom städtischen Bauamt danach. Die Stadt hat gelernt, will die Anleger der Lornsenstraße deswegen jetzt frühzeitig beteiligen. Einstimmig beschlossen die Stadtvertreter schon im August 2012, die Lornsenstraße nach der Kanalsanierung komplett auszubauen. Auch die Seitenstraße Am Wiesengrund sollte mit in die Planungen aufgenommen werden. Vorgestern fing die Umsetzung an.

Erster Termin im Rathaus. Etwa 80 Bürger, darunter viele ältere Anlieger, waren gekommen. Bauamtsleiterin Antje Langethal moderierte. Für Otten — das bestätigten den LN auch Anlieger — war es eine sachliche Diskussion, bei der die Anwohner aber auch deutlich ihre Interessen vertraten. Das Bauamt sei bewusst „mit einem weißen Blatt“ gekommen, wollte erst einmal nur zuhören, die Stimmung aufnehmen. Ausgangslage ist, dass die alten Kanäle marode sind, dass die Straße aufgerissen werden muss. Grundsatzfragen gehören deshalb geklärt: Pflaster oder Asphalt?

Otten: „Ich habe den Eindruck gewonnen, dass die Bürger ganz gut mit der Pflasterung leben können.“ Es gab den Wunsch, nicht nur die klassische Straße mit Gehweg und Fahrbahn zu planen. Neue Gehwege müssen nämlich 2,50 Meter breit sein, da blieben kaum drei bis vier Meter für die Fahrbahn übrig. Es sei auch von den Anliegern die Frage aufgeworfen worden, ob man nicht eine „unechte Einbahnstraße

einrichten könne. Danach dürfte kein Autofahrer von der Oldesloer Straße aus in die Lornsenstraße hineinfahren. Das sei nur von der Straße Am Weinhof möglich. Aber Anlieger dürften innerhalb ihrer Straße die Fahrtrichtung wählen. Vorteil: Die Straße könne nicht mehr als Schleichweg benutzt werden. Über diese „Raser“ klagen die Anlieger besonders. Eine Tendenz sei auch da, die Straße als „Shared Space“, als gemeinsam genutzten Raum anzulegen, eine konsequente Form der Verkehrsberuhigung. „Dann können wir das Tempo-30-Schild so lassen und bekommen keinen Ärger mit der Kreisverkehrsaufsicht“, sagt Otten.

Über Geld, die Straßenausbaubeiträge, wollte man seitens der Stadt noch nicht sprechen. Die Beiträge betragen laut Satzung bei Anliegerstraßen 85 Prozent und bei Haupterschließungsstraßen 60 Prozent.

Die Anlieger möchten den günstigeren Beitrag für eine Durchgangsstraße bezahlen, um eine Anliegerstraße zu bekommen, das gehe nicht, so Otten. Er kündigte an, dass nach den Sommerferien erste Pläne vorgelegt werden.

Wolfgang Glombik

„Formal alles richtig, trotzdem alles falsch.“Oder: „Zum Entzünden von Motivkerzen besteht kein Anlass.“ Oder: „Wir alle hängen an den Zitzen des Sozialstaates.“ ...

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