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Segeberg Ausflüge und Azubi-Paten: Der sanfte Ausbildungsstart
Lokales Segeberg Ausflüge und Azubi-Paten: Der sanfte Ausbildungsstart
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18:37 31.07.2019
Die neuen Pelz-Azubis konnten sich schon vor dem Ausbildungsstart kennenlernen. Quelle: Heike Hiltrop
Bad Segeberg/Bad Oldesloe/Ratzeburg

Eine Gruppe junger Leute sitzt in einem Konferenzraum der Firma Pelz in Wahlstedt im Kreis beieinander. Jeder hat einen großen Karton vor sich, in dem gewühlt und ausgepackt wird: Sicherheitsschuhe, T-Shirts dunkelblaue Pullis mit dem weißen Firmenlogo. „Herzlich willkommen bei der Pelz-Group“, hat jemand auf das große Whiteboard an der Wand geschrieben. Die Stimmung unter den drei jungen Frauen und 18 Männern ist gut. Schon vor dem offiziellen Ausbildungsstart am 1. August hatten sie bei einem zweitägigen Ausflug an den Brahmsee die Gelegenheit, sich zu beschnuppern. Und genau das ist das Ziel.

Auf dem Programm steht das Wir-Gefühl

„Der entspannte Einstieg ist uns ganz wichtig, das unterstützt den Teamgeist“, betont Ausbilder Sven Rentzow, der die „Neuen“ betreut. „Dafür kaufen wir uns extra Erlebnispädagogen ein.“ Niedrigseilparcours, eine Tour mit einem gemeinsam gebauten Floß, Grillen am Abend: Noch bevor die erste Schraube in die Hand genommen, die Firmensoftware das erste Mal mit dem eigenen Firmenpasswort freigegeben wird, steht die Stärkung des Wir-Gefühls auf dem Programm. Dazu kommen ein gemeinsamer Ersthelfer-Kursus und Bürobesuche bei den neuen Kollegen.

Auszubildende Lea Sahling aus dem dritten Lehrjahr steht den Berufseinsteigern zur Seite. Begegnung auf Augenhöhe sei wichtig, sagt nicht nur sie. Auch die angehende Industriekauffrau sei seinerzeit ähnlich im Unternehmen begrüßt worden. „Das hat mich damals schon überrascht, aber nicht verwundert“, erinnert sich die 21-Jährige.

Dr. Ulrich Hoffmeister, Geschäftsbereichsleiter Aus- und Weiterbildung bei der IHK zu Lübeck. Quelle: IHK/Malzahn

Immer mehr Unternehmen setzen auf einen „sanften Start“, bestätigt Dr. Ulrich Hoffmeister, Geschäftsbereichsleiter Aus- und Weiterbildung bei der IHK zu Lübeck. An etwa 4000 von den 4600 zur Besetzung ausgeschriebenen Ausbildungsplätzen in ihrem Bereich beginnt für Schulabgänger der sogenannte „Ernst des Lebens“. „Und immer mehr Firmen nehmen sich ganz bewusst zwei, drei Tage für die Einführung Zeit. Das ist in den vergangenen fünf Jahren stetig mehr geworden.“ Dabei gehe es zunächst um ganz pragmatische Dinge wie Arbeitsrecht, Arbeitsschutz und Sicherheitsfragen. Aber eben auch darum, dass das Ankommen leichter gemacht wird.

Schnupperwoche in den Segeberger Kliniken

Im spielerischen Miteinander, etwa einer Rallye durchs Unternehmen, soll der Nachwuchs das Arbeitsumfeld erkunden, Wünsche, Ängste und Erwartungen ausdrücken können, anfangen, sich mit dem Betrieb zu identifizieren. „Schnupperwoche“ nennen die Segeberger Kliniken die ersten fünf Arbeitstage ihrer neuen Auszubildenden in neun unterschiedlichen Berufen, sagt Unternehmenssprecher Robert Quentin.

Erst ankommen, dann Kanutour bei Hako

Auch bei Hako in Bad Oldesloe, wo am 1. September 14 Auszubildende an den Start gehen, hat man den Nachwuchs gut im Blick: Jeder bekommt beispielsweise einen Paten aus dem zweiten Lehrjahr an die Seite. „Und wenn sie ein bisschen angekommen sind, haben wir für Ende September eine Kanutour mit allen unseren etwa 50 Auszubildenden geplant“, sagt die kaufmännische Ausbilderin Dietke Gruber.

Workshop und Teambuilding

Die 16 neuen Azubis bei der Kreissparkasse im Herzogtum Lauenburg starten gemeinsam als Gruppe, bevor sie auf einzelne Filialen verteilt werden. Nach den Einführungstagen mit Vorträgen anderer Azubis gibt’s in einem Monat einen Workshop zur Teambildung, beschreibt Ausbildungsleiterin Claudia Grupe das seit Langem bewährte Konzept des Geldinstituts. „Im vergangenen Jahr gab es im Rahmen dessen eine ,Drei-Muskel-Tour’ mit Drachenboot- und Konferenzrad- und Draisinefahrt.“

„Die Botschaft ist: Du gehörst zu uns, du gehörst dazu.“ Für Hoffmeister ist ein gut gestalteter Einstieg, ein wichtiger Baustein zum Erfolg. „Für beide: den Azubi und das Unternehmen. Die Betriebe haben längst gemerkt, wenn sie am Anfang investieren, funktioniert vieles leichter.“

Heike Hiltrop

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