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Segeberg Land gleicht Minus im Haushalt von Stipsdorf nicht aus
Lokales Segeberg Land gleicht Minus im Haushalt von Stipsdorf nicht aus
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18:37 07.12.2018
Die Nikolaussitzung in Stipsdorf zwischen Adventskranz und Weihnachtsgebäck hat Tradition. Quelle: Petra Dreu
Stipsdorf

Schummriges Kerzenlicht, Feigen, Spekulatius, Lebkuchen und der Duft deftiger Suppe inmitten geschmackvoller Weihnachtsdekoration: Die Nikolaussitzungen in Stipsdorf haben Tradition. Immer am 6. Dezember trifft sich die Gemeindevertretung nicht nur, um Beschlüsse herbeizuführen, sondern auch, um all den Ehrenamtlern im Dorf „Danke“ zu sagen, die sich in welcher Form auch immer eingebracht haben. Ein Teil der Tradition ist zudem ein großer Topf Suppe. Gekocht wird diese vom Kinderheim Stipsdorf und ist als Zeichen des Danks an die Gemeinde für das gute Miteinander zu verstehen.

87 000 Euro Fehlbedarfszuweisung abgelehnt

Was die Finanzausstattung angeht, hätte Stipsdorf gerne Unterstützung gehabt. Aus einer Fehlbedarfszuweisung vom Land wird in Höhe von 87 000 Euro wird jedoch nichts. Die Begründung: Durch die geringere Schulverbandsumlage würde Stipsdorf in den nächsten fünf Jahren gar 150 000 Euro sparen. Für die Abwasserbeseitigung werden die Stipsdorfer dagegen tiefer in die Tasche greifen müssen. Die Gebühren steigen pro Kubikmeter von 2,70 Euro auf 3,30 Euro.

Zu allem Überfluss holt Stipsdorf außerdem der Frostschaden-Winter im Jahr 2010 ein. Zur Beseitigung der Schäden hatte das Land seinerzeit 50 Prozent der Kosten übernommen. Die Arbeiten hatte der Wege-Zweckverband an den sogenannten GIK-Wegen auch ausgeführt. Abgerechnet wurde aber erst jetzt. Stipsdorf wäre mit einem Eigenanteil in Höhe von 37 000 Euro dabeigewesen, die allerdings schon lange verjährt sind. „Stattdessen soll nun die GIK-Umlage begrenzt auf fünf Jahre von 2200 auf 3000 Euro je Kilometer erhöht werden. Stipsdorf ist mit drei Kilometern dabei. Beschlossen ist das allerdings noch nicht. Das kann frühestens in der nächsten Verbandsversammlung geschehen“, teilte Bürgermeister Stefan Kresse mit, der die Mitarbeiter des Wege-Zweckverbandes bedauerte. „Sie haben echt ein schweres Los.“

Bilanz: Feuerwehr war stark gefordert

Wehrführer Gordon Moss und sein Team hatten im vergangenen Jahr 17 Einsätze zu verzeichnen – so viele, wie in den beiden Vorjahren zusammen. „Diese Einsätze haben uns stark gefordert. Dabei sind wir an unsere Grenzen gekommen“, so Moss. Er wies zudem auf die geringe Tagesverfügbarkeit hin und hofft auf Zuwachs für die Stipsdorfer Feuerwehr, die sich jeden 2. Dienstag um 20 Uhr im Feuerwehrhaus trifft.

Relativ gut sieht es derzeit für den Radwegebau entlang der K 46 aus. „Nur wann, weiß noch niemand“, teilte Stefan Kresse mit. Weil die K 46 von Bad Segeberg nach Schieren im kommenden Jahr erneuert werden soll, regte er an, bis zum Bau des Radweges einen Schutzstreifen für Radfahrer auszuweisen. Einstimmig beschlossen wurde zudem der Haushalt 2019, der 2300 Euro für die Sanierung der Ihlwaldkapelle enthält. Und außerdem: Zu Beginn der Sitzung wurde Ernst Böttiger als neuer Gemeindevertreter verpflichtet. Die Gemeinde hat zwei Festplatten angeschafft, die zum Speichern von Fotos dienen soll. Wer digitale Aufnahmen hat, wird gebeten, sich bei Frank Ribacki zu melden.

Petra Dreu

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