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Segeberg Neues Winkler-Heft über verdienten Segeberger
Lokales Segeberg Neues Winkler-Heft über verdienten Segeberger
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19:00 16.09.2019
Axel Winkler (li.) und Kai Gräper von der Sparkasse Südholstein,am Grabstein des Ehrenbürgers von Rosen. Quelle: Foto: WGL
Bad Segeberg

Ihm hat auch das heutige Bad Segeberg noch viel zu verdanken: Wilhelm Ludwig von Rosen (1788 bis 1853), langjähriger Amtmann des Kreises, wohnte und arbeitete im heutigen Haus Segeberg, er war der Vertreter des dänischen Königs vor Ort. In seiner Zeit erlebte das Städtchen Segeberg eine Blüte. Von Rosen wurde der erste Segeberger Ehrenbürger. Dieser historischen Größe hat sich jetzt der Stadthistoriker Axel Winkler angenommen und ein Heft als „Lebensskizze“ von Carl Wilhelm Ludwig von Rosen herausgegeben.

Carl Wilhelm Ludwig von Rosen war ein ganz Großer. Doch seine Beerdigung 1853 war sehr bescheiden. Kein Staatsbegräbnis, sehr heimlich war es, berichtet Winkler. Denn von Rosen hatte sich auf einer Dänemark-Reise die Cholera geholt und wurde vor seinem Tod in Segeberg in strenger Quarantäne gehalten.

Grabstein von Amtmann von Rosen ist wieder frei geschnitten. Quelle: Glombik

Majestäten gingen bei

der Familie ein und aus

Hans-Werner Baurycza habe die Idee zu der Reihe über Segeberger Familiengeschichten gehabt, plaudert Axel Winkler. Nach dem verdienten Sozialdemokraten Gustav Böhm habe er sich jetzt im neuen Heft Wilhelm von Rosen gewidmet. Es gebe über ihn eher wenig Material, aber immerhin fand er im Kreisarchiv eine großen Familienbericht, von Angehörigen geschrieben.

Von Rosen hatte eine hochgebildete, mehrere Fremdsprachen sprechende Ehefrau Marie Sophie, die zwölf Kinder gebar. Die Majestäten gingen bei der Familie ein und aus. Die dänischen Könige haben in seinem Amtshaus übernachtet, so Winkler. Wer sich mit von Rosen und dem damaligen Segeberger Bürgermeister Esmarch beschäftigt, muss zwangsläufig auch in die hochkomplizierte Geschichte Schleswig-Holsteins einsteigen. So kämpften zwei Söhne des Amtsmanns von Rosen, der eine auf dänischer der andere auf schleswig-holsteinischer Seite. Dieser Krieg ging quer durch die Familien.

Ehrenbürger Wilhelm von Rosen. Quelle: Archiv Postel

Mit Esmarch gemeinsam

die Stadt nach vorn gebracht

Von Rosen brachte zusammen mit Esmarch die Stadt nach vorn. Es waren 30 prächtige Jahre für Segeberg. Die Sparkasse wurde gegründet, man holte in die Kleinstadt Bad Segeberg das Lehrerseminar. Das Rathaus wurde errichtet. Bad Segeberg erlebte Mitte des 19. Jahrhunderts eine kulturelle Blüte.

Das alles kann man in der verständlich geschriebenen Schrift von Axel nun Winkler nachlesen. Für die Druckkosten musste der Autor nicht aufkommen, die übernahm die Sparkasse Südholstein. Trotzdem möchte Winkler das Heft gegen einen Unkostenbeitrag von drei Euro abgeben. Der Erlös geht auf ein Spendenkonto der Sparkasse. Das Geld soll Kirche und Stadt bei der Pflege erhaltenswerter Grabsteine und Gedenkstätten helfen.

  Der kirchliche Friedhof habe zum Beispiel gar nicht mehr das Personal, um alte Grabstätten zu pflegen, berichtet Winkler. So war, wie berichtet, des Grabstein des 1934 nach Naziterror durch Selbstmord gestorbene Emil Selig – wie berichtet – entfernt und geschreddert worden.

Grabstein frei geschnitten

und gesäubert

Auch der Grabstein des ersten Ehrenbürgers der Stadt Wilhelm von Rosen sei im Sommer restlos zugewuchert gewesen. Inzwischen ist er vom Friedhofsgärtner frei geschnitten und gesäubert. Hier möchte Winkler mit Spendengeldern helfen, die alten Grabstätten zu erhalten. „Wir wollen mit den drei Euro pro Heft ein Signal für bürgerliches Engagement setzen.“

Die Hefte über den Wilhelm von Rosen – Amtmann und Ehrenbürger – gibt es in der Geschäftsstelle der Lübecker Nachrichten/Basses Blatt. Außerdem in der Sparkasse, der Bücherei am Markt und im Druckwerk sind sie zu haben. Zusätzlich auch in der „Tabakbörse“, in der Fußgängerzone.

Von Wolfgang Glombik

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