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Segeberg Polizei nimmt mutmaßlichen Drogendealer fest
Lokales Segeberg Polizei nimmt mutmaßlichen Drogendealer fest
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16:16 27.08.2019
Die Ermittlungsgruppe Rauschgift der Kripo Norderstedt ermittelt. Quelle: LN
Norderstedt

Fünf Zivilkräfte des Polizeireviers Norderstedt hatten sich im Bereich Norderstedt-Mitte aufgehalten, um gegen Fahrraddiebe vorzugehen. Am Jörg-Peter-Hahn-Platz erregte dann jedoch etwas anderes ihre Aufmerksamkeit: Ein 55-jähriger Norderstedter zog sich mit wechselnden Personen immer wieder zurück, um augenscheinlich etwas auszutauschen. Die Fahnder gaben sich als Polizei zu erkennen und setzten ihn sowie einen 36-jährigen vermeintlichen Käufer vor Ort fest.

Kunde bemerkt versteckte Hinweise nicht

Wie die Polizeidirektion Bad Segeberg mitteilt, war unmittelbar nach der Festnahme aber noch nicht Schluss. Die Beamten waren offenbar so gut getarnt, dass ein neuer, 38-jähriger Kunde aus Norderstedt sie nicht bemerkte. „Offenbar hatte er die Situation vor Ort nicht erkannt und sprach den soeben Festgenommenen direkt an, ob er ,etwas habe’“, so die Polizei. Der 55-Jährige versuchte noch, den Interessenten durch eine Reihe von Gestiken und Mimiken auf den ungünstigen Zeitpunkt seiner Anfrage aufmerksam zu machen und wies ihn letztlich ab.

Der 38-Jährige hatte die versteckten Hinweise aber nicht erkannt und zeigte sich über die Abweisung höchst verärgert. Die Polizisten zückten nun abermals ihre Dienstausweise und klärten den hartnäckigen Interessenten über den Polizeieinsatz auf.

Wohnung durchsucht: Drogen und Messer

Bei der Durchsuchung des 55-Jährigen fanden die Beamten Betäubungsmittel, die in kleinen Portionen abgepackt waren. In seiner Wohnung konnten weitere Betäubungsmittel unterschiedlicher Art sowie mehrere Messer aufgefunden werden. Gegen ihn ermittelt nun die Ermittlungsgruppe Rauschgift der Kriminalpolizei Norderstedt – wegen des Verdachts eines Verbrechens nach dem Betäubungsmittelgesetz. Dafür sieht der Gesetzgeber eine Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren vor.

Auch gegen die beiden mutmaßlichen Käufer wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet. Letztlich ging das eigentliche Konzept der Zivilfahnder, nämlich gegen die Fahrraddiebstähle vorzugehen, auch noch auf: Das Fahrrad, mit dem der 36-Jährige anreiste, war als gestohlen gemeldet.

Von LN

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