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Segeberg Revolverheld rockte Segeberger Kalkberg
Lokales Segeberg Revolverheld rockte Segeberger Kalkberg
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14:23 11.05.2019
Bad Segeberg Quelle: Petra Dreu
Bad Segeberg

 Was für ein Konzert: Die mehr als 5000 Besucher des zweiten Kalkberg-Konzertes des Jahres waren begeistert, als sie nach dem schottischen Singer-Songwriter Greg Holden von der Hamburger Band „Revolverheld“ mit auf einen Streifzug durch ihre eigene Musikgeschichte genommen wurden. „Das war einfach formidabel“, fasste Amar Amarouche (46) noch ganz beseelt von dem überaus guten Musikerlebnis zusammen. Doch der Hesse schwärmte nicht nur von seiner Lieblingsband, sondern auch von der Kalkbergarena. „Die Kulisse hat mir sehr gut gefallen. Das Ambiente ist einfach toll“, sagte er.

Was ihm und den anderen Konzertbesuchern geboten wurde, war Musik ohne Schnörkel, direkt und geradeaus. Bis auf riesige rote und blaue Ballons bei „Ich werde nie erwachsen“, Feuer-Fontänen bei „Ich lass für dich das Licht an“ und einem Regen weißer Luftschlangen bei „Lass uns gehen“ kamen die Jungs von der Waterkant ohne jeden Schnickschnack aus. Sie begeisterten durch sich, ihren Draht zum Publikum und alte und neue Hits, von denen sie reichlich mitgebracht hatten. Von „Freunde bleiben“ aus dem 2005 erschienenen ersten Album „Revolverheld“ bis zum „Zimmer mit Blick“ aus dem gleichnamigen Album des vergangenen Jahres, war alles dabei, was das textsichere Publikum mitsingen konnte, wovon es reichlich Gebrauch machte.

Pünktlich wie die Maurer stürmten die Musiker um 20 Uhr auf die Bühne der Kalkberg-Arena, die nach dem mittelalterlichen Felsenburg-Festival der vergangenen Woche neue „Überzieher“ mit der Aufschrift „Pop am Kalkberg“ erhalten hatte. Dabei griffen Frontmann Johannes Strate (Gitarre/Gesang), Christoffer Hünecke (Gitarre), Niels Kristian Hansen (Gitarre) und Jakob Sinn (Schlagzeug), die nach dem Ausstieg ihres langjährigen Bassisten Florian „Flo“ Speer vor sieben Jahren nur noch als Quartett weitermachen, nicht etwa in die Saiten, sondern zu Drumsticks und trommelten sich in die Herzen des Segeberger Publikums.

Direkt beim zweiten Lied „So wie jetzt“ aus dem neusten Revolverheld-Album sang das Publikum begeistert mit, das bei „Das kann uns keiner nehmen“ ein zweites Mal Greg Holden auf der Bühne begrüßen konnte. Der schottische Singer-Songwriter ist bereits ein alter Bekannter der Revolverhelden, der schon bei mehreren Konzerten als „Anheizer“ das Publikum in Stimmung brachte. So auch in Bad Segeberg, als viele Fans der Hamburger noch unterwegs zur Kalkbergarena waren.

So war das Konzert in Bad Segeberg:

Nach den weit leuchtenden Feuerstrahlen bei „Ich lass für dich das Licht an“ wurde es nicht nur still, sondern auch leer auf der Bühne. War’s das? Nein, war es nicht. Stattdessen hatten die Revolverhelden ihre Bühne mitten ins Publikum verlegt und gingen auf Tuchfühlung. Von dort stimmten Johannes Strate und Gastmusikerin Antje Schomaker das zu Herzen gehende „Liebe auf Distanz“ an.

Nach „Lass uns gehen“, bei dem weiße Luftschlangen vom Himmel regneten, ging das Konzert dann aber tatsächlich dem Ende zu „Mein Herz ist so warm und meine Finger so kalt. Hier ist so viel Liebe und so viel positive Energie“, sagte Johannes Strate, der die Segeberger aufforderte, morgens beim Bäcker etwas davon an andere Menschen abzugeben. „Zimmer mit Blick“ war die letzte Zugabe der Revolverhelden, die in Segeberg ein dankbares Publikum hinterlassen haben.

Aus Manga wurde Revolverheld

Hätten Sie es gewusst? Die damals noch fünfköpfige Band um Frontmann Johannes Strate wurde im Winter 2002 in Hamburg gegründet. Ihr Name damals lautete „Manga“. Im Herbst 2004 nannte sie sich in „Tsunamikiller“ um. Nachdem nur wenige Wochen später am 26. Dezember 2004 ein Erdbeben im Indischen Ozean einen Tsunami ausgelöst hat, der rund 230000 Menschen das Leben kostete, legte die Band jedoch diesen Namen schnell wieder zu den Akten und nannte sich fortan „Revolverheld“.

„Ein großartiges Konzert. Alle Hits waren dabei“, fand Dirk Wehrmann aus Bad Segeberg. „Ein tolles Konzert und ein tolles Panorama“, sagte Alexandra Schindler aus Kiel. „Die Stimmung war super, das Ambiente ebenfalls“, beurteilte Thies Uwe Eggers aus Struvenhütten das Konzert. Der Polizeibeamte Uwe Pawlowski fand ebenfalls eindeutige Worte: „Keine Vorkommnisse.“

Petra Dreu

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