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Segeberg Politik möchte Einfluss auf Bauprojekt am See behalten
Lokales Segeberg Politik möchte Einfluss auf Bauprojekt am See behalten
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21:10 24.09.2015
Der Betreiber der Schule am Kastanienweg möchte den rückwärtigen Bereich des langgestreckten Grundstücks bebauen. Quelle: Glombik
Bad Segeberg

Jetzt soll doch noch für das Grundstück am Kastanienweg ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Das beschloss kürzlich die Bad Segeberger Stadtvertretung auf Antrag der Grünen. Im Bauausschuss hatte sich noch eine Mehrheit der Politiker dafür ausgesprochen, darauf zu verzichten, um dem Investor für sein Projekt im Außenbereich ein langwieriges Bauleitverfahren zu ersparen. Investor und Architekt waren damals hocherfreut über das Entgegenkommen der Politiker gewesen — sie müssen jetzt aber umdenken, mehr Planungszeit einrechnen.

In sensibler Lage, nahe am Großen Segeberger See, soll zwischen Friedhof und DAK-Bildungszentrum ein zweigeschossiges Gebäude der Einrichtung „Heilpädagogische Kinderheime Bad Segeberg“ entstehen. Es ist, wie schon von den LN berichtet, ein Gebäude mit immerhin 400 Quadratmetern Nutzfläche geplant.

Die Baufläche liegt weit hinter der Schule, im Kastanienweg 2, im rückwärtigen Bereich des Grundstückes, auf einem nicht mehr genutzten Bolzplatz. Es geht um eine Erweiterung der Einrichtung zur Betreuung von Jugendlichen. Hier möchte man Kinder und Jugendliche Tag und Nacht kurzzeitig aufnehmen können, wenn sie zum Beispiel auf Anordnung des Jugendamtes aus ihren Familien genommen werden müssen.

Bad Segebergs Bauamtsleiterin Antje Langethal begrüßte die Entscheidung der Politik zum B-Plan. So könne die Stadt die Entwicklung steuern und die „Rahmenbedingungen dauerhaft festsetzen“. Es habe auch schon „interne Überlegungen“ dazu gegeben. Ein Bauleitverfahren werde für den Investor nicht viel länger dauern, zumal auch bei einer Änderung des Flächennutzungsplanes und bei einem Bauantrag naturschutzrechtliche Fragen zu klären seien. „Das ist schon ein sensibles Gebiet“, meinte Langethal gegenüber den LN. Sie erwarte, dass artenschutzrechtliche Gutachten — Stichwort Fledermausrouten — erforderlich sein werden.

Die Stadt habe im Bauleitverfahren auch die Möglichkeit die Nutzung des Gebäudes vorzuschreiben, auch um nicht gewünschte Nachnutzungen zu verhindern. Flächennutzungsplan und Bebauungsplan liefen parallel im Verfahren. Noch sei nicht klar, wie lange sie dauern werden. Mindestens ein Jahr, schätzte Langethal.

Für den Bauausschussvorsitzenden Wolfgang Tödt (BBS) ist es wichtig, dass die Stadt ihre Einflussmöglichkeiten behalte. „Man kann sich nicht von Investoren unter Zeitdruck setzen lassen.“ Er sei froh gewesen, dass die Grünen dazu ihren Antrag gestellt hatten. „Sonst hätte ich den gestellt.“ Joachim Wilken-Kebeck (SPD) hatte darauf hingewiesen, dass in den 80er Jahren in der Nachbarschaft ein riesiges Bildungszentrum entstanden sei — ohne große Bauleitplanung.

Naturschutzrechtlich ist es sensibel, aber Tödt ist sicher, dass gegen das Bauvorhaben zumindest von den Nachbarn (auf der einen Seite zum Grundstück befindet sich ein Friedhof) keine Proteste zu erwarten seien.

„Man kann sich nicht von Investoren unter Zeitdruck setzen lassen.“
Wolfgang Tödt (BBS),
Bauausschussvorsitzender

Wolfgang Glombik

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