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Segeberg Klimaschutz-Demo: Ministerin fuhr an streikenden Jugendlichen vorbei
Lokales Segeberg Klimaschutz-Demo: Ministerin fuhr an streikenden Jugendlichen vorbei
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15:36 01.02.2019
Kids demonstrieren am Marktplatz für den Klimaschutz Quelle: GLOMBIK
Bad Segeberg

 Auch in Bad Segeberg streikten am Freitag einige wenige Schüler verschiedener weiterführender Schulen für den Klimaschutz. Sie trafen sich vormittags auf dem Bad Segeberger Marktplatz und schwänzten mit Plakaten für mehr Klimaschutz bewaffnet die Schule. „Die Erwachsenen kriegen es nicht auf die Reihe, deshalb nehmen wir es in die Hand“, sagt Luna. „Es ist wichtig, dass die Leute sehen, dass die Jugend sich für ihre Zukunft interessiert“, so Fine. „Wir sind auch politisch interessiert und wollen das nicht einfach so hinnehmen.“ Es bringe nichts, zur Schule zu gehen „und für eine Zukunft zu lernen, die wegen des Klimawandels für uns nicht mehr da sein wird“, begründet Lina ihr Fernbleiben vom Unterricht. Und der 14-jährige Jakob stellt klar: „Ich will die Umwelt verbessern, sonst wäre ich nicht hier.“

Gerne hätten sich die zwölf Jugendlichen mit der Ministerin unterhalten. Aber der Dienstwagen von Kiels Bildungsministerin Karin Prien (CDU), die wegen eines anderen Termins in der Stadt war, rollte am Freitag kurz vor 9 Uhr langsam an den streikenden Schülern vorbei. Um zehn Uhr ging es wieder zurück nach Kiel. Sie hätte gerne mit den streikenden Schülern geredet, habe das bei anderer Gelegenheit schon in der Landeshauptstadt getan, sie müsse jetzt aber zurück nach Kiel, sagte sie den LN.

„Ich finde es ganz wunderbar, wenn junge Menschen sich für Klimaschutz engagieren, allerdings gehört das nicht in die Schulzeit“, sagte Prien. Es gebe eine allgemeine Schulpflicht, „deshalb müssen Schülerinnen und Schüler in die Schule gehen. Ich bin mir sicher, dass die Schulleitungen damit verhältnismäßig umgehen werden“. Auf die LN-Frage, ob die streikenden Schüler jetzt Konsequenzen zu erwarten hätten, stellte sie klar: „Wir haben ein breites Instrumentarium an Ordnungsmaßnahmen im Schulgesetz.“ Und wenn Schulleitungen den Schülerprotest unterstützen oder dulden? Prien: „Auch die Schulleitungen sind an das Schulgesetz gebunden, ich bin mir sicher, dass sie sich daran halten werden.“

Ganz anders klingt da die Stellungnahme von Arne Hansen, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Kreistag und Vorsitzender des Klimarates, zu den Protesten der jungen Leuten. „Aus meiner Sicht spricht nichts dagegen, wenn Schüler durchs Streiken eine Nachricht transportieren. Ich war sehr verwundert, wie schnell die Proteste in der Provinz angekommen sind. Segeberger Schüler haben schon mitgemacht, bevor Greta Thunberg ihre berühmte Rede in Kattowitz hielt. Der Klimawandel ist kein Zufall. Er ist überall und überall anders. So auch hier: Im Kreis Segeberg waren die vergangenen acht Jahre die heißesten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen", sagte der Grüne.

Wolfgang Glombik und Irene Burow

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