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Segeberg Neuer Bienenlehrpfad in Sülfeld
Lokales Segeberg Neuer Bienenlehrpfad in Sülfeld
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14:15 09.10.2019
Gemeinsam haben Dietmar Rhode, Ulrich Bärwald, Jens Steinhagen, Frank Kriebel und Initiator Holger Redelin (v. li.) die Schautafeln des Bienenlehrpfades gesetzt. Quelle: hfr
Sülfeld

Die Gemeinde Sülfeld wandelt weiter auf den Pfaden der Honigbienen: Nach den bienenfreundlichen Blühflächen, die im ganzen Gemeindegebiet verteilt sind, ist nun mit finanzieller Unterstützung der Aktivregion Alsterland ein Bienenlehrpfad fertiggestellt worden. Dieser schlängelt sich mit 24 Schautafeln entlang der ehemaligen Bahntrasse, dem Radwanderweg von Henstedt-Ulzburg nach Bad Oldesloe sowie durch die frei zugängliche, öffentliche Parkanlage „Wischhof“ in der Ortsmitte.

Die Idee eines Bienenlehrpfades hatte Holger Redelin, der in Sülfeld mehrere Bienenvölker betreut und es sich zur Aufgabe gemacht hat, Erwachsene, Jugendliche und Kinder auf die Bedeutung der Biene für das Ökosystem aufmerksam zu machen. Unterstützung für seine Idee fand er im Imkerverein Bargfeld-Stegen und Umgebung sowie beim Landesimkerverein Schleswig-Holstein und bei Sülfelds Bürgermeister Karlheinz Wegner, der innerhalb kürzester Zeit Flächen in der Gemeinde ausfindig machte und für den Bienenlehrpfad zur Verfügung stellen konnte.

Vier Hektar neue Bienenwiesen

Eine „Bienen-Offensive“ kündigte auch die Schleswig-Holstein Netz AG (SH Netz) an. Der Netzbetreiber will auf seinen Liegenschaften landesweit etwa 40 000 Quadratmeter Bienenweiden schaffen, teilte das Unternehmen jetzt mit. Dafür würden rund 100 000 Euro investiert. Im Kreis Stormarn habe man bienenfreundliches Saatgut in den vergangenen Wochen bereits am Umspannwerk Ahrensburg-Nord aufgebracht, im Kreis Segeberg soll das Gleiche am Umspannwerk Bahrenkrug in Norderstedt passieren. Weitere Flächen in beiden Kreisen sollen innerhalb der kommenden Jahre folgen. Geplant sind in Stormarn 3600 Quadratmeter, in Segeberg 1500 Quadratmeter Bienenwiese.

Die Grundstücke rund um die technischen Anlagen eigneten sich für die Schaffung von bienenfreundlichen Blumenwiesen besonders gut, erklärt Gerhard Petersen, technischer Leiter für den Kreis Segeberg bei SH Netz. „Die Flächen werden bisher nicht weiter genutzt und sind auch wenig frequentiert. Die Blumen können dort gut wachsen und die Bienen ungestört auf Nahrungssuche gehen.“

Für Schleswig-Holstein als landwirtschaftlich starke Region sei der Schutz der Bienen von großer Bedeutung, so Petersen. „Sie übernehmen die Bestäubung unserer Nutzpflanzen, wie beispielsweise Obstbäume oder Raps. Uns ist es deshalb ein besonderes Anliegen, unseren Teil zum Erhalt der Bienen beizutragen.“

Aktivregion übernahm den Löwenanteil der Kosten

Von der Idee zum fertigen Produkt war es jedoch ein langer Weg, den die Sülfelder Initiatoren gemeinsam hinter sich gebracht haben. Die Aktivregion Alsterland bewilligte 80 Prozent der Kosten in Höhe von rund 5 000 Euro aus europäischen Fördermitteln, ein örtlicher Handwerker fertigte die Stelltafeln, die Info-Tafeln dazu kamen vom Deutschen Imkerbund.

Vor wenigen Tagen wurde der Bienenlehrpfad in der Gemeinde Sülfeld fertiggestellt. Die Aktion ist ganz nach dem Geschmack von Ulrich Bärwald, der nicht nur ehrenamtlich in der Aktivregion Alsterland mitarbeitet, sondern mit Schaufel und Spaten mitgeholfen hat, den Schautafeln einen Standort zu sichern, der gut frequentiert wird. Bärwald: „Jeder weiß, wie wichtig die Bienen im Zusammenwirken von Natur und Mensch zur Schaffung des ökologischen Gleichgewichts sind. Dennoch wird viel zu wenig getan, um den massiven Rückgang der Bienenpopulation in den heimischen Gärten und Anlagen einzuschränken oder gar zu verhindern.“

Von Petra Dreu

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