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Segeberg Oberhaupt der Ahmadi-Muslime weiht Moschee in Nahe ein
Lokales Segeberg Oberhaupt der Ahmadi-Muslime weiht Moschee in Nahe ein
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17:58 17.10.2019
Kalif Hadhrat Mirza Masroor Ahmad weihte am im Juni 2011 die Bait-ul-Aafi 'at Moschee im Kaninchenborn in Lübeck ein. Quelle: Tim Jelonnek
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Nahe

Das weltweite Oberhaupt der Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ), Hazrat Mirza Masroor Ahmad, soll am kommenden Sonnabend, 26. Oktober, nach Nahe kommen. Der Geistliche wird am Nachmittag die neue Moschee in der Wakendorfer Straße 11einweihen.

Hazrat Mirza Masroor Ahmad ist der fünfte Nachfolger des Gründers der AMJ und erfreut sich der größten rein religiös organisierten Anhängerschaft in der islamischen Welt, teilte die Gemeinde mit. Die AMJ wurde 1889 in Indien gegründet und ist heute in über 200 Ländern der Welt verbreitet. In bundesweit 225 lokalen Gemeinden sind über 45 000 Ahmadi-Muslime organisiert, rund 400 sind es in Nahe und Bad Segeberg.

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Gemeinschaft lebt einen fortschrittlichen Islam

Gelebt würden innerhalb der AMJ-Gemeinschaft Prinzipien von Friedfertigkeit, Reformorientierung, Transparenz, Offenheit, Dialog sowie gesellschaftlichen und sozialen Einsatz. Als Ergebnis dessen wurde ihr im Jahre 2013 als erster muslimischer Gemeinde der Status „Körperschaft des öffentlichen Rechts“ verliehen. Eines der Ziele der Gläubigen sei es, die ursprünglichen friedlichen und fortschrittlichen Lehren des Islam von den Verkrustungen und Irrungen in der heutigen Zeit zu befreien, sagt Sprecher Danial Wadood.

Für Trennung von Staat und Religion

Mirza Masrur Ahmad wurde 2003 zum Oberhaupt der AMJ gewählt und trägt den Titel eines Kalifen. Er, ebenso wie seine Vorgänger, haben sich stets für eine Trennung von Staat und Religion ausgesprochen. Das Kalifat der AMJ versteht sich deshalb auch als eine rein spirituelle Einrichtung ohne weltliche oder politische Ansprüche. Gesprochen hat Mirza Masrur Ahmad bereits in Europäischen Parlament, im Capitol Hill in den USA und im britischen House of Lords.

Von Oliver Vogt