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Segeberg Neuer Verein Jugendcafé Bad Segeberg gegründet
Lokales Segeberg Neuer Verein Jugendcafé Bad Segeberg gegründet
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05:24 24.05.2019
Am 22. Mai hat sich der neue Verein Jugendcafé Bad Segeberg gegründet. Quelle: hfr
Bad Segeberg

Jetzt ist die Jugend dran. Wie soll das Café in der Kirchstraße aussehen? Wie soll es heißen? Und was wird ab Sommer im Angebot sein? Am Mittwochabend ist der Verein Jugendcafé Bad Segeberg gegründet worden. Am Freitag wird die Satzung besprochen und das rechtliche Prozedere auf den Weg gebracht. „Damit ist unser Job erst mal getan“, sagt Udo Nickel vom neuen Vorstand.

Schlüsselübergabe ist Anfang Juni

„Uns“ bezieht sich auf die Erwachsenen, die Struktur, die Formalitäten. Jetzt ist die Kreativität der jungen Leute gefragt. Am 1. Juni werden die Schlüssel für die Räumlichkeiten übergeben. Der erste Monat bleibt sogar mietfrei, damit die Mädchen und Jungs schon mal tätig werden können. Ab Juli könnte dann schon alles so weit sein, damit der Betrieb aufgenommen werden kann. Ein Termin für die Eröffnung steht aber noch nicht fest.

Das Jugendcafé könnte auch eine kleine Terrasse bestücken. Quelle: Wolfgang Glombik

Zeit und Raum für Kreativität

„Wir wollen den jungen Leuten auch Zeit geben, kreativ zu werden“, sagt Nickel. Und das wollen sie auch. „Sie haben klar gesagt, dass sie sich freuen und dankbar sind.“ Vor allem auch darüber, dass sie diesmal keine Kompromisse eingehen müssen. Es soll ein Café nur für die Jugend werden.

„Sie mussten jahrelang ihre Dinge teilen. Das ist auch in Ordnung für sie. Aber es ist auch an der Zeit, dass sie irgendwo nur unter sich sein können. Wir sehen doch, was in der Stadt passiert. Sie haben ja nichts, wo sollen sie auch hin?“

Mitglied werden

Der TrägervereinJugendcafé Bad Segeberg“ hat jetzt 15 Mitglieder. Neue sind willkommen. Zwölf Euro kostet der Mitgliedsbeitrag pro Jahr.

Der Vorstand des Vereins besteht aus: Marian Kaletsch (Beisitzer), Fridtjof Heins (Vorsitzender), Birgit Grelck (Beisitzer), Hellena-Mercede Wagemann (Beisitzer), Udo Nickel (Beisitzer), Julia Gau (Kassenwartin), Jochim Hollmann (2. Vorsitzender) und Henning Vollert (Beisitzer).

Genauer betrachtet sieht es für die Altersgruppe so aus: Das Jugendcafé am Markt (Jam) ist auch Anlaufstelle für die Flüchtlingshilfe, den Jugendtreff im Seminarweg/Alte Feuerwache gibt es nicht mehr. Genauso wenig das 2012 abgerissene autonome Jugendzentrum Hotel am Kalkberg (Hak). Das Jugendzentrum Mühle ist auch Begegnungs- und Kindertagesstätte. Unbeobachtet sieht jedenfalls anders aus.

Jugend arbeitet bereits am Konzept

Alle Jugendlichen aus der Stadt und der Umgebung sind nun aufgerufen, sich im neuen Café mitten in der City einzubringen. Laut Jugendprojektleiter Thomas Minnerop sind Vertreter des Kinder- und Jugendbeirats sowie die Stadtschülervertretung bereits dabei, am Konzept zu feilen. Ihm ist wichtig, dass das Café möglichst an jedem Wochentag geöffnet ist.

„Sicher wird es nicht immer ohne Konflikte gehen, aber dafür sind wir auf Stand-by und schauen immer mal vorbei im Café“, sagt Udo Nickel. „Die Jugendlichen sind zwar unter sich, aber können dort nicht machen, was sie wollen. Es gibt zum Beispiel Hygiene-Regeln zu beachten und entsprechende Lehrgänge beim Gesundheitsamt zu besuchen.“

Erste Mieten werden privat vorgeschossen

Für die Macher im Hintergrund ist es erst mal wichtig, dass es losgeht. Deshalb werden die ersten Mieten auch privat vorgeschossen. Henning Vollert, Jochim Hollmann und Udo Nickel wollen das Geld vorstrecken. Bestenfalls bekommen sie es über den Verein später wieder herein. „Das wird schon klappen. Das Risiko ist überschaubar“, sagt Nickel.

Der Verein möchte sich damit nicht nur an die Stadt wenden. Bei der Aktivregion Holsteins Herz könnten Fördermittel beantragt werden. Und noch ein paar andere Stiftungen und Töpfe seien laut Vorstand in der Pipeline, doch noch ist noch nichts spruchreif.

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