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Segeberg Serieneinbrecher muss in Haft
Lokales Segeberg Serieneinbrecher muss in Haft
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13:31 02.05.2019
Das Schöffengericht in Neumünster verurteilte einen Serieneinbrecher am Donnerstag zu zwei Jahren und neun Monaten Haft. Quelle: dpa
Norderstedt/Neumünster

Bei drei Einbrüchen in Schleswig-Holstein erwies sich der Angeklagte als „blutiger Anfänger“: An allen Tatorten im Kreis Segeberg und Pinneberg verletzte sich der 29-Jährige beim Aufbrechen von Fenstern oder Glastüren teilweise erheblich. Ein DNA-Abgleich seiner großflächig verteilten Blutspuren führte zur Festnahme. Am Donnerstag verurteilte ihn ein Schöffengericht in Neumünster zu zwei Jahren und neun Monaten Haft.

Ein Geständnis war angesichts der Beweislast nur noch Formsache: Der im Herbst 2017 nach Deutschland eingereiste Gelegenheitsarbeiter räume die Taten ein, teilte sein Verteidiger mit. Später schwor der in U-Haft sitzende Angeklagte feierlich, er sei „nicht eingebrochen, um reich zu werden“. Ohne Baustellen-Job und festen Wohnsitz habe er ums pure Überleben gekämpft. Lediglich 700 Euro habe ihm der Verkauf von gestohlenem Schmuck eingebracht.

50 000 Euro Bargeld unter einem Hut versteckt?

Hintergrund der Aussage ist der hohe Wert des Diebesguts, das er am 19. Februar 2018 gemeinsam mit einem unbekannten Landsmann im Einfamilienhaus eines Ehepaares in Appen (Kreis Pinneberg) erlangt haben soll. Dort fehlten nach Angaben der Besitzer diverse Schmuckstücke im Wert von 14 000 Euro. Die Täter hätten zudem 50 000 Euro Bargeld mitgehen lassen.

Für diese Summe, die im Kinderzimmer der Tochter des Hauses unter einem Hut versteckt gewesen sein soll, gibt es zwar keine Belege. Das Gericht folgte trotzdem dem Antrag des Staatsanwalts, die Einziehung der 50 000 Euro anzuordnen. Darüber hinaus muss der Angeklagte 9000 Euro erstatten, die eine Versicherung dem Ehepaar für den Verlust des Familienschmucks zahlte. Strafschärfend bewertete das Schöffengericht die massiven psychischen Folgen, unter denen die Ehefrau bis heute zu leiden habe.

Nur Rasierwasser in Norderstedt gestohlen

Der Angeklagte hatte sich bei den Geschädigten entschuldigt. Er beteuerte, von den 50 000 Euro Bargeld nichts gewusst zu haben. Er will im Erdgeschoss des Wohnhauses geblieben sein, um seine blutende Wunde zu verbinden. Möglicherweise habe sein Komplize, dessen Name er nicht nennen wolle, im Obergeschoss das Geld gefunden und heimlich eingesteckt.

Bei zwei weiteren Einbrüchen hatte der Angeklagte ebenfalls Blutspuren hinterlassen. Im Haus eines 57-jährigen Norderstedters, das er im November 2017 heimsuchte, nahm er nur ein Herrenrasierwasser und Duschgel mit. Überhaupt nichts fehlte im leerstehenden Haus einer dementen Seniorin in Pinneberg, die schon Monate vor dem Einbruch ausgezogen war.

Thomas Geyer

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