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Segeberg Rickling: Altes Rentnerwohnheim als Asylunterkunft
Lokales Segeberg Rickling: Altes Rentnerwohnheim als Asylunterkunft
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21:10 23.09.2015
„Wir wollen vorbereitet sein.“ Andrea Wagner-Schöttke, Ausschussvorsitzende
Rickling

Wegen der steigenden Anzahl von Flüchtlingen bereitet sich die Gemeinde Rickling darauf vor, weitere Asylbewerber aufzunehmen. Dafür sollen leerstehende Wohnungen im sogenannten Rentnerwohnheim der Gemeinde bezugsfertig gemacht werden, teilte Andrea Wagner-Schöttke (SPD), Vorsitzende des Finanzausschusses, nach der jüngsten Sitzung mit.

In der Gemeinde leben bereits einige Flüchtlinge, doch seit April wurden auf den Amtsbereich Boostedt-Rickling keine weiteren Asylsuchenden für die externe Unterbringung verteilt. Grund ist die Einrichtung einer Landesunterkunft in der Boostedter Kaserne. Die dortigen Plätze — angedacht waren ursprünglich 500 — wurden bisher auf die Aufnahmequote des Kreises angerechnet, der Amtsbereich Boostedt-Rickling wurde bei der Verteilung außen vor gelassen. „Aber nun holt uns das Leben ein“, so Wagner-Schöttke.

Statt 500 sind in Boostedt bereits mehr als 1000 Flüchtlinge in der Erstaufnahme untergebracht. Und wie berichtet, sollen es noch deutlich mehr werden. Auch bei der externen Verteilung auf die Kreisgemeinden verdoppeln sich die Zahlen. In Rickling geht man davon aus, dass auch hier bald wieder Flüchtlinge untergebracht werden müssen. „Auf den Dörfern gibt es aber keinen Wohnraum“, so Wagner- Schöttke, also werde Rickling wohl einspringen müssen. Im sogenannten Rentnerwohnheim lebten bereits zwei Flüchtlingsfamilien in zwei kleinen Wohnungen. Vier weitere Apartments stehen frei und sollen hergerichtet werden. 16 Einheiten gibt es in dem gemeindeeigenen Gebäude, an Rentner vermietet seien aber nur zwei oder drei. Im übrigen Bestand gebe es eine hohe Fluktuation, sodass demnächst wohl weitere Wohnungen verfügbar sein werden.

Damit scheint eine Vorentscheidung getroffen zu sein, denn über die Zukunft der Immobilie aus den 60er Jahren wird bereits lange diskutiert. „Die einen wollen es platt machen, die anderen erhalten“, so Wagner-Schöttke. Das Haus ist stark sanierungsbedürftig. Eine umfassende Erneuerung soll „mindestens 600000 Euro“ kosten. „Das Geld haben wir nicht.“ Nun sollen zumindest kleinere Arbeiten vorgenommen werden. Unter anderem soll die Elektrik überprüft werden und Wärmeboiler ausgetauscht, so die Ausschussvorsitzende. Was das kosten wird, sei noch nicht klar, man befinde sich derzeit in Verhandlungen mit dem Amt — das würde die Wohnungen letztlich anmieten.

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