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Segeberg SPD zweifelt an dem Feldstein-Vorfall
Lokales Segeberg SPD zweifelt an dem Feldstein-Vorfall
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22:14 12.05.2017
Werner Kurpas fuhr gegen einen Stein im Tunnel von Negernbötel. Die SPD wittert hier politische Taktik, um die Durchfahrt ganz zu sperren. Quelle: Foto: Glombik
Negernbötel

Der Streit um die Tunneldurchfahrt bei der Unterführung an der A 21 in Negernbötel geht in die nächste Runde. Beim SPD-Ortsverein reagierte man „fassungslos“

über die Feldstein-Blockaden im Tunnel. Die Polizei Wahlstedt hat auf LN-Nachfrage hin noch keinen weiteren Hinweis auf den Täter.

Wie berichtet, war Werner Kurpas aus Negernbötel mit seinem Fahrzeug gegen einen großen, auf der Fahrbahn abgelegten Feldstein gefahren und hatte sein Auto dabei beschädigt. Er erstattete Anzeige bei der Polizei. Die oder den Täter kenne er nicht. Ein weiterer Stein sei später rechtzeitig aus dem Tunnel geräumt worden.

Lutz Hammerich vom SPD-Ortsverein zweifelt an der Darstellung und erklärt dazu in einem Brief an die LN: „Wir vermuten, dass man mit den, vorsichtig und zurückhaltend ausgedrückt, angeblichen Handlungen/Taten die Gemeindevertretung unter Druck setzen und bedingungslos die Sperrung erreichen will.“ Das alles sei doch „etwas merkwürdig und eigenartig“. Alles nur Tunnel-Fake? Den Schaden am Auto von Werner Kurpas haben die LN aber selbst besichtigt. Auch die Schleifspuren von dem Stein auf der Fahrbahn sind deutlich zu sehen.

Unabhängig von den schlimmen Vorfällen im Tunnel fordert der SPD-Ortsverein nun eine „adäquate und ausgewogene Berücksichtigung“ der Straße Lehmberg gegenüber der Dorfstraße mit der Tunneldurchfahrt.

Es dürfe nicht zu einer einseitigen Verkehrs- und Kostenbelastung für die Anwohner am Lehmberg kommen.

Wie berichtet, plädieren einige Bürger, insbesondere Anlieger der Dorfstraße dafür, den Tunnel für den Autoverkehr ganz zu sperren. Die Dorfstraße ist zwar als Sackgasse ausgeschildert, der Tunnel darf nur von landwirtschaftlichen Fahrzeugen passiert werden. Trotzdem fahren dort immer mehr Autofahrer, um schnell nach Rickling oder Neumünster zu kommen. Dem möchten nun Bürger einen Riegel vorschieben und den Tunnel für den Autoverkehr ganz schließen. Um die Verkehrsströme anschließend zu beobachten, plädiert Bürgermeister Dieter Beuk – er wohnt selbst in der Dorfstraße nahe am Tunnel – für eine probeweise Schließung desselben. Doch sein Kontrahent Lutz Hammerich von der SPD – dieser wohnt in der Straße Lehmberg – fordert nun ganz im Gegenteil die sofortige Entfernung aller vorhanden Beschilderungen am Tunnel. Die SPD möchte eine neue Beschilderung für Schritttempo und Tempo 20 im Umfeld des Tunnels, keinesfalls aber eine Schließung. Denn laut Hammerich hat sich das Verkehrsaufkommen in den vergangenen zehn Jahren am Lehmberg erheblich verändert. Oft fahre hier Schwerlastverkehr von bis zu über 40 Tonnen, berichtet er. Der nur als Gemeindeweg ausgebaute Lehmberg sei „den Belastungen leider nicht mehr gewachsen“. Befürchtet wird noch mehr Verkehr, wenn der Tunnel erst dichtgemacht wird.

Für Hammerich hat beim Ausbau der Autobahn vor über 20 Jahren die damalige Gemeindevertretung nur einseitig für die Dorfstraße entschieden. Die Mehrbelastung für die Lehmberg-Anwohner sei nicht berücksichtigt worden.

Die SPD schlägt jetzt vor, dass der Bürgermeister zu einer Gesprächsrunde mit den Anwohnern der Dorfstraße, der Straße Lehmberg, einem Verkehrsexperten und der Polizei einlädt. Ziel solle es sein, die Differenzen und den Zwist endgültig zu beenden.

Wolfgang Glombik

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