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Segeberg Oeringer werden nach ihren Wünschen befragt
Lokales Segeberg Oeringer werden nach ihren Wünschen befragt
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20:27 07.07.2015
Die Oeringer Arbeitsgruppe „Bürger für Bürger“, Ingrid Hansen, Klaus Eisenbeisz, Helga Schoer und Marion Augustin mit Enkelin Lilli (v.l.), hat Fragebögen zu Mobilität und Nachbarschaftshilfe erstellt. Quelle: Domann
Oering

Wie werden die Oeringer 2025 in ihrer Gemeinde leben? Wird es ein reines „Schlafdorf“ sein? Um mögliche Entwicklungen ein wenig lenken zu können, hatte sich die Gemeindevertretung 2014 für die Erstellung eines Dorfentwicklungskonzeptes entschieden. Die beiden Planungsbüros „Stadt & Land“ in Fleckeby und das Kieler Büro für Landschaftsentwicklung waren mit einer Bestandsaufnahme beauftragt worden und hatten die Einwohner zu einem Workshop eingeladen.

Drei wichtige Ansätze kristallisierten sich dabei heraus: Bürger für Bürger, Wege in die Natur und ein Haus für die Dorfgemeinschaft. Zum ersten Themenkomplex bildete sich die Arbeitsgruppe „Bürger für Bürger“, bestehend aus Marion Augustin, Klaus Eisenbeisz, Ingrid Hansen, Jürgen Klockmann, Anja Petersdorff und Helga Schoer. Sie haben sich über die Schwerpunkte Nahversorgung, Mobilität und Nachbarschaftshilfe Gedanken gemacht. „Wir haben weder Lebensmittelhändler noch Bank, Arzt und Apotheke. Sich mit den Dingen des täglichen Bedarfs auszustatten, bereitet Probleme, wenn man nicht mobil ist“, sagt Klaus Eisenbeisz. Nur sporadisch fahren Busse direkt über Oering. Eine Anbindung ist aus einem Bürgerbus-Angebot entstanden.

Doch um wirklich Lösungen finden zu können, sind konkrete Zahlen nötig. Was die Oeringer benötigen, soll jetzt mittels eines Fragebogens ermittelt werden. Welche Fahrten werden wohin, warum und wie oft gemacht? Welche Fahrangebote sind erwünscht: Bürgerbus, Seniorentaxi, Privatpersonen aus Oering oder eine Mitfahrbörse? Und wer wäre bereit, selbst Fahrten anzubieten? Auch über integrative Angebote wird nachgedacht. „In Nordhessen gibt es das Projekt ,Mobilfalt‘, dort werden Privatfahrten in den ÖPNV integriert. Vielleicht wäre auch hier so etwas möglich“, sagt Eisenbeisz. Außerdem will er umliegende Lebensmittelhändler nach Lieferservice-Möglichkeiten befragen. „Doch das Liefern von Lebensmitteln scheint immer weniger üblich zu sein. Um die geforderte Kühlkette nicht zu unterbrechen, ist ein Kühlwagen erforderlich. Den hat nicht jeder Laden.“

Seite zwei des Fragebogens beschäftigt sich mit dem Thema Nachbarschaftshilfe. Welche Unterstützung wird benötigt: Glühlampen auswechseln, mit dem Hund Gassi gehen oder beim Schneeschippen helfen?

Und wer wäre bereit, Hilfe anzubieten. Für die Koordinierung stellt sich die Arbeitsgruppe zum einen eine Tauschbörse im Internet vor, am besten auf der Homepage der Gemeinde, zum anderen eine zentral organisierte Stelle für Bürger, die nicht im Netz unterwegs sind.

Da Jugendliche und Senioren unterschiedliche Wünsche haben, ist der Fragebogen in drei verschiedene Altersgruppen unterteilt. Der Bogen wird in der kommenden Woche an alle 566 Haushalte verteilt. Er sollte bis zum 31. August ausgefüllt und bei einem der Arbeitsgruppenmitglieder in den Briefkasten geworfen werden. Ist das nicht möglich, reicht ein Anruf aus und ein Mitglied holt den Bogen persönlich ab. Mit den ersten Lösungsvorschlägen ist dann im Spätsommer zu rechnen. „Wir werden unsere Lösungen der Gemeindevertretung unterbreiten, die müssen dann entscheiden“, so Eisenbeisz.

„Wir haben weder Lebensmittelhändler noch Bank, Arzt und Apotheke. Sich mit den Dingen des täglichen Bedarfs auszustatten, bereitet Probleme, wenn man nicht mobil ist.“
Klaus Eisenbeisz, Mitglied „Bürger für Bürger“

Silvie Domann

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