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Segeberg Die Schlagernacht am Kalkberg: 10000 Fans sangen, schunkelten und feierten
Lokales Segeberg Die Schlagernacht am Kalkberg: 10000 Fans sangen, schunkelten und feierten
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18:05 13.05.2019
Umjubelt: Sängerin Kerstin Ott wurde von tausenden Fans im Kalkbergstadion gefeiert. Quelle: Heike Hiltrop
Bad Segeberg

Die Künstler Auswahl hat wieder gepasst: Schlagernacht am Kalkberg, das ist ausgelassene Stimmung auf und vor der Bühne. Am Sonnabend haben bummelig 10 000 Fans ihre Stars und Sternchen in Bad Segeberg gefeiert.

Zuckerwatte für den Kopf

Bunte Hüte, glänzende Rüschenhemden und zumindest die Refrains auf den Lippen sangen, schunkelten und genossen die Besucher vier Stunden lang. „Kalkberg forever“, schwärmten nicht nur die Stammbesucher Steffen Bittner und Agnes Fischer. Schlagermusik, das ist Zuckerwatte für den Kopf. Das ist ein gigantisches Fest, bei dem es um Liebe, Herzschmerz, Regenbogen und Träume geht. Ein Abend voller Kalenderweisheiten mit eingängigen, sentimentalen oder saftigen Gesangsstücken als Gegenentwurf zum Alltag.

Smart: Ross Antony

Schon zum Warm-up gegen 17.30 Uhr hakten sich die Massen erstmals im Takt unter. Und mit dem verspäteten Ross Antony – sein Flieger war ausgefallen und er musste einen späteren nehmen – erlebte das Party-Volk seinen ersten großen Höhepunkt. Der smarte Brite hatte tief in der deutschsprachigen Evergreen-Kiste gekramt und Schlagerschätzchen ausgegraben. „Rote Lippen soll man küssen“ (Cliff Richard von 1963), „Barfuß im Regen“ (Michael Holm 1970) und nicht zu vergessen Bata Illics „Michaela“ (1972).

Nicht der Rede wert: Vanessa Mai

„Das ist einfach klasse, ich bin das erste Mal hier und hätte mir die Stimmung so gar nicht vorgestellt“, schwärmt Jens Jacobsen aus Lübeck. „Richtig schwach fand ich nur Vanessa Mai“, fasst Jens Schadt aus der Nähe von Flensburg zusammen. Tatsächlich dürfte die singende Bühnenturnerin mit einem dünnen Stimmchen und den unaufgeforderten Zugaben beim Publikum kaum Eindruck hinterlassen haben. Auch die Girl-Group „Lichtblick“ hatte es als Opener nicht leicht.

Gefeiert: Roberto Blanco

Mit lateinamerikanischen Rhythmen untermauerte dagegen der 81-jährige Roberto Blanco seine Entertainerqualitäten, die über „Ein bisschen Spaß muss sein“ hinausgehen.

 

Umjubelt: Kerstin Ott

Vom ersten Ton an in die Herzen des Publikums sang sich Kerstin Ott, die 2016 mit dem Song „Die immer lacht“, im Land berühmt wurde. „Ihr macht mich ganz verlegen“, gestand die sympathische Singer-Songwriterin und ging spontan auf Tuchfühlung mit dem Publikum. Das wiederum wollte die Künstlerin am Ende ihres Auftritts gar nicht von der Bühne lassen, forderte lautstark musikalische Zugaben.  

Volle Arena: Fans feierten zu eingängigen Mitsing-Liedern

Ganz besonders ausgelassen wurde die Stimmung mit der bajuwarischen Boy-Group „Vox Club“ und Beatrice Egli, bevor DJ Ötzi mit Varianten seines Hits „Ein Stern“ den Abend im Licht der Smartphones ausklingen ließ.

„Die Leute singen sich in Stimmung, das macht Schlager so erfolgreich“, ist Hans Scherer sicher. Der einstige RSH-Programmdirektor und Musikfachmann führt seit bummelig 30 Jahren Regie, wenn am Kalkberg Hits erklingen. Mit der Oldie-Nacht fing es an. Der NDR zog mit Pop und Schlagern nach. Vor drei Jahren übernahmen Scherer und die Wacken Open-Air-Macher die erlahmte Veranstaltung, die seither wieder großen Zuspruch erhält, und nun auch in Schwerin gefeiert wird. Scherer: „Die Mischung aus Altem und Neuem macht’s.“

Heike Hiltrop

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