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Segeberg Polizei schwitzt für die Opferhilfe
Lokales Segeberg Polizei schwitzt für die Opferhilfe
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20:28 22.03.2017
Zwei Trainer leiten das Feld der Indoor-Radfahrer an. Unter ihnen Bundespolizisten, Landespolizisten und Feuerwehrleute. Quelle: Fotos: Vogt
Bad Bramstedt

Angesichts großer Herausforderungen durch Terrorgefahr und Flüchtlingskrise ist die Bundespolizei alles andere als unterbeschäftigt. Für den guten Zweck ist trotz vieler Sonderdienste und Überstunden aber immer noch Zeit: Zum fünften Mal hat die Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt gestern ihren „Spinning Charity Marathon“ veranstaltet – mit einer Rekordzahl von Teilnehmern.

100 Teilnehmer beim „Spinning Charity Marathon“ der Bundespolizei in Bad Bramstedt.

„106 haben sich angemeldet, 100 sind gekommen, so viele wie noch nie“, sagt Karsten Schmall, Bundespolizist, Spinning-Fan und Organisator. Die Startgebühr von 19,50 Euro pro Teilnehmer gehe an die Opferschutzorganisation „Weißer Ring“ im Kreis Segeberg. „2000 Euro konnten wir überreichen, das ist toll.“

Beim „Spinning“ strampeln sich die Frauen und Männer auf stationären Fahrrädern ab – früher „Heimtrainer“, heute „Indoor Bikes“ genannt. Vier Stunden lang dauert der Marathon in der Sporthalle der Bundespolizei. Und das nicht etwa in gemütlichem Fahrradtour-Tempo: Die beiden Trainer, die das stehende Feld anleiten, geben schweißtreibende Geschwindigkeiten vor. „Man darf sich die vier Stunden aber auch zu zweit aufteilen“, erklärt Schmall.

Nicht alle 100 Teilnehmer stammten von der Bundespolizei. Beamtinnen und Beamte der Landespolizei, Feuerwehrleute und Privatpersonen hätten sich angemeldet. „Zwei sind sogar über 80 Jahre.“ Oder sie kommen von weit her: Bundespolizei-Komissarin Rebekka Leupold ist am Stuttgarter Hauptbahnhof stationiert und extra für den Marathon mit der Bahn in den Norden gereist. „Ich fahre gerne Rad, und es war für einen guten Zweck, deshalb bin ich hergekommen.“ In einer regulären Arbeitswoche wohlgemerkt. Am nächsten Morgen beginnt für Leupold wieder die Frühschicht in Stuttgart. „Statt sechs Uhr darf ich ausnahmsweise aber erst um neun anfangen“, sagt die Beamtin.

Über einen so großen Heimtrainer-Fuhrpark, wie für den Marathon nötig, verfügt die Bundespolizei natürlich nicht selbst. Fitnessstudios aus der Region, unter anderem „Body Styling“ in Trappenkamp, haben die Geräte kostenlos an die Bundespolizei verliehen.

Oliver Vogt

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