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Segeberg Spassmakers auf dem Campingplatz
Lokales Segeberg Spassmakers auf dem Campingplatz
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19:00 27.01.2019
Die Akteure des diesjährigen Stücks: Ute Karbe, Uwe Karbe, Volker Schnack, Rabea Stark, Malte Gienow, Anna Bohn, Kirsten Stark, Ingrid Colberg, Benjamin Balzer und Dörte Rehberg (v. li.). Quelle: Petra Dreu
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Wakendorf I

Zwei Familien auf einem Campingplatz, die unterschiedlicher kaum sein können: Die eine verkörpert sämtliche Klischees, die Campern anhaften. Die andere dagegen ist etepetete, überheblich und dass sie in einem Wohnwagen übernachten muss, ist absolut unter ihrem Niveau. „Rabatz op den Campingplatz“ von Carl Slotboom heißt das neue Stück der „Wakendörper Spassmakers“, mit dem sie vom 8. bis 17. Februar einen Angriff auf die Lachmuskeln ihrer Zuschauer unternehmen wollen.

Die Finks, eine gut situierte Familie, bestehend aus Vater Georg (Uwe Karbe), Mutter Mathilde (Kirsten Stark), Tochter Carola (Anna Bohn) und Oma Illa (Ingrid Colberg), hat in einem Preisrätsel eine Woche in der Lüneburger Heide gewonnen. Einen Haken hat der Preisgewinn: Untergebracht werden sie Funks nicht etwa in einem Luxushotel, sondern in einem Wohnwagen auf einem Campingplatz. Das Camperleben war bislang jenseits jeder Vorstellungskraft für Familie Fink, die mit Anpassungsschwierigkeiten zu kämpfen hat. So sehr, dass Oma Ille sich sogar weigerte, überhaupt einen Fuß über die Schwelle des Wohnwagens zu setzten. Erst durch einen Platzregen gibt sie ihre Verweigerungshaltung auf.

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Zeichnen das Klischee einer typischen Camper-Familie: Volker Schnack, Rabea Stark und Theater-Neuling Benjamin Balzer (v. li.). Quelle: Petra Dreu

Direkt gegenüber steht der Wohnwagen der Familie Bruns, Dauercamper wie sie im Buche stehen. Volker Schnack hat dabei eine Paraderolle übernommen: Vater Theodor, genannt Tetsche. Sein liebstes Kleidungsstück ist die Jogginghose, er ist mit Tattoos übersät, trägt wie zu Jugendzeiten „Vokuhila“, eine göttliche Haarpracht vorne kurz, hinten lang. Und die Kanne Bier vor seine Nase bleibt nicht lange voll, leer darf sie aber auch nicht sein. Für Nachschub sorgt Gattin Trudi (Rabea Stark). Sohn Jan (Benjamin Balzer) ist bereits bei seinem Vater in die Lehre gegangen und eifert ihm in allen Eigenschaften nach. Wenn zwei so unterschiedliche Familien aufeinandertreffen, ist Ärger programmiert, den dann auch Platzwart Michael Tamm nicht unbedingt schlichten kann. In seine Rolle ist Malte Gienow geschlüpft, der zusammen mit Benjamin Balzer zum ersten Mal auf einer plattdeutschen Bühne steht.

Bei keinem anderen Stück der „Wakendörper Spassmakers“ war das Bühnenbild so aufwendig und gelungen wie bei „Rabatz op den Campingplatz“. Zwei Wohnwagen haben die Schauspieler mit Unterstützung von Jan Broers und Jürgen Colberg entworfen und gebaut. Eine Fototapete gibt der Kulisse Tiefe und erweckt den Eindruck, die Wohnwagen würden mitten im Wald stehen. Leider gibt es viele Leidtragende des Kulissenbaus: die Geschendorfer. Für sie nämlich hatten die Spassmakers immer eine Vorstellung im „Lindenhof“ eingeplant. Diese fällt in diesem Jahr flach, weil der Ab- und Aufbau zu viel Zeit und Kraft in Anspruch nehmen.

Die Aufführungen

Fünf Vorstellungen geben die „Wakendörper Spassmakers“ im Dorfgemeinschaftshaus von Wakendorf I. Diese finden am 8., 9., und 16. Februar um jeweils 19.30 Uhr, sowie am 10. und 17. Februar um 16 Uhr statt. Tickets sind für sechs Euro im Laden des Kartoffelhofes Burmeister und an der Abendkasse zu haben.

Petra Dreu