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Segeberg Rettungswachen im Kreis auf dem Prüfstand
Lokales Segeberg Rettungswachen im Kreis auf dem Prüfstand
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11:45 13.03.2019
RKiSH: Der Kreis Segeberg kam jüngst dazu. Quelle: RKiSH
Segeberg

Die Kfz-Zulassungsstelle des Kreises Segeberg in Norderstedt wird womöglich doch nicht saniert. Der Kreis hatte über eine halbe Million Euro dafür im Haushalt bereitgestellt.

Der Grund: Die Rettungswache an der Norderstedter Ohechaussee soll umziehen. Die Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH) ist derzeit auf der Suche nach einem Grundstück für einen Neubau. Die Wache sei zu klein und liege taktisch ungünstig, hatte Landrat Jan Peter Schröder die Politik kürzlich in verschiedenen Ausschüssen informiert. Die Fristen in der Stadt könnten offenbar teilweise nur sehr knapp eingehalten werden.

Sanierung auf Eis gelegt

„Es wurden Versuche unternommen andere Flächen zu finden, dabei musste die RKiSH jedoch feststellen, dass es keine geeigneten Flächen gibt“, so Schröder.

Der Rettungsdienst habe sich deshalb an den Kreis gewandt: Denn die Kfz-Zulassungsstelle im Nordosten der Stadt liegt günstiger. Von hier aus sind alle Stadtteile besser zu erreichen, als vom Hamburger Rand aus.

„Wir stehen dem Vorschlag durchaus aufgeschlossen gegenüber“, so der Landrat. „Wir sind räumlich deutlich flexibler.“ Demzufolge werde die Sanierung der Zulassungsstelle zunächst nicht in die Wege geleitet. Die 600 000 Euro-Investition ist auf Eis gelegt.

„Aus meiner Sicht würde es kaum Sinn machen, jetzt noch zu sanieren, wenn wir das Gebäude in einem Jahr womöglich wieder abreißen.“ Ärgerlich sei es jedoch für die Mitarbeiter vor Ort, die seit Jahren auf die Renovierung warten.

Lage und Größe auf dem Prüfstand

Eilig ist diese Entscheidung nicht, denn die Rettungswache erst mal für zwei Jahre vermietet. Doch wenn alles so kommen sollte, wird ein neuer Standort für die Zulassungsstelle fällig. Diese Überlegungen liegen aber noch in weiter Ferne.

Nicht nur Norderstedt: Alle elf Rettungswachen im Kreis sind auf dem Prüfstand. Etwa ob Lage, Größe oder Gebäude den aktuellen Anforderungen entsprechen.

So wird beispielsweise auch der Erweiterungsbau der Wache in Bornhöved diskutiert. Die Planungen hatte das DRK in die Wege geleitet und mit der RKiSH abgestimmt. Es sei noch unsicher, ob die Pläne so umgesetzt werden, hieß es im Bauausschuss des Kreises.

Veränderte Bedingungen

„Wir gucken uns alle Standorte genau an. Daraus ergeben sich die Bedarfe“, sagt RKiSH-Sprecher Christian Mandel. Die Norderstedter Wache befinde sich in einer Randlage zu Hamburg. Die Ausrichtung sei taktisch nicht optimal. In Bornhöved sei jetzt ein zweites Fahrzeug stationiert, so Mandel. „Die Wache wurde einst als Ein-Fahrzeug-Wache gebaut.“ Ein Rettungswagen steht nun entsprechend draußen.

Mehr Fahrzeuge bedeuten mehr Kollegen, mehr Technik. „Diesen Prozess gibt es aber im ganzen RKiSH-Land“, sagt er. „Für jede Wache ist es wichtig, dass die Bedingungen gut sind.“ Langfristig gesehen wird auch geprüft werden, ob in Bad Bramstedt und Kaltenkirchen nicht jeweils eine Wache ausreicht.

Die RKiSH hatte Anfang des Jahres die Koordination des Rettungsdienstes im Kreis Segeberg übernommen. Insgesamt ist sie in Schleswig-Holstein damit zuständig für 44 Wachen in einem Einzugsgebiet für über eine Million Menschen.

Kreistag am Donnerstag

Über die Standortsuche in Norderstedt dürften am Donnerstag alle Mitglieder des Kreistags informiert werden. Sie haben sich am 14. März zudem folgenden Themen zu beschäftigen: Nach dem Tod von Peter Säker wird der Posten des stellvertretenden Kreispräsidenten neu besetzt. Die SPD schlägt Cordula Schultz vor. Sie ist zweite stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses.

Der Kreistag hat außerdem endgültig abzustimmen über die Bereitstellung von Verhütungsmitteln für Einkommensschwache und die Erhöhung von Fraktionszahlungen. Auch noch auf der Agenda: Ein geplantes Gesundheitsportal für den Kreis, Kreisgelder für den Kita-Ausbau, Nahverkehrsplan, die Fortführung der Förderrichtlinie für E-Ladesäulen und der neue Geschäftsführer der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft.

Beginn der Sitzung ist um 18 Uhr im Kreishaus.

Irene Burow

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