Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Segeberg Schieren hält an seinem Autowaschplatz fest
Lokales Segeberg Schieren hält an seinem Autowaschplatz fest
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:34 26.10.2016
„Es hat keinen Sinn, die Reparatur jetzt nicht vornehmen zu lassen.“Bürgermeister Hans-Werner Schumacher
Schieren

Ein gemeindlicher Waschplatz für Fahrzeuge: Was sonst nur in gewerblichen Waschanlagen möglich ist, hält die kleine Gemeinde Schieren für ihre Bürger vor. Daran soll sich auch nichts ändern, auch wenn wie jetzt wieder eine Reparatur fällig ist.

Auch wenn die Gemeinde wieder Geld in die Hand nehmen muss, um die Reinigungsstelle reparieren zu lassen, soll der Platz bestehen bleiben.

Gebaut wurde der Waschplatz an der Westerrader Straße neben dem Feuerwehrhaus, um Trecker und andere landwirtschaftliche Geräte sowie die Reinigung von Feuerwehr- und Gemeindefahrzeugen zu ermöglichen. Ganz billig ist der besondere Service für die Bürger nicht, denn immerhin hat die Gemeinde bereits mehr als 7000 Euro in die Einrichtung des Waschplatzes gesteckt. Für eine Reparatur wurden in der Sitzung der Gemeindevertretung am Dienstag weitere 746 Euro in Auftrag gegeben. „Jetzt haben wir schon so viel Geld investiert, da hat es keinen Sinn, die Reparatur jetzt nicht vornehmen zu lassen“, sagte Bürgermeister Hans-Werner Schumacher.

Dass der Waschplatz alles andere als kostendeckend zu betreiben ist, weiß die Gemeinde, die 1996 sogar eine Benutzungs- und Gebührenordnung für den Waschplatz erlassen hat. Derzeit zahlen die Schierener pro zehnminütigen Waschgang einen Euro. Ersatzweise kann auch ein Pauschalbetrag für die dauerhafte Nutzung der Anlage in Höhe von 40 Euro jährlich entrichtet werden.

Investiert hatte Schieren ebenfalls in die Sanierung der Gemeindestraßen. 10000 Euro kosteten die Arbeiten an den Straßen Alte Brücke, Alter Weeder Weg, Bockhorstweg, Ehrenmal und Kuhlstücken.

Glück haben die Einwohner, deren Häuser im Außenbereich liegen. Fünf Haushalte an der Westerrader Straße profitieren von der Streckenführung für einen Ring von Westerrade nach Schieren zur Breitbandversorgung, der an ihren Häusern vorbeiführt. Zwei weitere Haushalte in Neuenteich sollen ebenfalls angeschlossen werden. „Die Entfernung beträgt 700 Meter. Das Risiko ist überschaubar“, so der Bürgermeister.

Die weiteren Beschlüsse: Zwei Straßenlaternen sollen an der Schmiede und in der Straße Word aufgestellt werden. Die Feuerwehr bekam zwei neue Rohrdichtkissen, nachdem die alten nach 24 Jahren die Prüfung nicht mehr bestanden haben. Vergeben wurde der Auftrag, Totholz aus der Friedenseiche zu schneiden. Für die Verkehrssicherungspflicht der beiden Kastanien auf dem Grundstück der Alten Schule ist derzeit das Amt Trave-Land zuständig. Die beiden Kastanien machen momentan lautstark auf sich aufmerksam, denn unter ihnen stehen zwei Mobilheime, in denen zwei Flüchtlingsfamilien untergebracht sind. Da die Dächer aus Blech gefertigt sind, erinnern die aufschlagenden Kastanien jedes Mal an einen Schuss. Hans-Werner Schumacher hofft darauf, dass bald alle Kastanien vom Baum sind und wieder Ruhe einkehrt. Den ehrenamtlichen Helfern dankte er für das Engagement gegenüber den Flüchtlingen.

„Wenn sich Nachbarn wieder vertragen, ist das schön“

Fünf Jahre lang war Manfred Quitschau (67) als Schiedsmann für den Bezirk IV im Amt Trave-Land zuständig, zu dem die Gemeinden Bahrenhof, Bühnsdorf, Dreggers, Klein Gladebrügge, Neuengörs, Schieren, Stipsdorf, Traventhal, Wakendorf I und Weede gehören. Aus gesundheitlichen Gründen hat er nun um seinen Rücktritt gebeten.

Eine Nachfolgerin gibt es bereits: Die bisherige Stellvertreterin Eva Schneider-Stork aus Klein Gladebrügge wird seine Aufgaben übernehmen. Ersatz für das dann frei werdende Amt eines stellvertretenden Schiedsmanns ist ebenfalls gefunden: Andreas Noske aus Weede.

Schiedsmänner sind quasi die Außenstellen des Amtsgerichtes. Sie versuchen Nachbarschaftsstreitigkeiten zu schlichten, damit es gar nicht erst zu einer Verhandlung kommt. Sie ersparen den Richtern viel Arbeit, doch immer einfach ist ihre Aufgabe nicht – vor allem dann nicht, wenn die Emotionen bei den Streithähnen hochschlagen.

Die Erfahrungen, die Manfred Quitschau in den fünf Jahren gemacht hat, waren durchwachsen: „Es gibt Erfolge, es gibt aber auch Misserfolge und leider gibt es auch Menschen, die treten nach und pöbeln.“ Davon sei auch er nicht verschont worden. „Manchmal ist es ganz egal, wer am Ende der Telefonleitung ist, derjenige bekommt den Frust ab“, erzählt Quitschau. Besonders in den ersten Wochen im Amt habe er diesen Frust zu spüren bekommen.

Glücklicherweise seien aber nicht alle Fälle so gewesen. Auch schöne Momente habe es gegeben. „Wenn sich zwei Nachbarn streiten, und man es schafft, dass sie sich wieder vertragen und miteinander reden, ist das schön. Dann hat man alles genau richtig gemacht.“ pd

Petra Dreu

Sebarger Speeldeel steht kurz vor der Premiere ihres neuen Stücks „Alln’s in Botter“. Dabei geht es nicht nur sehr lustig, sondern auch politisch zu.

26.10.2016

Die Gemeinde Schmalensee will ihr Dorf morgen wieder zum Leuchten bringen: Ab 18 Uhr findet dann der alljährliche Laternenumzug des Verschönerungs- und Vogelschießervereins Schmalensee statt.

26.10.2016

Akute Brustschmerzen (CPU) werden sofort behandelt.

26.10.2016