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Segeberg Flath wird in München hochgeschätzt
Lokales Segeberg Flath wird in München hochgeschätzt
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19:18 08.01.2019
Zum 111. Geburtstag von Otto Flath zeigt Torsten Simonsen die Statue des Heiligen Franziskus. Quelle: Lothar Kullack
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Bad Segeberg/München

Oft ist der Prophet im eigenen Land nichts wert. Ähnliches scheint manchmal auch für Künstler zu gelten. Jedenfalls stellte das Torsten Simonsen, der sich für das Werk des Bad Segeberger Künstlers Otto Flath in den politischen Gremien der Stadt und auch über einen Förderkreis einsetzt, bei einer Reise nach Süddeutschland fest. Dort werde der in Bad Segeberg oft nicht geschätzte Bildhauer und Maler Otto Flath hochgeachtet.

So hatte nach Darstellung von Simonsen der Münchner Kunsthändler Michael Vogt, nach eigenen Worten ein „Fan“ des Segeberger Bildhauers, bei der vergangenen, 98. Kunst- und Antiquitätenmesse in der Münchner Olympiahalle drei Skulpturen von Otto Flath ausgestellt. Vogt sehe, sagt Simonsen, das Werk Otto Flaths durch seine Authentizität „in einer Liga“ mit Barlach und Käthe Kollwitz: „Leider wird Flath noch zu niedrig gehandelt, doch das wird sich eines Tages ändern“, zitiert Simonsen den Kunsthändler.

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Für Simonsen ist es bemerkenswert, dass die Skulpturen in München neben wunderschönen Bildern von Corinth, Slevogt, Pechstein, Münter und anderen bedeutenden Künstlern ausgestellt waren. Das sollte doch auch im hohen Norden, der künstlerischen Heimat Otto Flaths, wahrgenommen werden, fordert Simonsen.

Otto Flath (1906 – 1987), der über viele Jahre in Bad Segeberg lebte, ist in erster Linie wegen seiner über 50 Altäre bekannt. Seit zehn Jahren wird darüber gestritten, ob in Bad Segeberg genug getan wird, um das künstlerische Erbe des Holzbildhauers und Malers einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Mittel der Stiftung sind weitgehend erschöpft, die Stadt möchte sich aus einer weiteren Finanzierung heraushalten. Gescheitert waren vor Jahren Versuche, die Flath-Kunstschätze in den Besitz der Kieler Kunsthalle zu geben. Und die Stadt spielte auch bereits mit dem Gedanken, Flaths Erbe im Keller einzumotten. „Kunst zeichnet sich durch Geist und Beseeltheit aus, egal aus welcher Epoche oder in welcher Form“, zitiert hingegen Simonsen Kunsthändler Vogt.

Wolfgang Glombik

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