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Segeberg Erste Hürde für neuen Marktplatz genommen
Lokales Segeberg Erste Hürde für neuen Marktplatz genommen
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19:04 21.03.2019
Bad Segebergs Marktplatz soll eines neues Pflaster bekommen. An der neuen Planung sollen auch die Bürger beteiligt werden. Quelle: Wolfgang Glombik
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Bad Segeberg

 Seit Jahren wird über das brüchige und unebene Pflaster auf dem Bad Segeberger Marktplatz geschimpft. Jetzt wird das Förderprojekt „Neugestaltung Marktplatz Bad Segeberg“ konkret. Dabei steht im Vordergrund, den Marktplatz, der zurzeit nur mühsam mit Rollstuhl oder Rollator überwunden werden kann, möglichst barrierefrei zu gestalten.

In der Verwaltung ist man glücklich, dass dafür reichlich Fördermittel fließen. Doch vor der endgültigen Zusage des Landes müssen jetzt die Planungsunterlagen zusammengestellt werden. Auch die Bürger sollen beteiligt und informiert werden, verspricht die Verwaltung. Stadtvertreter Torsten Bohlmann (BBS) erkundigte sich nach möglichen Anliegerbeiträgen. Er möchte jetzt durch die Freigabe der Planungsmittel hier keine Fakten schaffen, zeigte er sich besorgt. Bürgermeister Dieter Schönfeld (SPD) erklärte, dass man prüfe, wie die Erneuerung des Pflaster-Unterbaus gewertet werde. Der tiefe Untergrund des Marktplatzes müsse nach „jetziger Kenntnis“ nicht angerührt werden. Das hätte zur Folge, dass die Anlieger keine Beiträge entrichten müssten. Wenn es bei der Planung andere Erkenntnisse geben sollte, „müssen wir die neu bewerten“, so Schönfeld.

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  Bauamtsleiterin Antje Langethal stellte indes klar, dass die Stadt ohne eine vorherige Planung keine 470 000 Euro Fördermittel bekommen werde. In einem ersten Schritt habe die Stadt ihr Interesse an Fördermitteln bekundet. Jetzt werde es konkret. Die Planung gehöre zu den Anforderungen des Antragsverfahrens. Für die Stadt sei eine so umfangreiche Förderung ein Glücksfall. Denn sicher sei, „dass der Bad Segeberger Marktplatz in dem Zustand wie er jetzt ist, nicht die nächsten zehn Jahre so bleiben kann“.

Und so ist der Zeitplan: Von Mai bis Juni soll die Planung aufgestellt werden, auch der Denkmalschutz muss hier beteiligt werden. Noch im Frühjahr sollen die Pläne mit dem neuen Marktplatz der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Spannende Frage wird dann auch sein, ob die Schnabeltassen im Brunnen erhalten bleiben – oder nicht. Wenn alles glattgeht, rechnet die Verwaltung mit dem Baubeginn am 1. März 2020. Im Bauausschuss kam auch noch die Anregung, bei der Marktplatz-Umgestaltung die gut frequentierte Haltestelle im Seminarweg mit überdachten Buswartehäuschen zu versehen. „Da stehen immer alle im Regen.“

Wolfgang Glombik