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Segeberg Neues Zeitalter für Sülfelds Jugendarbeit
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14:49 16.03.2019
Alina Pagel ist die neue Jugendpflegerin. Sie öffnet am 18. März erstmals die Tür des Jugendtreffs. Quelle: Petra Dreu
Sülfeld

Kein W-Lan und ein offen ausgetragenes Zerwürfnis mit der Gemeinde: Lautstark hatte der langjährige Jugendpfleger Olaf Köppen Ende des letzten Jahres um die Aufhebung seines Arbeitsvertrages gebeten. Die LN berichteten. Nun hofft Bürgermeister Karlheinz Wegner auf einen Neuanfang in der Jugendarbeit und ist sicher, mit der 25-jährigen Pädagogin Alina Pagel einen Goldfisch an Land gezogen zu haben. An diesem Montag, 18. März, ist ihr erster Arbeitstag.

„Eine Bessere hätten wir gar nicht finden können“, ist Karlheinz Wegner überzeugt. „Sie ist jung, nah an der Jugend dran, kommt aus der Region und viele kennen sie bereits.“ Dreimal hat die junge Frau zuerst mit Schülern aus Nahe, beim zweiten Mal mit Schülern aus Sülfeld und zuletzt mit Kindern und Jugendlichen aus dem gesamten Amt Itzstedt beim Demokratieprojekt „Schule und Kommunalpolitik“ in der Jugendakademie Bad Segeberg gearbeitet, in der sie während ihres Studiums gejobbt hat.

Aufgewachsen ist Alina Pagel, die erst vor wenigen Wochen ihre Masterarbeit im Fach Pädagogik abgegeben hat und noch auf das Ergebnis wartet, in Schackendorf. Inzwischen wohnt sie mit ihrem Freund in Bad Segeberg. Sie ist eine Sportskanone, hat viel Tennis und Volleyball gespielt und liebt alles, was mit Musik zu tun hat. Sie tanzt und kocht gerne und freut sich auf die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen in Nahe und Sülfeld.

31 Wochenstunden Schulsozial- und Jugendarbeit

Wie schon ihr Vorgänger ist sie als Schulsozialarbeiterin mit 13 Wochenstunden für die Gemeinschaftsschule tätig. Weitere 18 Stunden ist sie für die Kinder und Jugendlichen des Sülfelder Jugendclubs da. Gänzlich festgezurrt ist das Stundenvolumen nicht. „Es gibt die Option, das Kontingent auf eine ganze Stelle zu erhöhen, aber jetzt am Anfang passt es mit 31 Stunden in der Woche ganz gut“, sagt Alina Pagel.

Programm und Öffnungszeiten

Die Öffnungszeiten des vorübergehenden Jugendclubs in der Alten Schule von Sülfeld ist montags, dienstags, mittwochs und freitags von 14.15 bis 19 Uhr geöffnet. Donnerstags öffnet der Jugendclub ein Mal für ein Special-Event.

Die nächsten Termine:

18. März, ab 16 Uhr: Kennenlernen und Planung der Gestaltung der neuen Räume

19. März, ab 15 Uhr: Streichen der neuen Räume

21. März, ab 16 Uhr: Gardinen färben

22. März, ab 15 Uhr: Sofas richten, Technik anschließen, Dekorieren

25. März, ab 16 Uhr: Planung des zukünftigen Programms

26. März, ab 16 Uhr: Boss & Arsch (Kartenspiel-Turnier)

27. März, ab 15.30 Uhr: Tischkicker-Turnier

29. März, ab 15.30 Uhr: Poker-Runde

 

Bei ihrer Arbeit lässt ihr die Gemeinde freie Hand. Wegen der Bauarbeiten am Kindergarten musste Sülfelds Jugend kurzfristig das Jugendhaus räumen, weil dort vorübergehend Kindergartenkinder einquartiert werden mussten. Übergangsweise sind deshalb zwei ehemalige Klassenräume in der Alten Schule das neue Domizil für die Jugendarbeit. „Die Bauarbeiten am Kindergarten haben bereits begonnen. Spätestens im September wird der Jugendclub wieder zurück ins Jugendhaus ziehen können“, sagt der Bürgermeister.

Jugend soll sich wohlfühlen

Auch wenn der Zeitraum bis dahin überschaubar ist, sollen es sich die Kinder und Jugendlichen in der Alten Schule gemütlich machen. Die Gemeinde bezahlt Pinsel und Farbe, streichen müssen die Jugendlichen selbst, die den bevorzugten Farbton frei wählen können. Auch ob und wie die Vorhänge gefärbt werden sollen, bleibt den Besuchern des Jugendclubs überlassen.

Selbst bei der Gestaltung des Programms setzt Alina Pagel auf die Ideen und Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen. „Jugendarbeit ist für mich Mitbestimmung“, sagt die neue Jugendpflegerin. Deshalb sei besonders wichtig, dass zur Programmplanung in ihrer zweiten Arbeitswoche möglichst viele Jugendclub-Besucher erscheinen. Je mehr kommen, desto vielfältiger wird das Programm.

Petra Dreu

Die Idee wird zwar befürwortet: Ärzte, Therapeuten, Kliniken und Vereinsangebote sollen auf einem Portal gebündelt werden. Dem Kreistag fehlt es aber noch an Details.

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