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Segeberg Neues Baugebiet geht in die zweite Runde
Lokales Segeberg Neues Baugebiet geht in die zweite Runde
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18:03 22.03.2019
Bürgermeister Dietrich Herms (l.) ernannte Olaf Harm zum stellvertretenden Wehrführer. Quelle: Petra Dreu
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Klein Rönnau

Nach dem Bürgerentscheid im vergangenen Jahr, bei dem sich die Klein Rönnauer mehrheitlich für das Baugebiet angrenzend an die Grundstücke Chausseebaum 6 bis 22 ausgesprochen hatten, geht der Bebauungsplan Nr. 12 in die zweite Runde. Einstimmig fassten die Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am Mittwoch den erneuten Entwurfs- und Auslegungsbeschluss.

Seit fast drei Jahren ist das Baugebiet Thema in der Klein Rönnauer Gemeindevertretung. Anwohner der Häuser Chausseebaum 18 bis 22 störten sich vor allem daran, dass die einzige Zuwegung zu den damals 52 geplanten Grundstücken zwischen ihren Häusern erfolgen sollte. Quasi in allerletzter Minute der Auslegungsfrist strengten sie einen Bürgerentscheid an, über den die Klein Rönnauer jedoch nicht in ihrem Sinne abgestimmt haben.

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Drei Meter hoher Sichtschutz zum Redder

Nach weiteren Auflagen der Unteren Naturschutzbehörde und einem Lichtgutachten wurde die ursprüngliche Planung wie folgt geändert: Zum Schutz der lichtempfindlichen Fledermäuse hat Planer Stephan Gosch ein drei Meter hohe Sichtschutzwand zum Redder eingeplant und den Grünstreifen auf zehn Meter vergrößert. Das Baugebiet selbst wird mit einem Doppelknick umrandet. Alle Maßnahmen verschlingen Fläche. Deshalb wurde die Anzahl der Bauplätze von 52 auf 48 reduziert und die Mindestgröße der Grundstücke von 600 auf 570 Quadratmeter verkleinert.

Der bereits vorhandene Knick soll als Baustellenzufahrt zunächst offenbleiben. „Das ist mit den Fledermausexperten abgesprochen“, sagte Gosch, der zudem ein Monitoring ankündigte, um die Funktionalität der zusätzlichen Maßnahmen zu dokumentieren. Grundstückseigentümer und Gemeindevertreter Falko Mumme hofft, die zahlreichen Bauinteressenten nicht weiter vertrösten zu müssen.

Gemeindevertreter brachten Haushalt auf den Weg

Einstimmig brachten die Gemeindevertreter den Haushalt 2019 auf den Weg. Die größten Einzelmaßnahmen: Sanierung des Wiesengrunds (250 000 Euro), Zuschuss zur Sanierung des Kunstrasen-und Trainingsplatzes (82 000 Euro), Außentoiletten am Sportplatz (38 000 Euro), Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED (40 000 Euro) und neue Tische und Stühle für das Haus Rönnau (15 000 Euro). Die Hebesätze verbleiben unverändert bei 300 Prozent (Grundsteuern A und B) sowie 325 Prozent bei der Gewerbesteuer. „Nächstes Jahr kommen wir um eine Erhöhung nicht herum“, kündigte der Finanzausschuss-Vorsitzende Manfred Vogt an.

Bürgermeister Dietrich Herms ernannte Olaf Harm erneut zum stellvertretenden Wehrführer. Auf der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Klein Rönnau war Harm mit 100 Prozent in seine zweite Amtsperiode gewählt worden.

Petra Dreu

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