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Segeberg Schüler bekochen Gäste beim Märchen-Dinner
Lokales Segeberg Schüler bekochen Gäste beim Märchen-Dinner
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12:58 22.12.2018
Lilly (.) und Pia haben die Vorspeise schon mal testweise vorbereitet. Quelle: Irene Burow
Bad Segeberg

Nach einem Krimi-Dinner im vergangenen Jahr wollen es Schüler der Schule am Burgfeld noch einmal wissen. Diesmal stellen sie ein Märchen-Dinner auf die Beine. Am 9. und 10. Januar um 18.30 Uhr wird aufgetischt: Drei Gänge mit Märchen als „Zwischenmahlzeiten“. Das Menü haben die Schüler selbst kreiert; Rezepte wurden herausgesucht, Mengen berechnet und das Tisch-Ensemble aus Deko und Geschirr erdacht. Jetzt müssen nur noch die Gäste platziert und ihre Namen gelernt werden. Es soll wie bei einem echten Dinner sein: Mit Köchen und Kellnern, alles auf die Minute genau stimmig.

Das Menü

Das Drei-Gänge-Menü besteht aus der Vorspeise „Kürbissuppe mit 1001 Kürbiskern“, der Hauptspeise „Zauberhafter Lachs an frischen Bandnudeln mit sagenhafter Sahnesauce“ oder vegetarisch „Prinzessinnenhafter Blattspinat an frischen Bandnudeln mit sagenhafter Sahnesauce“ sowie dem Nachtisch „Verträumtes Tiramisu“.

Die Karten werden langsam knapp: Wer mitschlemmen möchte, wendet sich aufgrund der Feiertage per E-Mail an schuelerfirma-kostbar@web.de. Karten kosten 19 Euro, für die vegetarische Variante 16 Euro.

Dinner-Termine: 9. und 10. Januar 2019, jeweils um 18.30 Uhr in der Cafeteria der Schule am Burgfeld, Falkenburger Straße 94a.

„Für die Schüler ist das der Hammer“, sagt Lehrer Stefan Ahrens. „Die eine Hälfte kocht und die andere bedient. Sie lernen, wie man serviert. Für sie ist es total spannend, teilweise ihre eigenen Eltern zu bewirten.“ Damit alles klappt, haben die Jugendlichen kurz vor Weihnachten einen Probedurchlauf in der Lehr-Küche gestartet. Jedes Gericht wurde abgeschmeckt. Das Ergebnis: Die Suppe war noch zu lau, im Tiramisu fehlte noch ein wenig vom alkoholfreien Amaretto.

Probekochen in der Lehrküche der Schule: Dennis und Sharon. Quelle: Irene Burow

Doch nun steht genau fest, wer Kürbis und Steckrüben schneidet, wer die Nudeln kocht, wer aufräumt und noch die Deko bastelt. „Wir sind gut vorbereitet“, sagt Ahrens. „Das wird bombe schmecken. Für Gäste ist das ein echtes Schnäppchen für das, was hier geboten wird.“ Vier der Schüler hatten im vergangenen Jahr schon das Krimi-Dinner ausgerichtet. Von ihren Erfahrungen profitiert nun die ganze Gruppe.

Grimm’sche Märchen zwischendurch

Einladung zum Märchen-Dinner an der Schule am Burgfeld. Quelle: hfr

Während sie in der Küche wirbelt, werden den Gästen in den Pausen Märchen erzählt. Die Erzähler Regina Otto-Gerull und Thomas Gerull laden mit einer Harfe in die Welt verwunschener Tiere und heiratswilliger Prinzen ein. „Wir erzählen Märchen der Brüder Grimm“, sagt sie. „Obwohl wir uns sprachlich an die letzte revidierte Fassung von 1857 halten, interpretieren wir die Märchen neu. Schon in den Sommermonaten haben wir begonnen, uns mit den Tiefen und Weisheiten der Märchen zu befassen.“ Das kleine Programm ist das erste seiner Art. Regina Otto-Gerull erzählt schon seit einigen Jahren Märchen an der Schule oder bei kleineres Events. Sie hatte auch den Krimi beim letzten Dinner der Schule geschrieben.

Die Schülerfirma „Kostbar“ besteht seit sechs Jahren. Für ein Jahr wählen Jugendliche ab der neunten Klasse den Wahlpflichtunterricht. Die Gruppe ist inzwischen sehr gefragt. Zum Tag der offenen Tür macht „Kostbar“ das Catering, liefert Schnittchen und Obstspieße, wenn Lehrer ihren Abschied oder Referendare ihre bestandene Prüfung feiern. Zudem gibt es hin und wieder Pausenverkäufe und Köstliches auf Schulfesten. „Anlässe haben wir genug“, sagt Lehrer Stefan Ahrens. In seinem Wirtschafts-Unterricht war die Idee einst entstanden. Behandelt wurde wirtschaftliches Denken, zum Beispiel, wie man Businesspläne schreibt. Als kreative Geschäftsideen gesucht wurden, war die Schülerfirma im Ranking der Machbarkeit weit vorn und wurde schließlich gegründet. Heute ist sie ein äußerst gefragtes und beständiges Unternehmen. Sie besteht aus den Abteilungen Buchhaltung, Marketing und Küche. Kleine Gewinne werden in Gewürze, Küchenutensilien und Werbung investiert. Geschäftsführerin Davina hat alles im Blick.

Kochen statt Unterricht

„Die Schüler machen alles selbst, ich bin hier nur der Unternehmensberater“, schmunzelt Ahrens. Am Tag des Dinners haben die beteiligten Schüler schulfrei, um zu kochen und den Ort des Geschehens einzudecken und zu schmücken. Und sie werden sich alle Mühe geben, denn schließlich fließt die Service-Qualität auch in die Schulnote ein...

Von kleinen Gewinnen legt die Schülerfirma Geld zurück, um zum Beispiel ins Marketing zu investieren. Dennis, Sharon, Lehrer Stefan Ahrens, Azra, Alina, Lilly und Pia (v.l). Quelle: Irene Burow

Irene Burow

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