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Segeberg „Santiano“ besingt die Freiheit am Kalkberg
Lokales Segeberg „Santiano“ besingt die Freiheit am Kalkberg
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15:13 18.05.2019
Zusatzkonzert: „Santiano“ hatte leichtes Spiel in der nahezu ausverkauften Kalkberg-Arena. Quelle: Petra Dreu
Bad Segeberg

Vier Jahre hintereinander haben die fünf Seebären von „Santiano“ für eine ausverkaufte Kalkberg-Arena gesorgt. Auch im fünften Jahr reichte ein einzelnes Konzert nicht aus, alle Fans mit Karten zu beglücken. Am Freitag gab es ein Zusatzkonzert, das mit 8500 verkauften Tickets ebenfalls so gut wie ausverkauft war und die Spiellaune der Musiker anheizte. Das eigentliche Konzert geht Sonntagabend über die Bühne.

Ihr Publikum jedenfalls, deren Durchschnittsalter wohl jenseits der 50 angesiedelt ist, hatten die Flensburger vom ersten Ton an im Griff. Nach ihrem Intro „Sail away, könnt ihr mich hören“ leitete die Band um Hans-Timm „Timsen“ Hinrichsen (Gesang, Gitarre, Bass und Schlagzeug), Axel Stosberg (Gesang, Mundharmonika und Percussion), Björn Both (Gesang, Gitarre, Bass) und Multi-Instrumentalist Peter David „Pete“ Sage (Geige, Mandoline, Gesang, Akkordeon, Percussion und Tin Whistle) sogleich zur Kirche über und schmetterten „Gott muss ein Seemann sein“.

Viele Songs auch von früheren Alben

Die Musiker spielten nicht nur die Hits ihres jüngsten Albums „Im Auge des Sturms“, das im Oktober 2017 erschienen ist, sondern auch aus ihren vorherigen Alben hatten sie ein „Best of“ mitgebracht. Naturgemäß überwogen die Seemannslieder, mit denen die Musiker das Kalkberg-Publikum mit auf eine Reise um die Welt nahmen und es die Weite des Meeres spüren ließen. Und das Meer macht bekanntlich nicht nur „frei wie der Wind“, sondern hinterlässt auch den Geschmack von „Salz auf unserer Haut“, der nur mit einem kühlen Bier wieder verschwindet. So oft wie die Seemanns-Rocker schon am Kalkberg gespielt haben, kennen sie natürlich die Karl-May-Spiele. Für einen Abstecher in den Wilden Westen legte Pete Sage schließlich bei „Diggy Low“ den Turbogang seiner Fiddle ein.

Santiano und die Freiheit am Kalkberg

Appell, am 26. Mai wählen zu gehen

Die Musiker sind zwar für jeden Spaß zu haben, aber sie wissen auch, was wichtig ist auf der Welt und riefen dazu auf, am 26. Mai bei der Europawahl wählen zu gehen. Schließlich sei Freiheit keine Selbstverständlichkeit, sondern ein hohes Gut, das man verteidigen müsse.

„Das fanden wir super“, sagte Cordula Schultz aus Trappenkamp, die auch nach dem Konzert die Stimmung auf sich wirken ließ. „Alle haben mitgesungen. Die Stimmung war so toll“, schwärmte sie. Auch Martin Rieser aus Kiel summte noch vor sich hin, als er sich nach zwei Stunden Musikgenuss dem Ausgang des Kalkberg-Stadions näherte. „Das ist eindeutig die beste Band, die die Musik derzeit zu bieten hat. Schade, dass das nächste Konzert erst übermorgen ist. Sonst wäre ich gleich in Bad Segeberg geblieben“, verriet er und schwenkte zwei Tickets für Sonntag.

So war’s in den Vorjahren:

https://www.ln-online.de/Lokales/Segeberg/Von-Freiheit-Fans-und-viel-He-Hooo

https://www.ln-online.de/Lokales/Segeberg/Santiano-Zehntausend-auf-Kaperfahrt-am-Kalkberg

Petra Dreu

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