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Segeberg Noctalis knackt die Marke von 500 000 Besuchern
Lokales Segeberg Noctalis knackt die Marke von 500 000 Besuchern
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07:50 20.07.2017
Tierischer Hingucker: Flughund „Foxi“ ist besonders bei den jungen Noctalis-Besuchern beliebt. Quelle: Fotos: Roeßler(2)*/privat
Bad Segeberg

Beim Blick ins Buchungssystem war Ipsen aufgefallen, dass sich das Noctalis in seinem zwölften Betriebsjahr der magischen halben Million nähert. Von da an schaute sie regelmäßig ins Buchungssystem, verfolgte den Countdown. Zuletzt alle zwei Stunden, beschreibt Ipsen das Entgegenfiebern der 500000. „An der Kasse kann man das nämlich leider nicht sehen.“ Als nur noch 30 Besucher ausstanden, stieg die Spannung bei den Noctalis-Mitarbeitern. Wird es eine Einzelperson, eine Gruppe, eine Familie? Wer kommt als nächstes um den Berg? „Wir konnten das vom Kassenraum aus gut beobachten.“ Der verkleidete Batman stand bereit, das Preispaket war geschnürt.

Bad Segebergs 2006 eröffnete Fledermaus- Ausstellung ist damit eine der erfolgreichsten in ganz Europa.

Dann der Moment der Momente. „Eine Frau stand etwas unschlüssig an der Preistafel“, erzählt Ipsen. „Da bin ich dann hin und habe ihr gesagt, ich könnte ihr die Entscheidung erleichtern.“ Denn für den 500000. Besucher gab es eine Jahreskarte. In diesem speziellen Fall eine Zwei-Familien-Jahreskarte. Denn die Gewinnerin hatte ihre Tochter und ein weiteres befreundetes Mutter-Tochter-Gespann dabei. Die vier sind im Urlaub in Schleswig-Holstein, kommen aus Oldenburg in Niedersachsen. Dazu überreichte „Batman“ den Gewinnerinnen ein Fledermaus-Fanpaket unter anderem mit Fledermaus-Regenschirm.

500000 Besucher seit der Eröffnung im März 2006. Für Noctalis-Chefin Ipsen „eine beachtliche Anzahl“ auf die sie stolz ist. „Das sind jährlich zwischen 44000 und 45000 Besucher“, verdeutlicht sie. Denn es sind die Besucherzahlen, wegen der sie sich auch immer wieder rechtfertigen muss – weil ein Gutachter seinerzeit Traumzahlen prognostiziert hatte, die so nie eintraten. Für die verschuldete Stadt ist das Noctalis alle Jahre wieder ein Zuschussgeschäft. Was daran liege, dass das Haus nicht als klassisches Museum gelte. Das verringere die Möglichkeiten für öffentliche Zuschüsse. „Wir sind eine Erlebnisausstellung“, erklärt Ipsen. Das macht das Noctalis aber auch so interessant für seine Besucher: Lebende Tiere können hier beobachtet werden, von kleinen Fledermäusen bis zum Riesenflughund Foxi. Im Noctalis werden alle Sinne angesprochen, Kinder krabbeln in eine künstliche Höhle, können Dinge ertasten, Audioaufnahmen aus der Fledermauswelt lauschen und Filmaufnahmen bestaunen, die in der freien Wildbahn kaum zu beobachten sind. Neu seien etwa Hochgeschwindigkeitsaufnahmen von Fledermäusen, berichtet Ipsen. Gut die Hälfte der Ausstellung sei in den vergangenen Jahren überarbeitet worden. Wer also nach einer Weile erneut zu Besuch ins Noctalis komme, sagt Ipsen, werde einige Neuerungen entdecken.

 Nadine Materne

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