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Segeberg Noch teurer: Segebergs neues Kreishaus soll 25,5 Millionen Euro kosten
Lokales Segeberg Noch teurer: Segebergs neues Kreishaus soll 25,5 Millionen Euro kosten
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20:00 25.02.2019
Das wird Glanz in das Bad Segeberger Gewerbegebiet an der Rosenstraße bringen: So wird sich das neue Kreishaus präsentieren. Quelle: Architektenbüro
Bad Segeberg

 Fast kann einem Angst und Bange um die Finanzen des Kreises werden, wenn man die neuesten Zahlen zum geplanten Neubau des Kreises Segeberg auf dem Grundstück Rosenstraße 28 in Bad Segeberg sieht: So soll das Neubauvorhaben, ein dreigeschossiges Bürogebäude mit vollständiger Unterkellerung, jetzt statt der vor einem Jahr noch geplanten 18 Millionen Euro über 25,5 Millionen Euro kosten. Das ist einer Verwaltungsvorlage für die kommenden Ausschusssitzungen zu entnehmen. In der neuen Kostenaufstellung sind jetzt auch befürchtete Kostensteigerungen für 2020 enthalten.

Statt der ursprünglich geplanten 157 Arbeitsplätze sollen im hufeisenförmig angelegten Gebäudekomplex mit Innenhof und großzügig gestalteten Außenanlagen jetzt gar maximal 174 Büroarbeitsplätze entstehen. Die Kostendifferenz von einigen Millionen Euro resultiert unter anderem aus dem Flächenzuwachs des geplanten Gebäudes von nun 5600 Quadratmetern gegenüber früher noch vorgesehenen 4900 Quadratmetern.

Ein Grund dafür ist auch ein geplantes Mitarbeiter-Restaurant mit Vollküche und den damit verbundenen Flächen für technische Anlagen. Ob ein derartiges neues Restaurant überhaupt notwendig sei, werde sicher noch in den politischen Gremien diskutiert, sagt der erste stellvertretende Landrat und Fraktionsvorsitzende der CDU, Kurt Barkowsky. Seine Fraktion habe sich mit den neuen Zahlen und Planungen noch gar nicht befasst. Tatsächlich beherbergt der Kreis schon in seinem Altbau an der Hamburger Straße eine Mitarbeiter-Kantine.

Anbindung des Kreishauses noch unklar

Für Autos gibt es reichlich Platz auf dem Gelände des neuen Kreishauses, aber immerhin: Laut Planzeichnung ist ein halber Auto-Stellplatz für Dienstfahrräder der Kreisbehörde vorgesehen. Welchen Stellenwert diese Drahtesel haben, zeigt sich am Standort: Sie stehen direkt neben dem Müllbehälter. Dass immer mehr Mitarbeiter der Kreisverwaltung mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen, ist auf dem Grundriss des 25-Millionen-Euro-Vorhabens nicht ablesbar. Da ist höchstens zu erahnen, wo noch ein Plätzchen für parkende Räder sein könnte.

Bei Durchsicht der Planunterlagen hat man den Eindruck, dass das Auto mehr als dominiert, schon wegen der üppigen Quote von 0,7 Stellplätzen pro Büroarbeitsplatz plus 15 Besucherparkplätze. Da wird sogar ein Leitsystem mit Pfeilen für Autofahrer notwendig. Kurt Barkowsky , CDU-Fraktionsvorsitzender im Kreistag, fordert: „Bei mir zu Hause in Kaltenkirchen hat man durch Änderung der Satzung festgeschrieben, dass Fahrradstellplätze im Bebauungsplan enthalten sein müssen. Ich hoffe, dass das auch für Bad Segeberg gilt.“

Auch bei der Anbindung zum Öffentlichen Nahverkehr scheint es Nachholbedarf zu geben. Die Rosenstraße müsse an den Öffentlichen Nahverkehr angebunden werden, fordert Barkowsky. Da die Busverkehre bald neu ausgeschrieben werden, sei es klar, dass der Stadtbus auch durch das Gewerbegebiet geführt werden müsse. Wie berichtet, wird der Kreis die Trägerschaft und damit auch die Finanzierung des Bad Segeberger Stadtbusses übernehmen.

Kurt Barkowsky: „Klar sind 25 Millionen Euro ein Haufen Geld.“ Aber auch bei anderen Verwaltungen werde in ähnlichen Größenordnungen angebaut, weil für die wachsende Mitarbeiterzahl neue Arbeitsplätze eingerichtet werden müssten. Sicher sei, dass die Kreisverwaltung unbedingt Büros benötige, zumal das Personal ständig wachse.

In dem neuen Gebäude seien auch Fraktionsräume vorgesehen, sagt Barkowsky. „Wir brauchen jetzt für die Verwaltung dringend ein neues Gebäude, schon damit das alte Kreishaus renoviert werden kann.“ Zurzeit sei die Verwaltung „regelrecht zerrissen“. Teile der Behörden seien zur Miete auf dem Gelände des Levo-Parks untergebracht. Das könne doch kein Dauerzustand sein. Jetzt müsse geprüft werden, in welcher Größenordnung das neue Verwaltungsgebäude entstehen solle. Es helfe ja nicht, immer neue Außenstellen einzurichten und anzumieten, gibt Barkowsky zu bedenken.

Tatsächlich könnte das neue Bürogebäude der alten Kreisverwaltung an der Hamburger Straße – auch was Attraktivität angeht – den Rang ablaufen. Geplant sind auf dem 8457 Quadratmeter großen Grundstück, auf dem jetzt noch alte Baracken und Garagen stehen, für die Kreiskollegen auch eine weitläufige Freianlage mit Teichfläche und Terrasse vor dem Mitarbeiter-Restaurant.

Zudem müssen sich die Kreismitarbeiter nicht um Parkplätze sorgen. 127 Stellflächen für Autos stehen zur Verfügung. Ursprünglich waren nur um die 70 geplant gewesen. Doch die vorgeschriebene Anzahl war im Bauleitverfahren ausgerechnet auf Betreiben der Grünen in der Bad Segeberger Stadtvertretung mächtig aufgestockt worden.

Wolfgang Glombik

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