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Segeberg Norderstedt schafft den toten Winkel ab
Lokales Segeberg Norderstedt schafft den toten Winkel ab
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14:04 09.04.2019
Oberbürgermeisterin Elke Christina Roeder demonstriert auf dem Dienstfahrrad, wie die Abbiege-Assistenten im toten Winkel eines Lkw funktionieren. Quelle: Fuchs
Norderstedt

Die Stadt Norderstedt rüstet jetzt ihren Fuhrpark des Betriebsamtes mit lebensrettenden Abbiege-Assistenten aus. Elf große Lkw, die für die Abfallentsorgung und das Spülen der Kanalisation täglich im Einsatz sind, sind bereits damit ausgestattet. Die anderen 44 Fahrzeuge der Stadt Norderstedt würden bis Ende nächsten Jahres folgen, kündigte jetzt Oberbürgermeisterin Elke Christina Roeder (SPD) an.

„Dies ist eine Investition in die Sicherheit für unsere Bürger und unsere Mitarbeiter“, sagte Roeder. „Damit sind wir als Kommune super ausgestattet.“ Auch wenn bislang „Gott sei Dank“, so Roeder, noch kein solcher Lkw-Unfall beim Abbiegen in Norderstedt passiert sei und die Stadt hier auch keinen kommunalen Wettbewerb ausrufen wolle – „unsere Aufgabe ist es, für ein Höchstmaß an Sicherheit für unsere Bevölkerung zu sorgen.“

Oberbürgermeisterin demonstriert Funktionsweise persönlich

Die Norderstedter Verwaltungschefin ließ es sich nicht nehmen, auf dem Gelände des Betriebsamtes die Funktion des Abbiege-Assistenzsystems persönlich zu demonstrieren. So fuhr die Oberbürgermeisterin mehrfach für die Kameras der Pressefotografen und TV-Sender mit einem Dienstfahrrad dicht am Lkw vorbei, sodass Kraftfahrer Mirko Feddern vom Norderstedter Betriebsamt sie allein mit seinen großen Rückspiegeln am Fahrzeug nicht erkannt hätte.

Nun aber sind die Norderstedter Großfahrzeuge mit Kameras ausgestattet, die dem Fahrer im Führerhaus auf zwei Bildschirmen anzeigen, was sich im sogenannten toten Blickwinkel auf beiden Seiten seines Fahrzeugs und dahinter abspielt, erläutert der zuständige Fachbereichsleiter für Stadtpflege, Thorsten Kühl. Insbesondere ob sich ein Fußgänger oder Radfahrer dort aufhält, den er sonst nicht wahrgenommen hätte.

Signal und Lampe warnen den Fahrer

Zusätzlich ertönt ein akustisches Signal, das auch noch eine Lampe im Führerhaus aufleuchten lässt, wenn sich jemand in dem toten Winkel am Lkw aufhalten sollte. „Das ist eine erhebliche Erleichterung für unsere Arbeit“, lobt Betriebsamts-Mitarbeiter Feddern das neue Abbiege-Sicherheitssystem an den Fahrzeugen. Schließlich seien er und seine Kollegen jeden Tag mit den Fahrzeugen im Stadtgebiet unterwegs.

Abbiege-Assistent Betriebsamt Norderstedt Kraftfahrer Mirko Feddern zeigt die neuen Bildschirme, die die tote Winkel am Fahrzeug seitlich und hinten ausleuchten. Quelle: E-Mail-LN-Segeberg

Die Stadtvertretung hatte bereits im vorigen Jahr die Anschaffung dieser Abbiegesysteme für die Fahrzeuge des Norderstedter Betriebsamtes beschlossen. Es koste 5000 Euro, wenn die Stadt es gleich bei der Neuanschaffung des Fahrzeugs mit bestelle, und 3000 Euro bei der Nachrüstung alter Fahrzeuge, erklärt Stadtsprecher Bernd-Olaf Struppek. Die Stadt Norderstedt habe beide Varianten gewählt. Zum Vergleich: Nach Angaben des Fachbereichsleiters Kühl kostet ein Müllfahrzeug etwa 240 000 Euro, ein Kanalspülwagen rund eine halbe Million Euro bei einer Neuanschaffung.

Nicht genug Systeme für alle Fahrzeuge

„Wir hätten am liebsten gleich alle 55 in Frage kommenden Fahrzeuge mit diesem lebensrettenden Abbiege-Assistenten ausgerüstet“, erklärt Oberbürgermeisterin Roeder. Aber leider könnten diese technischen Hilfen von den Herstellern zurzeit nicht in der gewünschten Anzahl ausgeliefert werden. Zudem habe die Stadt Norderstedt auch ein Notbremssystem für diese Fahrzeuge angeschafft und installiert, das beim Rückwärtsfahren das Fahrzeug und die Müllpresse sofort stoppt, sobald sie auf Widerstand treffen. Damit solle verhindert werden, dass der Kraftfahrer womöglich spielende Kinder oder andere Leute nicht wahrnimmt oder verletzt, die sich hinter dem großen Fahrzeug befinden, erläutert Roeder. „Das ist aber auch zur Sicherheit unserer Mitarbeiter gedacht, die alle sehr stolz auf diese neuen Sicherheitssysteme sind, und das zu Recht.“ In Wohngebieten gebe es zudem die Anweisung an die Müllwerker, dass ein Mitarbeiter den Fahrer beim Rückwärtsfahren einweisen müsse.

Burkhard Fuchs

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