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Segeberg SPD wendet sich gegen „Rumgeeier“
Lokales Segeberg SPD wendet sich gegen „Rumgeeier“
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20:10 26.02.2018
Bad Segeberg

Bad Segebergs SPD-Ortsvereinsvorsitzender Dirk Wehrmann kritisierte die Mitbewerber bei der Kommunalwahl, die bislang noch nicht erklärt haben, wer ihr jeweiliger Spitzenkandidat sei. Die LN hatten, wie berichtet, vergebens nachgefragt. Konkretes war nicht zu hören. Bei der CDU soll Monika Saggau als Bürgervorsteherin im Gespräch sein, beim BBS, der sich ebenfalls dazu nicht äußern möchte, wird über Wolfgang Tödt als Spitzenkandidat spekuliert.

Die stärkste Fraktion in der Bad Segeberger Stadtvertretung stellt in der Regel den oder die Kandidatin für das Bürgervorsteher-Amt. „Wir haben hier unsere Hausaufgaben gemacht, Jens Lichte ist unser Spitzenkandidat“, erklärte Wehrmann. Er fordert die anderen Fraktionen dazu auf, mit dem „undemokratischen Rumgeeier endlich aufzuhören“. Der Bürger habe vor der Wahl ein Recht zu erfahren, wen die jeweilige Fraktion als ihren Kandidaten für das Amt aufstellen möchte.

Die SPD kritisiert die Wählergemeinschaft BBS auch aus anderen Gründen. Die möchte laut ihrem Wahlprogramm „Hinterzimmerpolitik abschaffen“. Die SPD wende sich energisch gegen derartige Aussagen, erklärte SPD-Stadtvertreterin Kirsten Tödt. Das sei „rein populistisch“. Bürger könnten sich in öffentlichen Ausschusssitzungen und in der Stadtvertretung über Politik informieren. Und bei der SPD würden selbstverständlich Mitgliederversammlung öffentlich abgehalten, auch die SPD-Fraktionssitzungen seien öffentlich.

Schon „die Wortwahl mit Hinterzimmerpolitik ist absolut ungeeignet“, stellt Wehrmann klar. Da werde „nichts unter der Hand gemacht“. Es gebe – anders als noch bei CDU-Bürgermeister Hans-Joachim Hampel, als man von Informationen geradezu abgeschnitten war – eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Bürgermeister Dieter Schönfeld (SPD). Alle Fraktionen würden gleich informiert.

wgl

26.02.2018
26.02.2018