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Segeberg Norderstedt: Falscher Polizeibeamter erbeutet Bargeld und Schmuck
Lokales Segeberg Norderstedt: Falscher Polizeibeamter erbeutet Bargeld und Schmuck
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16:39 21.01.2020
Eine 87-jährige Norderstedterin wurde um mehrere tausend Euro geprellt. Die Polizei Bad Segeberg sucht nun nach dem Täter. Quelle: dpa
Norderstedt

Eine 87-jährige Norderstedterin wurde am Montag bestohlen. Ein bislang unbekannter Täter gab sich als Polizeibeamten als und erbeutete so Bargeld und Schmuck. Das teilt die Polizeidirektion Bad Segeberg mit.

110 war als Anrufernummer eingeblendet

Gegen 11.30 Uhr meldete sich der Unbekannte telefonisch bei einer 87-jährigen Norderstedterin und stellte sich als Polizeibeamter vor. Im Telefondisplay erschien hierbei als Anrufer-Telefonnummer die 110. Er erklärte der Dame, dass eine Mitarbeiterin ihrer Hausbank versuche, Geld von ihrem Konto unbefugt umzubuchen. Ferner seien aktuell Einbrecher in ihrer Nähe aktiv, die mit einem Scanner in der Lage seien, von außen Wohnungen nach Geld und Wertgegenständen abzuscannen. Der Anrufer vermittelte der Geschädigten den Eindruck, ihr Geld und ihr Schmuck sei weder bei der Bank noch bei ihr zu Hause sicher.

Gleichzeitig bot er an, dass ein Polizeibeamter die Sachen bei ihr abholen und sicherstellen werde. Anschließend forderte er sie auf, im Anschluss an das Telefonat die 110 zu wählen und sich die Echtheit seines Anrufes bestätigen zu lassen. „Vermutlich instruierte er die Geschädigte so, dass sie direkt die 110 ins Telefon eintippte, ohne das eigentliche Telefonat zu beenden. So dürfte es dem Täter gelungen sein, in der Leitung zu bleiben und der 87-jährigen dann vorzutäuschen, mit der echten Polizeileitstelle verbunden zu sein“, erklärte die Polizeidirektion Bad Segeberg.

Schmuck und Bargeld im Wert von mehreren tausend Euro weg

In dem vermeintlich neuen Telefonat wurde ihr, vermutlich von einem Mittäter, die Echtheit des Anrufes bestätigt. Die 87-Jährige folgte somit den Anweisungen des Anrufers und übergab einen unteren fünfstelligen Bargeldbetrag sowie Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro. Als sie anschließend Kontakt mit der echten Polizei aufnahm, stellte sich die Sache als Betrug heraus.

Die Kriminalpolizei Norderstedt hat die Ermittlungen in diesem Fall aufgenommen. In diesem Zusammenhang weist die Polizei darauf hin: Die Beamten würden niemals Geld oder Wertgegenstände sicherstellen, um vor Einbrüchen oder Bankmitarbeitern zu schützen. Die Polizei ruft niemals mit der Telefonnummer 110 im Display an. Nachfragen Unbekannter über Vermögenswerte ist stets mit Skepsis zu begegnen. Im Zweifel sollte die örtliche Polizei oder der Polizei-Notruf verständigt werden. Aktive Telefonate sollten unbedingt beendet werden, bevor ein neuer Anruf getätigt wird. Häufig wählen die Täter gezielt ältere Menschen für ihre Taten aus.

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Von LN

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