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Segeberg Elektroautos: Metropolregion gibt Gas
Lokales Segeberg Elektroautos: Metropolregion gibt Gas
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15:50 27.02.2019
Der Kreis Stormarn verfügt bereits über eine eigene E-Auto-Flotte, hier Klimaschutzmanagerin Isa Reher und Fuhrparkleiter Holger Donner. Quelle: mc
Bad Oldesloe/Hamburg

Gute Nachrichten für umweltbewusste Beschäftigte aus der Metropolregion Hamburg, die regelmäßig zur Arbeit nach Hamburg mit dem eigenen Auto fahren: Ab sofort können sie ein E-Auto zu vergünstigten Konditionen erhalten. Die Bundesregierung fördert das Leasing von E-Autos für in Hamburg Beschäftigte, die aus einem der sechs Kreise mit den höchsten Einpendlerzahlen kommen. Dazu gehören: Pinneberg, Segeberg, Stormarn, Herzogtum Lauenburg, Harburg und Stade. Voraussetzung ist, dass die E-Fahrzeuge mindestens 24 Monate lang geleast und für den Arbeitsweg nach Hamburg eingesetzt werden.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat in enger Zusammenarbeit mit den Hamburger Senatsbehörden unter dem Motto „Pendlerströme unter Strom“ das neue Förderprogramm initiiert, um eine Verbesserung der Luftqualität durch eine Verringerung des Stickstoffdioxid-Ausstoßes zu erreichen. „Hamburg gehört zu den in Deutschland besonders stark von Stickoxid-Grenzwertüberschreitungen betroffenen Kommunen“, sagt Marion Köhler, Sprecherin der Metropolregion Hamburg. Die Fördersumme beläuft sich auf 3,75 Millionen Euro. Wie viele Autos am Ende im Einsatz sein können, vermochte sie nicht zu sagen. „Das hängt zu stark davon ab, welche Fahrzeuge nachgefragt werden“, sagt Marion Köhler. Die Zahl dürfte sich jedoch im höheren dreistelligen Bereich bewegen.

Nur für Einpendler nach Hamburg

Zielgruppe sind Privatpersonen, die ihr Fahrzeug zum berufsbedingten Einpendeln nach Hamburg nutzen und dafür mit einem E-Fahrzeug nun die gleichen staatlichen Förderkonditionen in Anspruch nehmen können wie Großkunden und Flottenbetreiber aus der Wirtschaft und Industrie. „Bei diesem in Deutschland bislang einmaligen Projekt wird der werktägliche Weg privater Nutzer zur Arbeitsstelle in Hamburg dem allgemeinen Wirtschaftsverkehr gleichgestellt, so dass attraktive Vorzugskonditionen möglich werden“, erklärt Marion Köhler.

Nissan, VW oder Renault

Wie erhält man die Förderung? Kontaktaufnahme mit einem projektbeteiligten Händler oder Vertriebspartner der Marken Nissan, Renault oder Volkswagen. Laut Metropolregion Hamburg gibt es eine freie Wahl des Wunschfahrzeugs bezüglich Laufleistung, Ausstattung usw.

Umsetzbar solange der Vorrat beziehungsweise die Förderung reicht; Informationen erhalten Interessenten bei der Projektleitstelle Elektromobilität Hamburg der Firma Hysolutions, Telefon: 040/3288-4573 (Herr Wichern).

Der Förderumfang beträgt dabei 40 Prozent der Mehrkosten eines E-Fahrzeugs zu einem vergleichbaren konventionellen Fahrzeug. Die Förderung ist kombinierbar mit der sogenannten „Umweltprämie“. Interessenten müssen hierfür keinen eigenen Förderantrag stellen, denn die Förderung wird über die beteiligten Leasinggesellschaften abgewickelt. So steht ein Kleinfahrzeug beispielsweise schon für eine stark ermäßigte Rate von monatlich rund 100 Euro zur Verfügung.

Ladenetz in Stormarn immer besser

Staatsrat Andreas Rieckhof, Vorsitzender des Regionsrats der Metropolregion Hamburg dazu: „Das ist eine großartige Gelegenheit für Pendler, die aufs Auto angewiesen sind, jetzt umzusteigen und künftig schadstofffrei unterwegs zu sein. Elektromobilität hat in Hamburg und der Metropolregion höchste Priorität. Innerhalb der Stadt sind wir mit rund 850 öffentlich zugänglichen Ladepunkten bundesweit Spitzenreiter. Bis Ende dieses Jahres werden es 1000 sein. In der Metropolregion wird systematisch ein Netz an Ladepunkten aufgebaut. Das Förderprogramm der Bundesregierung stärkt das Pendeln mit dem Elektroauto.“

Auch Stormarns Landrat Dr. Henning Görtz begrüßt die Initiative und Förderung für Hamburg-Pendler. „Mehr Elektrofahrzeuge ohne Abgase auf dem Weg nach Hamburg verbessern auch die Luft in Stormarn, und hier ist die Infrastruktur besonders gut ausgebaut.“ Denn es gibt im Kreis schon über 50 Adressen mit teils mehreren Ladesäulen. Dabei sind auch eine Anzahl Schnellladesäulen – besonders entlang der Autobahn und in Ahrensburg, Barsbüttel, Reinfeld und Trittau sowie Solartankstellen zum Beispiel in Ahrensburg und Bad Oldesloe. Auch der Kreis errichtet zu seiner Ladesäule für Gäste der Kreisverwaltung in Bad Oldesloe eine Solaranlage auf dem Dach des Kreistagssitzungssaals. „Damit der zusätzlich benötigte Strom erneuerbar erzeugt wird“, erklärt Stormarns Klimaschutzmanagerin Isa Reher.

Markus Carstens

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