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Segeberg Viel Lob für die gute Stube
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22:23 03.09.2018
Besonders der große Spielbereich vor der Marienkirche kam bei Eltern und Kindern gut an. Quelle: Petra Dreu
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Bad Segeberg

So vielfältig ist Bad Segeberg: 50 Vereine und Aussteller vom Wege-Zweckverband bis zum Lions-Club, 32 gastronomische Stände vom eisgekühlten Cocktail bis zum überaus kreativen Designer-Burger, elf Künstler, die ihre Arbeiten direkt am Segeberger See präsentierten, und 140 Flohmarktstände mit Schnäppchen vom gusseisernen Fleischwolf bis hin zum Barbie-Puppenhaus sorgten am vergangenen Wochenende für eine volle Innenstadt.

Der Aufschrei war groß, als sich im vergangenen Jahr niemand fand, der das jährliche Stadtfest organisieren wollte. Hätte der Kreisfeuerwehrverband seinerzeit nicht sein 125-jährige Bestehen mit einem Blaulichttag gefeiert, hätte es gar kein Fest für die Segeberger gegeben. Noch einmal sollte sich eine solche Schmach nicht wiederholen. Entsprechend froh waren sowohl Aussteller, Geschäftsleute und die Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung, als sich mit Ingo Micheel ein professioneller Eventveranstalter an die Organisation des Stadtfestes herangewagt hatte.

Mit der Ankündigung eines „neuen Stadtfestes“ hatte Micheel nicht zu viel versprochen. Besonders Eltern mit Kindern waren von dem vielfältigen Angebot mit Riesenrutsche und Klett-Ball begeistert. Egal, ob kleine oder große Kinder: An alle hatten Ingo Micheel und die Mitarbeiter vom Kinderschutzbund und der Kirchengemeinde gedacht. „Das war eine hervorragende Zusammenarbeit“, freute sich der Veranstalter.

Auch das Bühnenprogramm sowie das Straßentheater und auch die gastronomischen Angebote ließen nur wenige Wünsche offen. In der Fußgängerzone und unten an der Promenade konnten sich die Besucher sogar Burger mit der Bezeichnung „Schwiegermutter de luxe mit Ziegenkäase“ schmecken lassen. Iris Tischler aus Trappenkamp ließ sich inmitten der kleinen „Künstlerkolonie“ an der Seepromenade die „Schwiegermutter“ schmecken und war begeistert.

Begeistert waren auch die Lions, für die die Tombola auf dem Stadtfest die größte Einnahmequelle für alle wohltätigen Projekte ist. Bereits um 14.30 Uhr waren am Sonntag alle 16000 Lose verkauft, denen 4000 Preise vom Kugelschreiber bis zum Auto gegenüberstanden. Die Hauptpreise haben gewonnen: Regina Otto-Gerull (Renault Twingo), Reinhard Land (Gartenhaus), Georg Lehmann (LED-Fernseher), Liane Bolt (Samsung Galaxy S 9) und Desiree Hepp (Go-Pro-Kamera).

Ob es im nächsten Jahr wieder ein „neues“ Stadtfest geben wird, ließ Ingo Micheel am Montag noch offen. „Ich muss zuerst durchatmen. Der Wille ist da, hängt aber von dem Wohlwollen der Sponsoren ab.“

Petra Dreu