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Segeberg WZV gibt große Papiercontainer auf
Lokales Segeberg WZV gibt große Papiercontainer auf
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20:41 23.12.2018
Der WZV möchte die Papiercontainerstellplätze im Kreis Segeberg nicht mehr bewirtschaften. Quelle: Irene Burow
Segeberg

Der Wege-Zweckverband der Gemeinden des Kreises Segeberg (WZV) zieht sich aus der Bewirtschaftung der großen Papierdepotcontainer zurück. Sie werden zum 1. Januar 2019 in den Gemeinden eingezogen. Das teilt der Verband mit. Der WZV habe mit allen Gemeinden, in denen derzeit Papierdepotcontainer stehen, Gespräche geführt, heißt es. Er unterstützt die Gemeinden, die ihre Container weiter behalten wollen, bei der Neuorganisation der Gestellung.

Übergangslösungen in Arbeit

„Ein Angebot für eine Übergangslösung im ersten Quartal 2019 wurde schon vorgelegt“, sagt Hobohm. Außerdem ist das Entsorgungsunternehmen, welches bis Ende 2018 im Namen des WZV die Papierdepotcontainer leert, daran interessiert, die Container gemeinsam mit den Gemeinden weiter zu betreiben. „Auch dieser Prozess wird eng durch den WZV begleitet.“ In allen anderen Gemeinden werden die Papierdepotcontainer zum Jahreswechsel abgezogen. Insgesamt gibt es 34 Standorte für Papiercontainer im Kreisgebiet. Rund 64000 Euro sollen so jedes Jahr gespart werden, hieß es beim Abfallausschuss im Oktober. Die Leerung mit Spezialfahrzeugen sei aufwendig und teuer und stehe in keinem Verhältnis zum Ertrag. 

Altpapier in die blaue Tonne

Wohin mit dem Altpapier? Zeitungen, Magazine, Werbepost und Verpackungen – jeder Haushalt entsorgt im Jahr durchschnittlich 260 Kilogramm Altpapier. Die Tendenz ist steigend, erklärt der Verband. „Da lohnt es sich, eine Papiertonne beim WZV zu bestellen. Das wissen auch die Kundinnen und Kunden im Kreis Segeberg.“ Die meisten Haushalte haben so eine Tonne. „Wir haben bei der blauen Tonne einen Anschlussgrad von 94 Prozent“, sagt Julia Hobohm, Bereichsleiterin der Abfallwirtschaft beim Wege-Zweckverband. Wer noch keine Altpapiertonne habe, kann diese über das zuständige Steueramt bestellen und bekomme sie kurzfristig geliefert.

Container sind unwirtschaftlich

Alles, was diese Papiermengen überschreitet, also Mehrmengen an Kartonagen oder Altpapier, konnte man bislang in einigen Städten und Gemeinden des Kreises in großen Papierdepotcontainern entsorgen. „Diese Container sind jedoch absolut unwirtschaftlich. Auf den Stellplätzen kämpfen wir außerdem mit starker Verunreinigung“, schildert Julia Hobohm. Die Gemeinden klagten immer wieder über verdreckte Plätze. „Darüber hinaus mussten wir feststellen, dass die Container überwiegend von Kleingewerbetreibenden genutzt werden. Dafür sind sie aber nicht gedacht.“ Sie entsorgen ihre Kartonage immer wieder unerlaubt – dafür müssen sie eigentlich bezahlen. Aus diesem Grund sei beim WZV die Entscheidung getroffen worden, die großen Container nicht mehr zu unterhalten.

Große Mengen zu Recyclinghöfen

Wohin dann aber mit den Kartonagen? Nahezu alle größeren Pappkartons passen in die blaue Tonne, wenn man sie entsprechend zerkleinert. „Einfach bei der Abholung daneben stellen geht aber nicht“, sagt Katja Finnern, Abteilungsleiterin der Logistik. „Wir fahren die Papiertonnen verstärkt mit sogenannten Seitenladern ab. Unsere Fahrer können nicht ständig aussteigen, um Beistellmengen manuell ins Fahrzeug zu werfen“, erläutert sie. „Da wir unsere Touren dann nicht schaffen können, lassen wir beigestellte Pappen stehen.“ Gern nehmen die vier WZV-Recyclinghöfe in Bad Segeberg, Schmalfeld, Norderstedt und Damsdorf/Tensfeld zu den Öffnungszeiten Papier, Pappen und Kartonagen von Privatkunden kostenfrei entgegen.

Infos: www.wzv.de.

LN