Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Segeberg Pilotprojekt gegen Schweinepest gestartet
Lokales Segeberg Pilotprojekt gegen Schweinepest gestartet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:10 25.05.2018
Bad Segeberg

Initiatoren des Pilotprojekts sind das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und Digitalisierung (MELUND) sowie der Kreis Segeberg. Weiterer Partner ist der Wege-Zweckverband (WZV) der Gemeinden des Kreises Segeberg, auf dessen Recyclinghöfen in Bad Segeberg, Schmalfeld und Damsdorf die Sammelplätze eingerichtet worden sind. Sie können während der üblichen Öffnungszeiten genutzt werden.

Die Abgabe von Fallwild (nicht durch die Jagd zu Tode gekommenes Schwarzwild) sowie der bei der Wildbretgewinnung angefallenen Nebenprodukte – etwa vom Verzehr ausgeschlossene Innereien des Schwarzwildes – ist für die Jägerschaft kostenfrei. Die Kosten werden je zur Hälfte vom MELUND und vom Kreis Segeberg übernommen.

„Mit diesem Pilotprojekt wollen wir vorsorgen und einen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest verhindern. Für die ASP sind unter den heimischen Tieren ausschließlich das Hausschwein und das Wildschwein empfänglich. Insofern sollen der Natur auch nur tierische Nebenprodukte vom Schwarzwild entnommen und fachgerecht entsorgt werden“, sagt der Leitende Kreisveterinär, Markus Overhoff. Bei einem Ausbruch der Krankheit seien Sammelplätze für Schwarzwild ohnehin rechtlich vorgeschrieben.

Mit Hilfe des Pilotprojekts könnten bereits vor Ausbruch der Seuche wichtige Erkenntnisse gewonnen werden. Sie sollen dabei helfen, die Maßnahmen für den Ernstfall zu optimieren. Ein Ausbruch, insbesondere ein nicht sofort erkannter, zöge laut Overhoff „massive wirtschaftliche Schäden für die Landwirtschaft und Fleischwirtschaft in ganz Deutschland nach sich“. Die „Verordnung zum Schutz gegen die Schweinepest und die Afrikanische Schweinepest“ sieht daher umfangreiche und einschneidende Maßnahmen vor, etwa im Bereich Desinfektion und Reinigung. „Diese Anweisungen sind für die Jägerschaft keine tägliche Routine, so dass sie vor einem Seuchenausbruch eingeführt und geübt werden müssen“, so Overhoff.

LN