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Segeberg Schierener pflanzen Streuobstwiese
Lokales Segeberg Schierener pflanzen Streuobstwiese
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08:58 26.10.2016
Drei Kirsch-, drei Birnen- und 13 Apfelbäume wurden gepflanzt – jetzt hoffen alle auf eine reichhaltige Ernte.
Schieren

Dass Arbeit auch Spaß machen kann, hatten am Montag gut 30 Erwachsene und Kinder aus Schieren unter Beweis gestellt. Auf der gemeindeeigenen Fläche am Wanderweg „Alte Brücke“ hatten sie auf dem Miscanthusfeld eine Streuobstwiese mit Obstgehölzen bestückt. Drei Kirsch-, drei Birnen- und 13 Apfelbäume wurden dabei gepflanzt. Jetzt hoffen alle Beteiligten auf eine gute Ernte in den nächsten Jahren.

 

Die Kinder bauten ein großes Insektenhotel. Quelle: Fotos: Hfr

Zur Seite stand den fleißigen Pflanzern Heinz Egleder vom Lübecker Projekt „Hanse-Obst“, das sich gegründet hatte, als 2013 das letzte Lübecker Obstgut Semiramis abgeholzt wurde. Die Lübecker Obstliebhaber packte nach der Aktion Wut und Trauer. Statt sich jedoch damit abzufinden, setzten sie sich das Ziel, in und um Lübeck herum 70 Hektar Streuobst zu pflanzen. Damit verbunden wurde das Vorhaben, hochwertigen Hanse-Apfelsaft zu pressen, gesellschaftliche Aufklärungsarbeit für Obst zu leisten und als Drei-Generationen-Projekt Kindergärten und Schulen, gesunde und behinderte Menschen mit ihrem Projekt zu erreichen.

Die Freude bei Projektleiter Hans Egleder war bei der regen Beteiligung der Schierener, die sich mit Wasser, Schaufel und Spaten auf zum Miscanthusfeld in der Feldmark aufgemacht hatten, natürlich groß. Während die Erwachsenen dabei die Ärmel hochkrempelten und die Bäume in die Erde brachten, bauten die Kinder zusammen mit den Akteuren des Kindervogelschießens ein großes Insektenhotel.

Sechs Spenden konnte Bürgermeister Hans-Werner Schumacher bereits für die Bäume verbuchen, die immerhin 150 Euro pro Stück kosten. „Inbegriffen ist dabei eine fünfjährige Pflege der Bäume. Das Beschneiden der Obstbäume übernimmt das Projekt Hanse-Obst“, erzählte der Bürgermeister, der auf weitere Spenden hofft.

Die fleißigen Pflanzer aus Schieren hatte er nach getaner Arbeit der Witterung entsprechend zu einer heißen Erbsensuppe eingeladen. Währenddessen ließen sich die Schierener von Heinz Egleder noch viel Wissenswertes über Obstbäume und ihre leckeren Früchte erzählen.

 pd