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Segeberg Neversdorf wird zum dritten Kulturdorf
Lokales Segeberg Neversdorf wird zum dritten Kulturdorf
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18:00 19.07.2019
Edda Runge, Sven Schultze, Rabea Breiner und Bürgermeister Andreas Nixdorf (v. l.) stellten das Programm für das Kulturdorf Neversdorf vor. Quelle: Petra Dreu
Neversdorf

Nach Fehrenbötel und Nehms ist Neversdorf das dritte Kulturdorf im Rahmen der Segeberger Kulturtage, die in diesem Jahr vom 13. bis 29. September zum sechsten Mal stattfinden. Das 719 Einwohner zählende Neversdorf am Rand des Kreises Segeberg stellt sich dabei mit acht Kulturveranstaltungen an sieben außergewöhnlichen Orten seinem Publikum vor.

„Wir möchten den ländlichen Raum in den Fokus holen und ihn von den Leuten entdecken lassen. Das Dorf hat viele Winkel und Plätze, die direkt dazu einladen, mit kulturellen Veranstaltungen belebt zu werden. Das Programm richtet sich an Familien, an Kinder, an Jugendliche und Erwachsene, an Einheimische und Gäste“, erzählt Edda Runge vom Verein für Jugend- und Kulturarbeit (VJKA) bei der Vorstellung des Programms am Ufer des Neversdorfer Sees, der selbst zum Kulturort wird.

Diese Künstler sind dabei

Tenor Fritz Bliesener kommt zum Auftakt

Von den Neversdorfern gab es breite Zustimmung für die Bewerbung als Kulturdorf. „Wir haben gedacht, dass das etwas ist, mit dem man alle erreichen kann“, verriet Bürgermeister Andreas Nixdorf. Die Neversdorfer sind pragmatisch veranlagt und so nutzt die Gemeinde den Kulturdorf-Auftakt am Sonnabend, 14. September, von 13 bis 16 Uhr für einen Tag der Vereine an und in der Dörpschün in der Hauptstraße 72.

Zeitgleich bietet Leroy Sass einen Graffiti-Workshop an. „Eleganz auf der Konzertbühne“ und „Straßenmusik am Lagerfeuer“ bilden ab 19 Uhr ein kontrastreiches Kulturprogramm. Die Eleganz verkörpert der Trappenkamper Tenor Fritz Bliesener, der mit seinen 80 Jahren die Herzen des „Voice-Senior“-Publikums für sich vereinnahmen konnte. Ein Kontrastprogramm dazu setzt das „TroubaDuo“, das mit Akkordeon und Fiddle Klezmer und Balkanmusik spielt.

Kulturblitzlichter in der Pferdebox

Außergewöhnlich sind zum Teil die Kulturorte, zu denen neben der Badestelle am Neversdorfer See auch die Scheune Rottgardt und die Tenne von Edith und Peter Schultze umfunktioniert werden. Die Scheune des Dressurstalls Hof Lührs, Hauptstraße 51, wird gleich an zwei Tagen zu einem solchen. Am 20. September werden ab 20 Uhr die vorhandenen Pferdeboxen zu einer Galerie und der Steinboden zur Bühne dreier „Kulturblitzlichter“.

Ein dramatisches Schauspiel, kuriose Poesie, außergewöhnliches Querflötenspiel sowie Bilder und Skulpturen von fünf verschiedenen Kulturschaffenden lassen die Pferdescheune an diesem Abend in einem ganz anderen Licht erscheinen. Einen Tag später werden Gitterstäbe, Betonflächen und Holzwände von 10 bis 18 Uhr zu einer Galerie für Graffiti, Radierungen und Kultur.

Auch das Anwesen der Udo-Keller-Stiftung Forum Humanum in der Kleinen Seestraße 24 wird am Donnerstag, 26. September, zu einem Kulturort. Ab 19 Uhr ist dort der Dokumentarfilm der Regisseurin Elisabeth Raiser über ihren Vater Carl Friedrich von Weizsäcker zu sehen, der als Physiker, Philosoph, Friedensforscher und Politiker als einer der letzten „Universalgelehrten“ gilt.

Das Neversdorfer Kulturdorf-Programm

Sonnabend, 14. September, 13 bis 16 Uhr: Tag der Vereine, ab 19 Uhr: Eleganz auf Konzertbühne und Straßenmusik am Lagerfeuer mit dem Tenor Fritz Bliesener und dem Duor „TroubaDou“, Dörpschün, Hauptstraße 72

Sonntag, 15. September, 14 Uhr: Kulturwanderung mit Märchenerzählerin Svenja Krüger und Musiker Dirk Zygar, Treffpunkt bitte erfragen

Donnerstag, 19. September, 19 Uhr: Knopfakkordeon-Konzert von Jurij Kandeljas, Tenne von Edith und Peter Schultze, Uhlendörp 3, begrenzte Sitzplätze

Freitag, 20. September, 18 Uhr: Pferdeboxgalerie-Ausstellung mit „Kulturblitzlichtern“, Dressurstall Hof Lührs, Hauptstraße 51

Sonnabend, 21. September, 10 bis 18 Uhr: Ausstellung aus Graffiti, Radierungen und Skulpturen, Dressurstall Hof Lührs, Hauptstraße 51

Donnerstag, 26. September, 15 –16.30 Uhr: Philosophieren für Kinder, Scheune Rottgardt, Uhlendörp 5, begrenzte Teilnehmerzahl

Donnerstag, 26. September, 19 Uhr: Dokumentarfilm über Carl-Friedrich von Weizsäcker, Udo Keller Stiftung Forum Humanum, Kleine Seestraße 24, begrenzte Sitzplätze

Sonnabend, 28. September, 17 Uhr: Lieder und Geschichten aus der maritimen Welt mit dem Duo „Tweii“, Badestelle am Neversdorfer See (Einfahrt zwischen Hauptstraße 55 und 57)

Sonnabend, 29. September, 15 Uhr: „Luise ist weg“ – Figurentheater für die ganze Familie, Scheune Rottgardt, Uhlendörp 5

Der Eintritt für alle Veranstaltungen ist frei. Bei begrenzten Sitzplätzen wird um Anmeldung unter 045 51/95 91 10 gebeten.

James Last legte den Grundstein für Neversdorfer Seefeste

Dass das letzte Kulturdorf von den Ideen der Kulturschaffenden auch im Nachhinein profitierte, zeigte Edda Runge auf. So habe bei einer Veranstaltung am Nehmser See noch ein Generator für Strom sorgen müssen. Inzwischen aber habe die Gemeinde Strom bis zum See verlegt.

Darüber jedoch können Andreas Nixdorf und Sven Schultze nur lächeln, denn einen Stromanschluss an der Badestelle gibt es in Neversdorf bereits seit Jahren. Die Gemeinde hat zudem einen weiteren Trumpf im Ärmel: Der Bandleader James Last nutzte den Neversdorfer See 1972 zu Fotoaufnahmen und lud die Zuschauer anschließend zu einer Party ein. Damit legte er den Grundstein für die späteren „Seefeste“.

Petra Dreu

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