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Segeberg Annika aus Fahrenkrug will im TV abnehmen
Lokales Segeberg Annika aus Fahrenkrug will im TV abnehmen
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16:34 03.02.2019
Annika Hinrichsen (28) aus Fahrenkrug will bei „The Biggest Loser“ abnehmen. Quelle: Sat.1/Benedikt Müller
Fahrenkrug

Endlich abnehmen, und das vor laufender Kamera: Annika Hinrichsen aus Fahrenkrug nimmt im Fernsehen Kurs auf weniger Kilos. Ab Sonntag ist die 28-Jährige in der Sat.1-Show „The Biggest Loser“ zu sehen. 122 Kilos bringt sie auf die Waage. Damit soll Schluss sein. Ihr Ziel: „Ein Traumgewicht von 80 Kilo.“

Die Show

Annika ist ab Sonntag, 3. Februar, um 16.25 Uhr im Fernsehen zu sehen. Sat 1 strahlt die zehnte Staffel aus. Sendezeit ist immer sonntags zu unterschiedlichen Zeiten. Es gibt 13 Folgen von „The Biggest Loser“. Dort kämpfen zunächst 50 Kandidaten im Bootcamp in München gegen den inneren Schweinhund, um möglichst viel Gewicht zu verlieren. Drei Tage wurde dafür im Olympiastadion gedreht. Nur einige kommen weiter: 18 Kandidaten stellen sich der sportlichen und mentalen Herausforderung in Spanien. Die Drehzeit dort betrug neun Wochen. Wer prozentual am meisten abnimmt, gewinnt am Ende 50000 Euro.

Die Trainer sind Camp-Chefin und Ex-Kickbox-Weltmeisterin Dr. Christine Theiss sowie das Trainer-Duo Ramin Abtin und Mareike Spaleck. Bisher haben in allen Shows 181 Kandidaten fast sieben Tonnen Gewicht verloren. Bis zu drei Millionen Zuschauer werden pro Folge gezählt. 2018 gewann Saki die Siegprämie. Er hatte sein Gewicht halbiert – von 189,6 auf 94,5 Kilo. Erste und einzige Gewinnerin war Alexandra im Jahr 2017. Sie hatte ihr Startgewicht von 103,4 Kilo mehr als halbiert.

„Ich habe mich in den letzten Jahren vergessen“

Während sich die einen schon auf Fitness-Motivation aus dem Fernsehen freuen, kritisieren andere die Show als Quotenfang zulasten der Übergewichtigen. Doch die Kandidaten treffen die Entscheidung selbst: „Ich bin schon mein ganzes Leben lang übergewichtig. Jetzt bin ich an einem Punkt angekommen, an dem es Zeit wird etwas zu ändern, bevor ich gesundheitliche Probleme bekomme“, sagt Annika Hinrichsen, die in einer Bad Segeberger Tierarztpraxis arbeitet.

Besonders schlimm geworden sei es mit ihrem Auszug von zu Hause. Ein geregeltes Essverhalten habe sich verflüchtigt. „Wie viele andere wahrscheinlich auch, bin ich ein Stress-Esser“, sagt sie. „Nach einem langen Arbeitstag, nach zehn oder zwölf Stunden, belohne ich mich zu Hause, indem ich einfach alles maßlos vor dem Fernseher in mich reinstopfe. Ich habe mich in den letzten Jahren vergessen.“

Klicken Sie hier, um weitere Eindrücke von „The Biggest Loser“ zu sehen.

Sie braucht das Fernsehformat, damit sich etwas ändert. Oder wie sie sagt: „Ich brauche so was von einen Arschtritt, um das Ganze auch langfristig durchzuziehen.“ Sport alleine habe ihr nichts gebracht. „Ich habe versucht, mir zu helfen. Aber man braucht beides: Unterstützung bei Sport und Ernährung. Und zwar so, dass ich es zu Hause auch umsetzen kann.“

Erfolg mit zweiter Bewerbung

Sie hat sich zum zweiten Mal bei dem Sender beworben. „Ich habe die Show schon viele Jahre verfolgt. Die Kandidaten sind wie ich: Sie haben die gleiche Größe, das gleiche Gewicht.“ Vor fast genau einem Jahr schickt sie die Bewerbung los, mit ein paar Fotos und Informationen über sich. „Das ganze Bewerbungsverfahren war spannend. Man fiebert jede Runde mit“, sagt die 28-Jährige. Im September steht im Münchener Olympiastadion der Dreh für das Bootcamp an. In großen Sporteinheiten geht es darum: Wer hat die Grundfitness? Wer zieht es wirklich durch?

Auf nach Spanien

„Bei dieser großen Kulisse denkt man sich: ,Wow, dass ich hier Sport machen darf!’“, sagt die Fahrenkrugerin. „Mit Christine Theiss eine Weltmeisterin vor mir zu haben, war total aufregend.“ Schon die Vorschau verrät: Es gibt dort viele verschiedene Einheiten. Sprints gehören dazu oder Übungen mit dem Kettlebell. Auch Mut muss bewiesen werden. „Ich mache Crossfit als Hobby. Einige Übungen kannte ich schon, das war mein Vorteil. Trotzdem war es total anstrengend. Man versucht alles zu geben, um sich bei den Trainern zu beweisen – damit man auffällt“, sagt sie. Und sie schafft es: Sie hebt sich nicht nur von 3500 Bewerbern ab. Sie steht auch das dreitägige Bootcamp durch. Von 50 Teilnehmern dürfen nur 18 in das wochenlange Training in Spanien einsteigen.

Im Bootcamp in München müssen die ersten Sporteinheiten absolviert werden. 25 Männer und 25 Frauen sind dabei. Nur 18 kommen weiter. Quelle: Sat.1/Benedikt Müller

„Man gönnt es jedem“

Die Kameras waren vom ersten Tag an dabei. „Es ist ungewohnt, Sport vor der Kamera zu machen. Aber das Team hat es einem leicht gemacht. Die Stimmung war total familiär. Also konnte ich mich unbefangen bewegen und mich fallen lassen.“ Sie ist selbst gespannt, wie sie im Fernsehen wirkt. „Natürlich sind Emotionen dabei gewesen. Es ist eine Extremsituation. Manchmal dachte ich, ich wäre mental stärker.“ Aber das Team stelle natürlich auch die richtigen Fragen, weiß sie. Am Sonntag lässt sie mit Freunden und Familie vor dem Bildschirm die ersten Wochen Revue passieren. Die Anstrengung, den Schweiß, den Biss – aller Kandidaten. „So eine Zeit schweißt zusammen. Alle 50 Bewerber haben das gleiche Problem, man versteht sich auf Anhieb. Ich durfte tolle Leute kennenlernen. Man gönnt es jedem, der da mitmacht“, sagt sie.

Fallschirmspringen als Ziel

Wie viel sie schon abgenommen hat, darf an dieser Stelle nicht verraten werden. Nur so viel: „Ich habe schon mal Platz für neue Klamotten geschaffen“, sagt sie. Und wenn sie es weit nach vorn schafft, möchte sie unbedingt Fallschirmspringen. „Ich bin ein totaler Adrenalinjunkie. Bei einem Tandemsprung darf man aber maximal 90 Kilo wiegen.“ Ein weiterer Traum ist es, einen Tauchschein zu machen und mit Haien zu schwimmen. „Mein Ehrgeiz ist sehr groß, meine Motivation riesig. Ich hoffe sehr, dass ich die Chance bekomme. Wenn ich sie bekomme, ziehe ich es von vorn bis hinten durch.“

Nach 13 Folgen wird klar sein, wer den Biss hat, dutzende Kilos im Fernsehen abzuspecken. Quelle: Sat.1/Benedikt Müller

Irene Burow

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