Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Segeberg Postleitzahlenfest: Alle waren „23818“
Lokales Segeberg Postleitzahlenfest: Alle waren „23818“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:33 29.08.2018
Kristine Pott und Tochter Klara gaben bei den Spielen ohne Grenzen mit der Schubkarre ordentlich Gas.
Kristine Pott und Tochter Klara gaben bei den Spielen ohne Grenzen mit der Schubkarre ordentlich Gas. Quelle: Fotos: Pd/hfr
Neuengörs

Vor 25 Jahren wurden die Postleitzahlen in der gesamten Republik von vier auf fünf Stellen umgestellt. Zu ergründen, was sich zu der Zeit in den drei Ortsteilen getan hat, war eine Mammutaufgabe, der sich ausgerechnet Pastorin Gabriele Dreßler angenommen hat, die nämlich erst viel später nach Neuengörs gezogen ist. Dafür hat sie unter anderem Zeitungsarchive durchkämmt. Ihre Fundstücke präsentierte sie erstmals nach einer kurzen Andacht am Donnerstag, 23. August, dem Stichtag des Postleitzahlenfests, im Gemeindehaus. Am Sonnabend wurden die Zeitungsausschnitte ein zweites Mal gezeigt, in erster Linie aber wurde gefeiert.

23818 lautet die Postleitzahl von Neuengörs. Diese Zahlenkombination bildete für die aus den drei Ortsteilen Neuengörs, Altengörs und Stubben bestehende Gemeinde den Anlass, zu dem Datum – 23. August 2018 – ein Postleitzahlenfest zu feiern und näher zusammenzurücken.

„Immer noch veranstaltet jeder Ortsteil sein eigenes Kindervogelschießen. Für das Postleitzahlenfest aber haben alle drei Vogelschießervereine an einem Strang gezogen“, freute sich Bürgermeister Thies Ehlers. Thomas Sorgenfrei und Kristine Pott hatten dabei das Zepter für alle drei Vereine in der Hand. Sie hatten außerdem Preise organisiert, über die sich die teilnehmenden Teams freuen durften. Zudem konnten Medaillen nach Hause getragen werden.

Am Rande des Turnierplatzes präsentierten sich die drei Ortsfeuerwehren, die Landfrauen, die Frittenschmiede, die drei Vogelschießervereine, der Kartoffelhof Burmeister und die Oldtimerfreunde Neuengörs. Außerdem kamen die kleinsten Einwohner nicht nur bei den Spielen ohne Grenzen auf ihre Kosten, sondern auch in einem separaten Zelt mit Kinderschminken und Bastelaktionen.

Im großen Festzelt drängten sich viele Einwohner um die Stellwände mit den Zeitungsartikeln von Pastorin Dreßler. Zudem gab es Quiz-Fotos mit Detailaufnahmen, die die Neuengörser dem jeweiligen Ortsteil zuordnen mussten. Nicht bei allen klappte das auf Anhieb.

Nach Kaffee und Kuchen sangen sich die „Seebären“ des Shantychors Neuengörs in die Herzen der Einwohner und offenbarten Ungeheuerliches: „Wir heißen Shantychor Neuengörs, obwohl kein einziger von uns aus Neuengörs stammt.“

Nach einem gemeinsamen Luftbild, für das sämtliche Einwohner die Postleitzahl 23818 nachgestellt hatten, gab Bürgermeister Thies Ehlers die Gewinner der Spiele ohne Grenzen bekannt: Die Nase vorn hatten dabei der Kartoffelhof Burmeister, die Gruppe „ohne Namen“ um Nicole Suhr und ein weiteres Team mit der Bezeichnung „Kinderfresser“. Diesen Namen hatten sich ausgerechnet vier Sozialpädagogen gegeben.

Gefeiert wurde anschließend bis tief in die Nacht. Nach einem Open-Air-Gottesdienst ging das Fest am Sonntag mit einem Frühschoppen zu Ende.

Von Petra Dreu