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Segeberg Synode: Posaunenchor, Kirchspiele und Rechtsextremismus waren Themen
Lokales Segeberg Synode: Posaunenchor, Kirchspiele und Rechtsextremismus waren Themen
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13:55 28.11.2019
Gute Stimmung: Peter Wiegner (rechts), Präses der Synode, freut sich mit Landesposaunenwart Daniel Rau über die Leistungen des Jugendposaunenchors, der von der Synode des Kirchenkreises Plön-Segeberg maßgeblich gefördert wird, Quelle: Kirchenkreis Plön-Segeberg, HFR
Bad Segeberg

Unter dem Eindruck der jüngsten Entwicklungen der rechtsextremen Szene in Bad Segeberg und Sülfeld stand auch die Novembersynode des Kirchenkreises Plön-Segeberg im Evangelischen Bildungswerk in Bad Segeberg. Eine deutliche Botschaft übermittelte Claus-Peter Dieck bei der Tagung der Synode des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Plön-Segeberg. Der Kreispräsident des Segeberger Kreistags dankte in seinem Grußwort dem Kirchenkreis ausdrücklich für dessen Engagement gegen rechtsextremes Gedankengut. Besonders stellte Dieck dabei die Kirchengemeinde Sülfeld heraus, die mit ihrem Pastor Steffen Paar in den vergangenen Wochen aktiv und mutig gegen rechtsradikale Vorfälle vorgegangen war.

Dank für Engagement gegen Rechts

Aber auch den beiden Pröpsten Erich Faehling und Dr. Daniel Havemann gebühre Dank, so Dieck, denn diese hätte für den gesamten Kirchenkreis umgehend klargestellt, dass Kirche, generell und in der Region, ohne Wenn und Aber für Demokratie, Toleranz und Gewaltlosigkeit stehe. „Ich finde es beruhigend und bestärkend, Mitglied in einer Kirche zu sein, die sich in dieser gesellschaftlich hochbrisanten Frage so unmissverständlich positioniert“, schloss Dieck.

Über ein musikalisches Pilotprojekt, das vom Kirchenkreis Plön-Segeberg in den vergangenen drei Jahren maßgeblich finanziell gefördert wurde, berichtete im Anschluss Daniel Rau, Landesposaunenwart in der Nordkirche. Mit besonders talentierten Kindern und Jugendlichen aller sechzehn Posaunenchöre des Kirchenkreises wurde ein Jugendposaunenchor gebildet, der auf hohem Niveau zahlreiche Auftritte absolvierte. Ein besonderer Höhepunkt war 2018 die Auszeichnung beim von der Nordkirche ausgeschriebenen Wettbewerb „Sing me to Heaven“. „Der vierte Platz in einem hochkarätigen Bewerberfeld ist sichtbares Ergebnis für die Qualität, die von den jungen Musikerinnen und Musikern unter der Leitung von Heiko Kremers in ihrem Spiel dargeboten werden“, sagte Rau. Da das Projekt 2019 ausläuft, bekommt die Synode in Kürze Vorschläge vorgelegt, wie auch künftig die Arbeit mit dem Jugendposaunenchor fortgeführt werden kann.

Neue Pastoren in einigen Kirchengemeinden

Im Rahmen des Strukturprozesses Kirchenkreis 2030 stellte die Synode erste Weichen für zwei der im Mai neugegründeten zwölf Kirchspiele. Sowohl im Kirchspiel Nordstormarn (umfasst die Kirchengemeinden Klein Wesenberg, Hamberge, Reinfeld und Zarpen) wie auch im Kirchspiel Großer Plöner See (bestehend aus den Kirchengemeinden Plön, Ascheberg und Lebrade) treten im Laufe des kommenden Jahres zwei Pastoren in den Ruhestand. Diesen freiwerdenden Pfarrstellen werden zwei Vertretungspastoren zugewiesen, so dass die betroffenen Kirchspiele personell begleitet und mit ausreichend Zeit planen können, wie die kirchliche Arbeit im jeweiligen Kirchspiel zukünftig gestaltet werden soll. Für die Kirchengemeinden Lebrade und Plön wird ab Sommer 2020 Pastor Roland Scheel, langjähriger Pastor in der Kirchengemeinde Warder, im Einsatz sein.

Pastor Dr. Rüdiger Sachau wird ab Februar 2020 mit Schwerpunkt in den Gemeinden Klein Wesenberg und Hamberge wirken. Propst Erich Faehling dazu: „Die beiden Kirchspiele können aufgrund dieser Maßnahmen selbstbestimmt und vom Kirchenkreis gestärkt die Herausforderungen der Zukunft angehen.“

Verwaltungsneubau in Bad Segeberg verzögert

Zum Abschluss berichtete Propst Havemann über den Stand des geplanten Verwaltungsneubaus in Bad Segeberg. Havemann bat die Synodalen um Verständnis, dass die Entscheidung darüber nicht wie geplant in der Märzsynode, sondern voraussichtlich erst in der synodalen Juni-Tagung getroffen werden könne. Grund hierfür ist eine Verlängerung der Vorentwurfsplanung. „Wir wollen in einer Zeit, in der die Bau- und Materialkosten überall massiv ansteigen, auch weiterhin im oder am von der Synode bestimmten Kostenrahmen bleiben“, erklärte Havemann. „Dafür nehmen wir eine weitere zeitliche Verzögerung in Kauf.“ Die Grundidee des Neubaus bleibt aber erhalten.

Von LN

16 Schulen aus dem Kreis waren am Donnerstagnachmittag zum Sternmarsch gegen Rechts aufgerufen – Ziel der Jugendlichen war der Marktplatz von Bad Segeberg. Die LN waren live dabei. So lief die Demo.

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